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Kleiner Lauschangriff

Was ein Babyphone können muss

In vielen Familien hält es verlässlich Nachtwache. Doch wie funktioniert ein Babyphone eigentlich? Und welche Eigenschaften dürfen dem kleinen Gerät auf gar keinen Fall fehlen? Tipps für eine gute und sichere Verbindung.

Das Baby liegt selig schlummernd im Bettchen, während Mama und Papa gemütlich auf dem Sofa sitzen. Ein Ohr verfolgt den spannenden Sonntagskrimi, das andere horcht in Richtung Babyphone: Viele Eltern vertrauen dem kleinen Technikwunder und sind beruhigt, ihren Nachwuchs stets in Hörweite zu wissen. Doch zunächst haben sie die Qual der Wahl: Denn der Markt für die nächtlichen Aufpasser brummt.

Welches Modell soll‘s sein?

Die meisten Überwachungsgeräte senden drahtlos: Der Klassiker unter diesen mobilen Modellen ist das analoge Babyphone, das ähnlich wie ein Radio Geräusche per Funkwellen überträgt und nur aktiv ist, wenn es tatsächlich akustische Reize wahrnimmt. Wichtig zu wissen: Da in Deutschland für den Privatgebrauch nur bestimmte Frequenzen freigegeben sind, kommt es mitunter zu einem „Gerangel“. Sendet das Babyphone des Nachbarn beispielsweise auf derselben Einstellung, hört man mitunter das „falsche“ Baby weinen. Es bietet sich deshalb an, ein Gerät mit möglichst vielen Kanälen auszusuchen.

Die neuere Variante überträgt die Funkwellen digital. Sie arbeitet mit der so genannten DECT-Technologie, vergleichbar mit einem schnurlosen Telefon: Die Laute werden verschlüsselt – also abhörsicher – übertragen. Diese Modelle punkten mit ihrer sehr guten Sprachqualität und sind weniger störanfällig. Digitale Babyphone funken im Gegensatz zu analogen Geräten permanent. Die Reichweite bei drahtloser Technik ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Am besten überprüfen Eltern sie vor dem „Ernstfall“: Betondecken oder mehrere Zimmerwände beeinflussen möglicherweise die Übertragungsweite. Eher selten zu finden sind kabelgebundene Überwachungsgeräte, die mit dem Strom- oder Telefonnetz arbeiten.

Die Last mit den Strahlen

Viele Familien sorgen sich um das Wohlergehen ihres Kindes, wenn sie am Abend das Babyphone neben seinem Bettchen positionieren: Schließlich mahnen Verbrauchertests immer wieder vor der Strahlung, die von allen funkenden Überwachungsgeräten ausgeht – sie steht im Verdacht, gesundheitsschädigend zu sein. Experten raten deshalb, drahtlose Babyphone lieber ein bis zwei Meter weit entfernt vom Kind aufzustellen: Denn die Intensität des Elektrosmogs nimmt mit der Distanz deutlich ab.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt außerdem, auf eine Reichweitenkontrolle, die ständig Impulse sendet und so die Verbindung zwischen den Geräten überprüft, zu verzichten – oder sie gegebenenfalls abzustellen. Da auch Netzteile strahlen, ist ein akku- oder batteriebetriebenes Modell die gesündere Wahl. Hilfestellung beim Kauf bieten Gütesiegel: So sollte das Babyphone mit dem Zeichen GS für geprüfte Sicherheit versehen sein. Einige Geräte sind mittlerweile auch mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet. Das Umweltsiegel bewertet neben der Strahlungsintensität den Energieverbrauch und die Recyclingfähigkeit des Materials.

Schlaflied und Co.

Ein Schlaflied zum Einschlummern oder Temperaturkontrolle: Babyphone sind längst nicht mehr nur zum „Abhören“ da. Ob solche Extras nötig sind, müssen Eltern individuell entscheiden. Sie sollten aber generell darauf achten, dass sie die Ansprechschwelle des Babyphones regeln können. Wohnt die Familie an einer stark befahrenen Straße, ist es gut, wenn sich die Empfindlichkeit einstellen lässt, damit nicht jedes Auto einen Alarm auslöst.

Aber auch in umgekehrter Richtung ist dieses Extra sinnvoll: So verpassen die Erwachsenen nicht den kleinsten Seufzer, wenn der Nachwuchs mal krank ist. Ebenfalls empfehlenswert: Optische Signale, die die Akkuleistung anzeigen und aufleuchten, sobald sich das Baby meldet.
Haben Eltern sich für ein Modell entschieden, das ihren Wünschen entspricht, kann das Babyphone seinen Dienst antreten: So reisen kleine Schlafmützen gut bewacht in das Land der Träume.

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