Der Berg erwacht aus einem langen Schlaf.
Zunächst raucht er vielleicht nur aus seinem großen Schlund, den man Krater nennt. Plötzlich spuckt er Feuer. Tonnen von Asche und Gestein schleudert er aus seinem Inneren. Magma, flüssiges Gestein, fließt rot glühend die Hänge herab. Ungefähr so erleben wir einen Vulkanausbruch, bei uns zum Glück nur im Fernsehen. Aber Menschen, die in der Nähe eines aktiven Vulkans leben, sind dann in Gefahr.
Ein Berg, der wächst
Ein Vulkan entsteht, wenn Gestein im Inneren der Erde flüssig wird und einen Weg an die Oberfläche findet. Wenn es aus der Erde dringt, wird es schnell wieder kalt und fest. Mit jedem neuen Vulkanausbruch wächst der Vulkan, weil sich das Gestein immer weiter auftürmt. Das kann sehr schnell gehen: 1943 tat sich in Mexiko ein Riss im Boden auf und spuckte Gestein und Asche. Ein neuer Vulkan war entstanden. Schon eine Woche später war er 150 Meter hoch. Einige der mächtigsten Berge der Erde sind so gewachsen. Zum Beispiel der Kilimandscharo, der höchste Berg in Afrika. Oder der Aconcagua, der Rekordhalter in Südamerika. Auch in Europa gibt`s hohe Vulkane: den Ätna und den Vesuv in Italien.
Wann wird ein Vulkan gefährlich?
Oft sind Vulkane viele Tausend Jahre ruhig. Menschen legen ihre Felder in ihrer Nähe an, mit der Zeit wachsen große Städte. Wenn dann der Vulkan wieder aktiv wird, wird`s gefährlich. Aber Vulkanausbruch ist nicht gleich Vulkanausbruch. Oft fließt die Magma einfach aus dem Berg heraus. Das ist nur ein Problem für die Leute, die direkt am Berg wohnen. Und es bleibt viel Zeit, die Menschen in Sicherheit zu bringen. Viel gefährlicher wird es, wenn der ganze Berg wie ein Wasserkessel unter Druck steht. Dann kann es passieren, dass der Vulkan geradezu explodiert. Asche und Gestein werden Kilometer hoch aus dem Krater geschleudert und regnen auf die Landschaft herab. Liegt eine große Stadt in der Nähe, kann so ein Vulkanausbruch zahlreichen Menschen schaden.