Warum ist der Himmel blau?
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Warum ist der Himmel blau?

Unsere Welt ist so farbig wie ein Regenbogen. Das scheint ganz normal zu sein. Doch warum ist die Natur überhaupt so bunt?

Welche Farbe hat Licht?
Diese Frage kommt einem nur auf den ersten Blick komisch vor. Es hat doch gar keine Farbe, denkt man. Aber wenn man genauer hinschaut, findet man sie doch, die Farben. Das Himmelslicht zum Beispiel ist blau. Und in einem Regenbogen sehen wir sogar alle Farben, die wir kennen. Er entsteht, wenn es regnet, aber gar nicht weit entfernt die Sonne scheint. Das Sonnenlicht besteht nämlich aus allen möglichen Farben. Aber erst wenn die Sonnenstrahlen auf die Regentropfen in der Luft treffen, können wir diese Farben sehen.

Wie entsteht ein Regenbogen?
Und warum ist das Licht sonst nur hell und nicht bunt? Für Physiker besteht es aus einer Mischung von Wellen. Das sind keine Ozeanwellen, aber die Wissenschaftler nennen das halt so. Wenn alle Wellen des Sonnenlichts zusammen auf unser Auge treffen, sehen wir keine Farben. Aber wenn das Sonnenlicht auf die vielen Wassertropfen eines Regenbogens fällt, werden die Wellen des Lichts von ihrer Richtung abgelenkt. Und zwar unterschiedlich stark. Diese einzelnen Lichtwellen sieht unser Auge dann als Farben. Physiker nennen diese Erscheinung Lichtbrechung. Alle Farben des Lichts zusammen sehen wir also nicht. Jede einzelne aber können wir sehen. Schon seltsam, oder?

Warum ist der Himmel blau?
Diese Frage stellen sich Wissenschaftler schon seit Hunderten von Jahren. Erst der Engländer Lord Rayleigh konnte dieses Rätsel lösen: Wenn das Sonnenlicht bei unserer Erde ankommt, stößt es auf kleine Teilchen. Das sind Gasteilchen, die unseren Planeten umgeben. All diese Teilchen bilden eine Art Glocke um die Erde. Diese Gasglocke nennt man Atmosphäre. Wenn die Sonnenstrahlen nun auf die Gasteilchen der Atmosphäre treffen, entsteht das blaue Himmelslicht. Ohne die Gasglocke um unsere Erde wäre der Himmel nicht blau. Das konnten übrigens die Weltraumfahrer auf dem Mond beobachten. Der Mond hat nämlich keine solche Atmosphäre. Und deshalb ist der Himmel dort farblos.




Warum ist der Himmel blau?
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Und warum sind Blätter grün?
In der Natur findet man noch viel mehr Farben. Pflanzen haben zum Beispiel grüne Blätter. Sie sind deshalb grün, weil sie den grünen Teil im Sonnenlicht wie ein Spiegel zurückwerfen. Das restliche Licht brauchen die Pflanzen zum Wachsen. Vor allem die blauen und die roten Strahlen filtern sie aus dem Strahlengemisch der Sonne heraus. Sie nehmen sie auf, weil sie ihnen die Energie zum Wachsen liefern. Unser Auge sieht also grüne Blätter, weil die Pflanzen die anderen Farben im Lichts so zusagen "verschlucken".

Warum sind manche Tiere nicht bunt?
Auch Tiere haben Farben. Manche sind aber auch ganz unauffällig und deshalb nur schwer zu finden. Das ist ein großer Vorteil für sie. Die meisten Tiere müssen sich nämlich verstecken, damit kein Raubtier sie findet. Deshalb sind viele Arten so braun wie das Unterholz im Wald. Oder viele Insekten sind so grün wie die Blätter, auf denen sie leben. Dasselbe gilt aber auch für die Raubtiere: Sie dürfen auch nicht auffällig bunt sein. Denn wenn sie sich an ihre Beute anschleichen, wollen sie natürlich nicht entdeckt werden.

Und andere Tiere so farbig?
Aber warum sind dann manche Tiere richtig bunt und farbenfroh? Ganz einfach: Sie wollen gesehen werden! Ein buntes Vogelmännchen will zum Beispiel den Weibchen seiner Art gefallen. Und es kann sich leisten, gesehen zu werden. Schließlich kann ein Vogel vor Raubtieren davonfliegen. Andere Tiere wiederum zeigen mit ihren grellen Farben, dass sie giftig sind: Das gelb-schwarze Muster der Bienen und Wespen zum Beispiel bedeutet: "Versuch erst gar nicht, mich zu fressen. Ich kann dich nämlich stechen!" Das gelbe Farbenkleid eines Feuersalamanders sagt: "Gefahr! Gift! Lass mich bloß in Frieden!"