Bestimmt hast du schon einmal eine besonders schöne Glasflasche in der Hand gehabt? Um sie wäre es sicher schade gewesen, wenn du sie nur geleert und dann weggeworfen hättest. Viele Glasbehälter und Flaschen bringen wir darum zurück in den Laden, damit sie gesäubert und wieder aufgefüllt werden können. Andere Flaschen sammeln wir in Glascontainern. Die Scherben können später eingeschmolzen und zu neuen Flaschen gegossen werden. Du kannst aber nicht nur Flaschen, sondern auch anderem Unrat ein zweites Leben schenken. Der Prozess, der das möglich macht, heißt Recycling.
Besonderer Müll
Wie du sicher weißt, gibt es verschiedene Sorten Müll. Du sammelst Papier getrennt von Glas oder Verpackungen. In manchen Häusern gibt es auch eine Extratonne für Bioabfall wie Obstschalen oder Essensreste. Alte Zeitungen, beschriebene Zettel und die Cornflakes-Schachtel bringst du zum Container an der Straßenecke oder sammelst es in einer extra Mülltonne. Nach einer Zeit wird das Altpapier abgeholt und anschließend so bearbeitet, dass man es noch einmal benutzen kann. Das neue „alte“ Papier kannst du dann wieder kaufen: als braunes Packpapier, als Zeitung oder als dunkleres Umweltpapier, aus dem mancher Schreibblock gemacht ist. Das Recycling funktioniert bei Papier aber nur sieben Mal, dann ist es unbrauchbar geworden. Anders ist es bei Konservenbüchsen. Das Metall, aus dem sie hergestellt sind, ist sozusagen unsterblich.
Dosen leben länger
Alle Verpackungen, die mit dem „Grünen Punkt“ gekennzeichnet sind, sammeln wir in der gelben Tonne oder dem gelben Müllsack: Dosen, Plastikfolien, Joghurtbecher... In speziellen Sortieranlagen werden sie später automatisch getrennt. Die Sortiermaschinen erkennen sogar, um welche Verpackungen es sich handelt. Die Blechdosen etwa sind aus Metall und damit magnetisch. Ein langer Magnet kann sie aus dem Durcheinander einfach heraussaugen. Danach werden die Dosen, in denen zuvor Erbsen oder Limonaden waren, gründlich gereinigt und zu riesigen Blechklötzen zusammen gepresst. Mit LKWs werden die Klötze zum nächsten Stahlwerk gebracht, wo die Dosen ihr neues Leben bekommen. Die Arbeiter schmelzen das Blech in großen Öfen ein und verarbeiten es zu neuen Metallgegenständen. Zum Beispiel wieder zu einer Dose. Oder zu einer Autotür. Oder zu einem Fahrradteil. Das Weißblech – so heißt das Metall, aus dem Dosen gemacht sind – kann unbegrenzt wieder eingesammelt und neu verarbeitet werden. Man kann also sagen: Eine Dose war eine Dose war eine Dose...