Kinder brauchen die Bewegung an der frischen Luft zudem, um
ihre Abwehrkräfte zu stärken. Die trockene, staubige Heizungsluft in
den Wohnungen schädigt die Schleimhäute in Nasen- und Rachenraum. In
der frischen Winterluft können die Schleimhäute wieder Feuchtigkeit
aufnehmen, sich regenerieren und dadurch Infekte besser abwehren. Denn
das Immunsystem braucht kontinuierliche Reize, um den Stoffwechsel zu
mobilisieren und die körpereigene Abwehr zu verbessern. Kinder mit
einer geschwächten Immunabwehr rutschen leicht von einer Erkältung in
die nächste.
Also: Raus an die frische Luft! Wenn Eltern mit gutem Beispiel
voran gehen, lassen sich auch die Kinder nicht gleich von jedem
Regenschauer abschrecken. Kindern macht schlechtes Wetter an sich nicht
viel aus. Bewegung auch und gerade bei Regen- oder Schneewetter stärkt
das Immunsystem und härtet ab. Es ist nämlich keine Frage des Wetters,
sondern immer eine Frage der passenden Kleidung. Mit Gummistiefeln und
Regenjacke gerüstet können Kinder prima im Matsch buddeln, im Sand
spielen, Stauseen graben und durch Pfützen springen.
Gemeinsame Ausflüge ins Eislaufstadium, in den Zoo, in ein
„Museum zum Anfassen“ oder ein ausgiebiger Waldspaziergang tun der
gesamten Familie gut. „Entdecker-Spiele“, mit größeren Kindern zum
Beispiel „Ich sehe was, was du nicht siehst...“, bei einer Wanderung
regt Denkvermögen und Kreativität an. Eine kleine Lehrstunde können
Kinder im winterlichen Wald erleben, der ganz anders aussieht und
klingt als im Sommer.
Aber auch der Spielplatz um die Ecke lädt Kinder im Winter mit Schaukel
und Rutsche zum Toben ein – selbstverständlich in warmer Thermohose und
mit dicken Handschuhen. Zum Trainieren der Schwerkraft, zur Steigerung
der Geschicklichkeit, des Koordinationsvermögens und des
Gleichgewichtssinns taugen die Spielgeräte schließlich auch bei
schlechtem Wetter.
Und wenn das Wetter mal ganz mies sein sollte, gibt es
Möglichkeiten, die auch drinnen für gute Laune und vor allem Bewegung
sorgen. Michaela Berg vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. hat hierfür ein
paar Spielideen zusammengestellt:
Brett- und Kartenspiele im Kreise der Familie: Viele Erwachsene
entdecken erst als Eltern oder Großeltern wieder, wie viel Spaß es
macht, miteinander zu spielen. Eine große Spielessammlung mit allen
Klassikern ist ideal für Familien und fördert zudem die Gemeinschaft.
Pantominische Ratespiele halten auch hier Keinen auf seinem Platz und
sorgen für Bewegung und Spaß.
Bühne frei für das Puppentheater! Als Bühne dient ein Tisch oder
Stuhl mit einem großen Tuch. Puppen, Kuscheltiere oder andere Figuren
sind die Darsteller des Puppenspielers. Als Vorlage für die gespielten
Geschichten können Bücher, aber auch eigene Erlebnisse oder vielleicht
Wunschträume dienen. Das fördert die Phantasie der Kinder. Für ein
wenig mehr Dramatik kann man beispielsweise den Raum verdunkeln und nur
die Spielfläche mit einer Lampe ausleuchten oder Musik laufen lassen.
Verkleiden macht Spaß! Sicherlich steht irgendwo noch ein alter
Karton mit abgelegten Kleidungsstücken oder vielleicht sogar
Karnevalskostümen herum. Auch in der dunklen Jahreszeit macht
Verkleiden Spaß. Auf dem Programm können dann „Prinz und Prinzessin“,
„Mittelalter“, „Zirkus“ oder „Erwachsenenparty“ stehen.
Gemütliche Räuberhöhle: Statt Baumhaus, Zelt im Garten oder
„Heckenhaus“ lässt sich leicht mit Tisch und Stühlen, Decken, Kissen
oder einer Matratze eine „Räuberhöhle“ zaubern. Mit Taschenlampe,
Büchern und „kleinem Proviant“ kommt dann auch in der Wohnung
Abenteuergefühl auf. Eine Hüpflandschaft aus Matratzen und Kissen, ein
Trampelpfad aus Pappscheiben, ein Kriechtunnel aus Tüchern, ein
Dschungel aus Stühlen und Bändern sorgen für die Bewegung „vor der
Hütte“.
Quelle: pgk