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Schluckauf, Rülpser, Pups & Co.

Foto: Rodriguez

Schluckauf,
Rülpser,
Pups & Co.

Ein wenig peinlich ist es schon, wenn uns ein solcher Laut entwischt. Für die meisten Körpertönchen können wir aber gar nichts – sie kommen einfach. Die Frage ist nur, woher?

Die einen nennen es „rülpsen“, andere sagen korrekter: „aufstoßen“. Eigentlich ist das auch das genauere Wort. Denn die Luft, die wir mit dem Essen verschluckt haben, bahnt sich beim Aufstoßen ihren Weg hinauf. Wieder nach oben. Besonders viel Luft kommt in unseren Bauch, wenn wir hastig schlingen. Auch mit Limonade und Mineralwasser verschlucken wir beim Trinken winzige Luftblasen, die so genannte Kohlensäure. Der Zugang zum Magen wird normalerweise von einem Muskel zu gehalten. Während der Magen dein Essen verarbeitet, muss er sich aber von überflüssigen Luftblasen befreien. Der Schließmuskel öffnet sich, die Luft rauscht durch die Speiseröhre und: ööörp! Babys werden für ihr befreiendes „Bäuerchen“ nach dem Stillen sogar gelobt. Doch später ist das nicht mehr so. Es gilt eher als unmanierlich, wenn wir nach dem Essen laut rülpsen. Wer seinen Mund dabei aber geschlossen hält, kann die Luft auch leise auspusten. Kündigt sich nach dem Essen mal kein Rülpser an, hat die Luft den Weg nach unten angetreten...

 

Winde auf Wanderschaft

Wenn sich unvermutet ein miefiger Geruch ausbreitet, dann hat wohl jemand heimlich einen Pups fahren lassen. Die übliche Strategie unter leisen Pupsern: Sie machen ein möglichst unbeteiligtes Gesicht. Es könnte ja jeder im Raum gewesen sein! Außerdem ist es peinlich, als Übeltäter entlarvt zu werden. Leider weiß man fast nie, ob ein Fürzlein nicht doch laut heraus dröhnt... Dabei ist Pupsen ganz normal: Acht bis 10 Windabgänge hat jeder Mensch pro Tag. Oft riechen sie nicht mal, geben also keinen Grund zum Schämen. Manche Pupse sind aber wahre Stinkbomben. Der Darm schickt so störende Gase nach draußen, die sich bei der Verdauung bilden wie Schwefelstoff und Kohlensäure. Die stinken wie faule Eier! Wenn du Kohl, Bohnen, Erbsen, Zwiebeln oder frisches Brot gegessen hast, entstehen besonders viele Pups-Gase. Und weil du vorher nie genau weißt, ob dein Pups stinkt oder nicht, verdrückst du dich zum Pupsen am besten aus dem Zimmer.



Unfreiwilliges Auf und Ab

Schnappauf, Hickser, Schnaggler, Hetscher, Gluckser... Wir haben so viele Namen für einen Schluckauf. Und beinahe ebenso viele Gelegenheiten, wann wir ihn bekommen können. Etwa wenn wir hastig essen oder trinken. Oder von der Kälte in die warme Wohnung kommen. Auch ein Schreck oder Aufregung können die Hickser auslösen. Schuld ist dein Zwerchfell – eine große Muskelplatte, die in deinem Bauch unter der Lunge liegt und dir beim Atmen hilft: Zieht es sich ruckartig zusammen, wird stoßweise Luft in deine Lunge gesaugt. Damit nicht zuviel Luft auf einmal hinein kommt, schneidet die Luftröhre den Luftstrom automatisch ab, sodass dein ganzer Körper zuckt: Hicks! Es soll sogar Fälle geben, in denen jemand bis zu 100 Mal pro Minute hicksen muss. Wie man den Schluckauf am besten loswird, darüber gibt es viele Theorien. Helfen soll ein Kopfstand oder eine Portion Eis zu essen, ein Glas Wasser verkehrt herum zu trinken, die Luft anzuhalten, sich an der eigenen Zunge zu ziehen oder zu überlegen, was man vorgestern zum Frühstück gegessen hat. Probier’s mal aus – was hilft dir bei Schluckauf?



 
 
 
 
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