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Exklusiv

Eine Windel erzählt

Gestatten, mein Name ist Windel. Ich bin aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Hier gebe ich ganz persönliche Einblicke in meinen Alltag.

Wie eine Windel entsteht

Kommen wir gleich ohne Umschweife zum Punkt: Mein Leben als Windel ist kurz und dem Anlass entsprechend funktional ausgerichtet. Aber ich betone, dass ich länger als jede Eintagsfliege existiere. Bevor ich mit meinen Brüdern und Schwestern den Platz in der Wickelkommode finde, habe ich schon einen ziemlichen langen Weg hinter mir. Ich werde in einer großen Fabrik in Asien geformt. Flauschig weich soll ich sein, damit ich am Popo nicht kratze und trotzdem gaaanz viel Feuchtigkeit aufsaugen kann.

Wenn wir Windeln also ordentlich aufgereiht auf dem Regal liegen, haben wir – na ja, eigentlich besser unsere Vorfahren  – ein ziemlich hartes Vorbereitungsprogramm hinter uns. Früher waren die Windeln aus Zellstoff, dann haben die superschlauen Forscher den „Superabsorber” erfunden. Damit können wir uns zum Wohle der Kinder mal so richtig volllaufen lassen –  du glaubst gar nicht, wie hartbrett eine Windel wird, wenn sich da gefühlt ein halber Swimmingpool in den Kügelchen des Superadsorbers eingespeichert hat. Da wird Flüssiges in ein Gel umgewandelt, das sich wie Gelantine anfühlt. 

 

Wirksame Windeln

Im Labor unserer deutschen Geburtsklinik in Schwalbach forschen seit langem über 100 Forscher an unseren Trinkfestigkeit und wirklich rausbekommen, das so ein Gelteil das 20-fache seines Gewichts aufsaugen kann. Und nun kommt keine Feuchtigkeit mehr an den Popo vom Baby, der bleibt trotz Pipi trocken und wird so nicht wund. Die haben vielleicht ein Anforderungsprofil an uns Windeln, sage ich dir. Das Windelklima soll gesund sein, die Verschlüsse dürfen nicht reiben... 

Und nun sorgt ein atmungsaktiver Außenfließ für gutes Innenklima und  die Verschlüsse sind so elastisch, dass sie nicht die Haut reizen. Meine Kollegen und mich befriedigt es, wenn wir unseren Job gut machen können. Ich bin dann im Kinderzimmer schon ganz aufgeregt, wenn Mama oder Papa zu mir greifen. Schwupp, schwupp werde ich angelegt und mein Klebestreifen schließt sich mit einem kleinen Schnalzer – wenn das Kleine dann juchtzt, läuft es gut für mich. Was für ein Wohlgefühl, wenn dann der Moment aller Windel-Momente kommt. Für viele mag das einen Äh-Bäh-Effekt haben, nur für uns Windeln ist es die Erfüllung. 

 

Das Baby zeigt, wann die Windel voll ist

Voll feucht, zeimlich warm und umnebelt von Gasen gilt es nun, durchzuhalten. Ganz anders als unsere Vorgängergenerationen bannen wir die kleinen und großen Geschäfte stundenlang. Wenn es sein muss. Allerdings zeigen die Windelträger schon ziemlich klar, wann ihnen das zu viel wird. Juckreiz oder unangenehme Nässe sorgen schnell für Quengelalarm und wir kommen wir runter vom Baby. Ein, zwei Wischbewegungen – dann darf das Kleine unten ohne strampeln und das mag es! 

Der Po wird nun mit einer Wundschutzcreme dünn eingecremt. Von vielen meiner Kollegen weiß ich, dass Ringelblumensalbe echt gut wirkt. Unser Schicksal ergibt sich im Folgenden allerdings recht schnell: Wir landen im Mülleimer.

Das ist aber kein Grund zur Traurigkeit. Denn wir alle aus der Familie der Windeln, wissen, wie wichtig wir für eine gute Stimmung sind. Die sekundenschnelle Abwicklung auf dem Wickeltisch ist heute einfach Standard. Früher lief das in den Familien mit Vertretern der Stofffraktion echt anstrengend ab. Ewiges Waschen und Trocknen war angesagt, und wenn die Mama die gräuliche Mullumlage etwas luftig angelegt hatte, dann war die Sache wirklich gelaufen.

Weiß gar nicht, ob es auch noch Fans der Frottee-Tücher mit dazugehöriger Überhose gibt, auch von Hanf-Baumwolle als gefaltete Variante hört man gelegentlich. Wir vom Stamme Windel wollen das nicht verdammen – aber ehrlich gesagt, sehen wir, wie zufrieden Eltern und Baby sind, und sind dann eben auch zufrieden.

 

Ohne Windeln - das geht gar nicht

Ja, es soll sogar Eltern geben, die ganz ohne Windel ihre Kinder groß ziehen wollen. Das hört sich nach echtem Stress an. Denn da müssen die Eltern ja permament auf die kleinste Reaktion des Babys achten. Sicher ist frische Luft für den Popo ganz wichtig. Im Labor haben wir dazu oft was gehört: Dass die Hautbarriere, der natürliche Eigenschutz der Haut, bei den Säuglingen noch so durchlässig ist. Da können Schadstoffe leicht eindringen. Und im Tropenklima der Windel weicht die Haut eben auf und reagiert empfindlich auf äußere Reize.

Diese Forscher wollen ja irgendwann eine Windel dünn wie eine Unterhose produzieren. Das schaffen die bestimmt. Was aber immer bleiben wird ist dieses, für uns Windeln so befriedigende Gefühl, Wisch-Weg – und das Kleine lacht.

 

Was erwarten Eltern von einer guten Windel?

Die Wegwerf-Windeln sind in den meisten Familien ein alltäglich benutztes Produkt. Viele machen sich Gedanken um die vermeintliche Umweltbelastung von den Einwegteilen. Mit viel Forschungsaufwand entwickeln z. B. Firmen wie Pampers inzwischen Hightech-Produkte wie die Windel „active fit drymax", die 13 Prozent weniger Energieverbrauch aufweisen als herkömmliche Wegwerf-Windeln. 

Wir haben die Biochemikerin Dr. Katharina Marquard, Leiterin der wissenschaftlichen Kommunikation bei Pampers, gefragt, wie der „ökologische Fußabdruck” einer Wegwerf-Windel ausfällt: „Viele Untersuchungen – z. B. vom Freiburger Ifo-Institut – belegen, dass es zwischen Stoff- und Einwegwindeln keinen Unterschied in Sachen Oköbilanz gibt.” Natürlich würden Windeln immer die Umwelt belasten. Eine Stoffwindel in der Waschmaschine müsse mit hohem Energieaufwand gewaschen werden, die Wegwerfwindel würde entsprechend energiereich produziert. „Entscheidend ist das Gewicht: Je leichter die Windel ist, desto weniger Umweltbelastung", so die Expertin. Die Hightech-Windel „active fit” bestehe aus effizientem und dennoch leichtem Material, deshalb eben der geringere Energieverbrauch. 

 

Härtetest im Windellabor

Einen Blick IN die Windel werfen Eltern täglich. Doch wer schaut sich schon das INNERE einer Windel an? Genau dazu lud Pampers Silke (Bloggerin von wireltern.de) und andere Mütter und Väter ins Forschungszentrum ein.

 

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