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Das können Superabsorber

Härtetest im Windellabor

Einen Blick IN die Windel werfen wir Eltern täglich. Doch wer schaut sich schon das INNERE einer Windel an? Genau dazu lud Pampers ein: Im Forschungszentrum in Schwalbach durften Silke (wireltern.de) und andere Mamis und Väter Windeln aufschneiden, Saugkerne mit Flüssigkeit malträtieren und vieles kritisch hinterfragen.

Vincent will nicht mehr. Seine Mami redet ihm gut zu. Die Pampers-Mitarbeiterin hält geduldig sein Händchen. Doch die 90 Sekunden, die das Hautanalyse-Messgerät benötigt, sind einfach zu lang für Vincent.

Er strampelt und quengelt – und wird schließlich „erlöst“. Niemand wird hier gezwungen, erklärt man uns, denn Stress oder Angst verfälschen das Messergebnis. In dem mit „Sesamstraße“-Bildern behangenen Raum, in dem wir gerade stehen, wird die Hautfeuchtigkeit von kleinen Windelträgern gemessen. Einmal am Oberschenkel und ein zweites Mal dort, wo bis zu diesem Moment eine Windel viele Stunden lang die Haut bedeckt hat.

Aufregung und Angstschweiß machen den Test unbrauchbar, daher bemüht sich das Team stets um eine entspannte und harmonische Atmosphäre.

Die kleine Louisa hat mittlerweile Vincents Platz eingenommen. Sie bemerkt die kühle Mess-Sonde auf ihrer Haut gar nicht, während ihre Mutter ein Buch vorliest. Die Pampers-Mitarbeiterin ist zufrieden: Der Feuchtigkeitswert im Windelbereich ist sogar besser als der am Oberschenkel.

 

Gratis-Windeln für kleine Tester
Vincent und Louisa sind zwei von über 1.200 Windeltestern im Pampers- Forschungszentrum in Schwalbach. Ihre Familien wohnen in der Umgebung und holen sich wöchentlich ihre Testwindeln ab. Welche das sind – bewährte Pampers-Modelle, Neuerscheinungen oder Konkurrenzprodukte – wissen sie nicht. Die Windeln sind für alle Testkinder gratis. Im Gegenzug führen ihre Mütter ein „Wickel-Tagebuch“ und erscheinen mit ihrem Nachwuchs wöchentlich zum Hautanalyse-Test, am besten direkt morgens noch in der „Nachtwindel“.

Ich überschlage kurz, was ich monatlich für Windeln ausgebe. Und finde, dass das ein verhältnismäßig geringer Aufwand für die eingesparten Kosten ist. Vermutlich hängen deshalb überall im Flur liebevolle Dankesschreiben, selbst gemalte Bilder und Geburtsankündigungen von Geschwisterkindern – die nächste Generation Windeltester!

Bekannt aus der Werbung: die blaue Testflüssigkeit
Doch bevor eine neue Windel an einem echten Baby-Popo getestet werden darf, muss sie durchs Labor. Und auch wir machen hier Station. Vor uns stehen Testgefäße mit kleinen weißen Kügelchen. Wer schon einmal in eine nasse Windel gefasst hat, weiß: Die kommen aus dem Windel-Saugkern. Sie heißen „Superabsorber“ und nehmen ein Vielfaches ihres eigenen Gewichtes an Flüssigkeit auf. So weit nicht überraschend, den klassischen Test mit der blauen Flüssigkeit kennt schließlich jeder aus der Werbung. Doch im nächsten Moment staune ich nicht schlecht: Es dauert nur wenige Sekunden, und die kleinen Kugeln trocknen vor unseren Augen sichtbar aus. Die blaue Flüssigkeit zieht sich regelrecht ins Nichts zurück, und die verbleibende knochentrockene Masse hält selbst kopfüber in ihrem Testgefäß. Der Saugkern ist in den neuen Windel-Modellen zudem so verbessert worden, dass die nassen Kügelchen nicht an einem einzigen Fleck verklumpen, sondern die Flüssigkeit über die gesamte Windelfläche verteilen. So können auch spätere „Beladungen“, wie man bei Pampers sagt, noch sicher aufgenommen werden.

 

Ihre Fragen an die Pampers-Experten

In unserer letzten Ausgabe und im wireltern.de-Forum haben wir Fragen rund ums Thema Windeln gesammelt. Hier die Antworten der Pampers-Experten auf die am häufigsten gestellten Fragen:

Wie viel Feuchtigkeit müssen Windeln aufnehmen können? Eine Windel (Größe 4) muss nachts 150 bis 200 ml Flüssigkeit „verkraften”. Tagsüber rund 120 ml.

Aus welchem Material besteht die Innenseite?
Über dem Saugkern mit dem Superabsorber liegt ein weiches Innenvlies.

Was muss eine Windel können – außer trocken zu halten?
Bei Pampers zählen die Kriterien Auslaufschutz, Hautgesundheit, Passform und Beinfreiheit.

Wie vermeidet man Hautirritationen und Windeldermatitis?

Durch regelmäßiges Wickeln, mit viel frischer Luft und behutsamer Hautreinigung. Das Trockentupfen nach der Reinigung nicht vergessen!

Stimmt es, dass Windeln aus undurchlässigem Plastik sind?

Nein. Alle Pampers-Windeln sind atmungsaktiv.

 

Laborbedingungen vs. Realität

Die Tests im Labor überzeugen von dem Zwölf-Stunden-Trockenheit-Versprechen der Pampers-Marken – zumindest in der Theorie. Doch bei mir sah die Praxis bislang anders aus: Meinem fast einjährigen Sohn wechselte ich auch mit Pampers mindestens einmal, eher zweimal pro Nacht die Windel, und oft wachte er trotzdem morgens nass auf. Mit einer Handvoll Tipps der Experten und der verbesserten „Active Fit“ zum Testen im Gepäck habe ich nach meinem Besuch in Schwalbach einen neuen Versuch gestartet. Und tatsächlich: Tom schläft zwar nach wie vor nicht durch, wacht aber ganz ohne nächtlichen Windelwechsel morgens deutlich trockener und glücklicher auf. Und das ist das Wichtigste.

Der Blick hinter die Kulissen des Forschungszentrums hat mich in Sachen Windeln und Wickeln ein ganzes Stück schlauer und Toms Nächte trockener gemacht.

 

Silke aus Hamburg

schreibt für unser Portal wireltern.de und den Facebook-Auftritt. Hauptberuflich kümmert sich die Redakteurin und PR-Beraterin derzeit um Sohn Tom (elf Monate).

Tipps für eine trockene Nacht

Sie kämpfen mit „nassen Nächten“? Diese Tipps der Pampers-Experten können helfen:

  • Einfach mal von der Windel die Plus-Größe ausprobieren, die mehr Saugkraft hat
  • Eine Windel mit dehnbareren Bündchen verwenden, so passt sich die Windel jeder Schlafbewegung optimal an
  • Die Windel ruhig fester verschließen, verhindert das Auslaufen am oberen Rand
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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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