Zöliakie
Zöliakie
Die Zöliakie, einheimische Sprue, Glutenintoleranz, Getreideunverträglichkeit genannt, ist eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten, einem Getreideeiweiß aus Roggen, Weizen, Gerste, Hafer und Dinkel.
Bei den Betroffenen ruft diese Erkrankung Symptome wie Durchfall, Völlegefühl, Überlkeit, Gewichtsverlust, Blutarmut, Vitamin- und Eiweißmangel hervor. Im Kindesalter kann es durch eine aus der Zöliakie resultierende gestörte Dünndarmfunktion zu Mangelernährung und damit Wachstums- und Entwicklungsstörungen kommen.
Als Ursache der Zöliakie vermutet man eine genetische Veranlagung und tritt bei 0,1 % der Kinder auf. Die Krankheit macht sich meist ab dem zweiten Lebensjahr durch massigen, übel riechenden Stuhl, aufgeblähten Bauch und Gedeihstörungen bemerkbar. Die Dünndarmschleimhaut des Erkrankten wird nach und nach zerstört.
Die Diagnose kann anhand der Symptome gestellt werden, sicher bestätigt wird sie durch einen Antikörpernachweis im Blut sowie durch Gewebeentnahme aus dem Dünndarm mittels einer Endoskopie (Spiegelung).
Als Therapie hilft eine lebenslange glutenfreie Diät. Durch Meidung von glutenhaltigen Nahrungsmitteln (Getreideprodukte wie Brot, Kuchen, Nudeln, Mehl) verschwinden die Krankheitssymptome. Auch die Dünndarmschleimhaut regeneriert sich innerhalb weniger Tage beziehungsweise Wochen.
Leider ist Getreide auch in vielen Lebensmitteln enthalten, in denen der Laie sie nicht vermutet, zum Beispiel als Bindemittel in Milchprodukten. Listen glutenfreier Lebensmittel erhalten betroffene Eltern bei der Deutschen Zöliakiegesellschaft in Stuttgart.








