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Die besten Autositze

Großer Babyschalen-Test

Die neue Generation von Babyschalen und Kombisitzen begeistert Babys und Eltern mit praktischen Details. Hier sechs Beispiele für die kleinsten Mitfahrer im Auto.

Babyschalen - sicher auf dem Rücksitz

Babyschale und Kindersitz sollen so sicher wie möglich sein, einfach zu bedienen und gern nicht allzu hässlich – das sind erfahrungsgemäß die drei Hauptanforderungen, die junge Eltern stellen. Die führenden Hersteller von Rückhaltesystemen für Kinder machen es Eltern und Großeltern hierbei zunehmend einfach: Wer die fünf goldenen Regeln (siehe unten) beachtet, der kann einen Fehlkauf nahezu ausschließen.

Die Jüngsten fahren von Geburt bis zu einem Gewicht von gut 13 kg (Gruppe 0+) oder einer Körpergröße von 85 cm (nach der neuen i-Size-Verordnung) in einer Babyschale mit. Wesentlich ist, dass der Kopf des Kindes unbedingt geschützt wird. Sobald der Kopf signifikant über den oberen Schalenrand hinausragt, ist es Zeit für ein größeres Modell.

Die neue Generation von Babyschalen und Kombisitzen begeistert mit durchdachter Funktionalität und in lebensbejahenden Farben. „Apple“, „Sunshine“, „Jaffa“ – quietschbunte Babyschalen in knalligem Grün, Gelb oder Orange machen die Rückbank zum Blickfang. Dazu noch das Trendmuster Zebra, fertig ist das optische Kinderparadies im Fond.

 

Die fünf goldenen Regeln beim Kauf
  1. Finger weg von Babyschalen/ Kindersitzen ohne ECE-Siegel!
  2. Keine Blindkäufe – das Baby sollte immer „Probe liegen“.
  3. Kindersitz im Auto testen – passt er rein? Gurtlänge ausreichend? Isofix vorhanden?
  4. Gebrauchsanweisung lesen – so lässt sich eine Fehlbedienung sicher ausschließen.
  5. Einstellungen checken – wächst das Kind, müssen Gurtverlauf und Kopfpolster angepasst werden (und oft muss ein neuer, größerer Sitz her), erst recht, wenn hinten drei Kindersitze mitreisen sollen.

Bequeme Liegeposition

Neuer Maßstab bei Babyschalen ist die integrierte Liegeposition. Vorreiter ist der Kiddy „Evo-Lunafix“ mit der neuen „Lie-Flat Technology“. Durch das Umlegen des Tragebügels bewegt sich im Inneren der Liegeschale ein Lattenrost nach oben. Dadurch wird das Kleinkind sachte aus der Sitz- in eine flache Liegeposition gebracht. Ein entscheidender Vorteil, befindet auch die Aktion Gesunder Rücken (www.agr-ev.de).

 

EU-Sicherheitsverordnung

ECE R 44/04 und ECE R 44/03 – diese beiden Prüfnormen entscheiden über Sein oder Nichtsein bei Kindersitzen und Babyschalen, sofern sie nicht bereits nach ECE R 129/00 (i-Size) zertifiziert sind. Rückhaltesysteme mit Prüfnummer 44/01 oder 44/02 sind nicht mehr zulässig und dürfen daher weder verwendet noch verkauft werden – und das bereits seit April 2008! Also Finger weg von Onkel Hermanns altem Drei-Generationen-Lottersitz („Der tut es doch noch“) – und schleunigst auf den Müll mit den alten Teilen!

Drehbare Autositze

Bei den neuen Kombinationssitzen (0 bis 4 Jahre) zieht ein Feature ein, das bislang nur von klassischen Gruppe-1-Sitzen bekannt war (z. B. Maxi-Cosi „AxissFix“, ca. 230 Euro): die 360-Grad-Funktion. Reboard-Sitze wie der Cybex „Sirona“ (ca. 430 Euro) oder Britax Römer „Dualfix“ (ca. 419 Euro) lassen sich auf der Isofix-Basis um die eigene Achse drehen.

Zum An- und Abschnallen wird der Sitz einfach in Richtung Tür gedreht. Je nach Größe beziehungsweise Gewicht des Kindes können die Kombisitze in oder entgegen der Fahrtrichtung montiert werden. Das Rückhaltesystem wächst also mit. Den Rücken der Eltern wird es freuen.

 

ADAC: 14 kinderfreundliche Modelle

Die Ingenieure vom Automobilclub haben die Automodelle recherchiert, wo auf dem Rücksitz drei Kinder sicher nebeneinander mitfahren:

Citroën: C4 Picasso, Berlingo Multispace
Ford: Tourneo Connect und Custom
Kia: Carens
Mercedes: Citan Kombi
Peugeot: Partner Tepee, 5008
Renault: Grand Scénic
Seat: Alhambra
Toyota: Prius Plus
VW: Caddy, Sharan, T5

Am besten rückwärts fahren

Wichtig bleibt aber: Größtmögliche Sicherheit beim Transport der Minis ist gewährleistet, wenn die Kinder rückwärts gerichtet mitfahren. Denn bei sogenannten Reboard-Kindersitzen wird die Energie bei einem Frontalunfall durch die Sitzkonstruktion deutlich reduziert, die empfindliche Nackenregion besser geschützt als bei vorwärts gerichteten Rückhaltesystemen. Hier ist der Rückschritt also mal ein echter Fortschritt.

Test und Text: Ralf Bielefeldt

 

Hier einige aktuelle Beispiele für Babyschalen bzw. Kindersitze

 

Das Raumwunder: Die „Doona“-Babyschale kann als Auto-Kindersitz, Buggy und Trageteil benutzt werden – mit einem Klick ist sie zusammen- oder aufgeklappt. Sie nimmt dann kaum Platz im Kofferraum ein.

Infos: www.simpleparenting.de

Für die erste Fahrt: Die Verkleinerer-Funktion im Chicco „Auto-Fix Fast“ ist typisch für die neue Generation der superschnell umbaubaren Babyschalen.

Infos: www.chicco.de

Mit einem Aufroller: Der Sicherheitsgurt vom Casual „Q-Retraktor Fix“ funktioniert wie der für Erwachsene. Er wird automatisch bei einer plötzlichen Bewegung gespannt.

Infos: www.casualplay.de

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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