Wie die Sonne unsere Haut braun macht
Braun wie Schokolade
Wie die Sonne unsere Haut braun macht
Fahrrad fahren, stundenlang im Wasser toben, am Strand Sandburgen bauen... Wenn die Sommer-Sonne scheint, ist draußen spielen einfach herrlich! Am Abend kannst du dann sehen, wie sich T-Shirt, Sandalen oder Badehose auf deiner Haut hell abzeichnen. Den Rest hat die Sonne gebräunt. Aber wie macht sie das? Und warum eigentlich?

Illustration: Sonja Friedrich
Viele Menschen finden es schön, wenn sich im Sommer Gesicht, Arme und Beine, die aus der Kleidung heraus schauen, ein wenig bräunen. Dass unsere Haut in der Sonne braun wird, soll aber nicht der Schönheit dienen. Es ist ein Schutzmechanismus, den die Natur beim Menschen eingerichtet hat. Wie ein Regenschirm, der unsere Kleidung vor dem Nasswerden bewahrt, schützt uns die Bräune davor, dass Sonnenstrahlen unserer Haut Schaden zufügen können.
Winzige Sonnenschirmchen
Wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen, bildet sie einen braunen Hautfarbstoff, der Melanin heißt. Melanin funktioniert wie tausende kleine, braune Sonnenschirmchen, die in der Haut aufgespannt werden. Sie sorgen dafür, dass die Strahlen nicht so tief in die Haut eindringen können. Denn bekommt sie zuviel davon ab, könnte sie an einigen Stellen krank werden. Und wenn deine Haut einmal zu lange in der Sonne war und gar nicht ausreichend braune Melanin-Sonnenschirmchen bilden konnte, bekommst du einen bösen Sonnenbrand. Dort wo keine Sonnestrahlen auf die Haut treffen, braucht sie natürlich keinen Melanin-Schutz und bleibt hell. Zum Beispiel unter deinem T-Shirt oder deiner Badehose. Auch Sonnencreme bedeckt und schützt die Haut eine gewisse Zeit – allerdings unsichtbar!
Braun wie Schokolade
Weil bei uns in Europa die Sonne aber nicht so kräftig scheint, wie in den südlichen Ländern der Erde, benötigt unsere Haut nur wenig Melanin. Sie muss sich nur im Sommer und im Urlaub schützen. Und ohne Sonne bleiben wir hellhäutig. In anderen Regionen der Erde, zum Beispiel in Afrika, leben dagegen Menschen, die vollkommen braun sind! Und auch in Südamerika haben die Leute eine dunklere Hautfarbe als wir. In ihrer Haut steckt viel mehr von dem braunen Hautfarbstoff Melanin. Denn je mehr Melanin-Sonnenschirmchen sie in der Haut haben, umso besser sind sie vor Sonnenstrahlen geschützt. Schließlich scheint die Sonne in diesen Ländern viel häufiger und kräftiger als in Europa und könnte ihrer Haut sonst schaden.
Menschen ohne Schirmchen
Manche Menschen wiederum haben von Natur aus fast nichts von dem Hautfarbstoff Melanin in der Haut und werden in der Sonne kaum braun: Rothaarige Menschen etwa. Sie haben keinen natürlichen Hautschutz für die Sonne. Und ganz Wenige auf der Welt können sogar gar kein Melanin bilden. Auch keinen anderen Farbstoff, zum Beispiel für die Haarfarbe oder Augenfarbe. Sie sind von oben bis unten weiß. Man nennt sie „Albinos“: Das heißt soviel wie „weiß“. „Albinos“ gibt es übrigens auch unter den Tieren. Bis vor Kurzem lebte im Zoo von Barcelona ein schneeweißer Schimpanse „Schneeflöckchen“. Und in New Orleans in Amerika ist der weiße Alligator „Louie“ berühmt.








