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Beikost einführen

Babys erster Brei

Milch ist nicht genug! Irgendwann braucht es Brei, um den Hunger des Säuglings zu stillen. Tipps von der Expertin, wie das Beikost-Einführen am besten gelingt.

"Ein Löffelchen für Mamaaa, ein Löffelchen für Papaaa ..." – kaum hat der Karottenbrei den Weg in Nicos Mund gefunden, landet er auch schon auf dem Lätzchen. Oder im Gesicht. Oder auf dem Fußboden. Wenn dein Baby das erste Mal Beikost bekommt, hinterlässt das Spuren – das ist ganz normal. Schließlich muss sich der Nachwuchs erst mal an den Löffel gewöhnen. Und das braucht seine Zeit.

Beikost einführen: Auf den richtigen Zeitpunkt warten

"Die Umstellung von Muttermilch auf Brei sollte man gelassen angehen", rät Ernährungswissenschaftlerin und Stillberaterin Ingeborg Hanreich. "Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo. Manche Babys wollen eine Zeit lang nur weniges probieren. Andere sind – wie auch beim Laufen- oder Sprechenlernen – einfach später dran." Gemäß der allgemeinen Empfehlung sollte man mit Beikost jedoch nicht vor dem vollendeten vierten Monat und spätestens nach Beginn des siebten Monats beginnen. Viele Mütter starten mit dem ersten Babybrei im fünften Monat.

Ob der Nachwuchs tatsächlich bereit ist für seinen ersten Brei, erkennen Eltern auch an den sogenannten "Beikostreifezeichen". "Kann das Kind Dinge greifen und zum Mund führen, gut sitzen oder macht es Kaubewegungen, während es Mama und Papa beim Essen beobachtet, können Eltern den ersten Brei servieren, am besten mittags", weiß Ingeborg Hanreich.

Ein Brei nach dem anderen

Dieser sollte am Anfang ausschließlich aus Gemüse bestehen, damit sich dein Baby an die neue Gaumenfreude gewöhnen kann. Karotten erfreuen sich bei den Kleinen großer Beliebtheit; Zucchini und Pastinake sind ebenfalls gut geeignet. Vorsicht geboten ist hingegen bei nitratreichem Gemüse wie Fenchel und Spinat. Auch ganz wichtig: Den Brei nicht salzen! "Alle vier Tage nimmt man nun ein neues Lebensmittel dazu – als zweites Kartoffeln, als drittes Huhn, Pute oder Rindfleisch und gibt etwas Öl hinzu, bis die erste vollständige Beikostmahlzeit – der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei – komplett ist", erklärt Ingeborg Hanreich.

Wenn das Kind diesen gut verträgt, steht etwa einen Monat später der Getreide-Obst-Brei am Vor- oder Nachmittag und anstelle der abendlichen Milchmahlzeit ein Milch-Getreide-Brei auf dem Speiseplan. Dieser besteht aus Obstmus, das mit Muttermilch beziehungsweise Milchnahrung und Getreide wie zum Beispiel Dinkel oder Hafer kombiniert wird.

Zusätzliche Flüssigkeit – am besten Wasser – brauchen nach Bedarf gestillte Babys übrigens erst, nachdem die dritte Beikostmahlzeit eingeführt wurde. Ingeborg Hanreich: "Man kann aber auch  – gerade beim flaschengefütterten Kind – schon ab der ersten Beikost Wasser anbieten."

Immer mit der Ruhe

Wie viel Brei dein Baby essen mag, entscheidet allein dein Baby. "Die Eltern bestimmen die Lebensmittel, die angeboten werden, das Baby wählt, wovon es wie viel essen will. Ein ausgeprägtes Wegdrehen des Kopfes ist ein typisches Zeichen, dass das Kind genug hat", sagt Ingeborg Hanreich. Tipp der Expertin, wenn es mit dem Löffel partout nicht klappen will: "Wenn dein Baby den Brei verweigert, macht man am besten einfach drei Tage 'Urlaub' vom Essenlernen und probiert es danach ohne Stress weiter."

Kochen oder kaufen?

Ob man Brei selbst zubereitet oder kauft, kommt nach Meinung von Ingeborg Hanreich auf die individuelle Situation der Familie an. "Wem es wichtig ist, dem Baby eine gute Geschmacks- und Geruchsschulung zukommen zu lassen, empfehle ich, selbst zu kochen. Wer jedoch viel unterwegs ist, ist mit Gläschen besser beraten, da sie einfach praktisch sind." Rezepte für Brei findet man zuhauf im Internet. Manchmal spricht schon die Hebamme das Thema 'Beikost einführen' im Wochenbett an. Auch sie weiß, welche Lebensmittel dem Baby schmecken und kennt bestimmt das ein oder andere gesunde Rezept.

Vom Brei zu richtigen Bissen

Ab dem zehnten Monat ist es für dein Baby dann an der Zeit, auf Familienkost, also richtig feste Nahrung, umzusteigen. "Mit einem Jahr können die Kleinen fast essen und trinken wie die Großen – Ausnahmen sind zum Beispiel Kaffee, Schwarz- und Eistee und selbstverständlich Alkohol." Wenn Eltern dann noch darauf achten, Speisen nicht zu scharf und zu salzig zu würzen, steht einer gelungenen Einführung in die Geschmackswelt der Großen nichts mehr im Wege.

Für kleine Vegetarier

Wenn Eltern auf Fleisch verzichten möchten, sollten sie unbedingt auf andere eisenreiche Beikost zurückgreifen. Anstelle von Fleisch kommt dann Hafer oder Hirse in den Gemüsebrei. Diese sind nämlich reich an Eisen – und das braucht dein Baby besonders im zweiten Lebenshalbjahr für das Wachstum. Auch wichtig für den vegetarischen Brei: Vitamin C. Den Brei deshalb am besten mit frischem Obst und Gemüse kombinieren.

Unsere Expertin: Ingeborg Hanreich, Ernährungswissenschafterin, Stillberaterin (IBCLC), Verlegerin und Autorin, www.hanreich-verlag.at, Wien

So fotografiert ihr euer Schleckermäulchen richtig

Diese super Shooting-Tipps gab uns Foto-Experte Robert Geipel von CEWE: "Das Wichtigste ist natürlich, dass ihr euer Kleines nicht füttert – sonst könnt ihr ja nicht in Ruhe fotografieren. Und: Versucht das Interesse des 'Fotomodels' zu wecken, ruft einfach etwas Liebevolles, dann schaut es in die Kamera. Nutzt dabei den Tele-Bereich, damit ihr spontan im Umfeld fotografieren könnt. Wichtig ist dann die Einstellung 'Porträt' oder 'Sport' (Serienbilder). Klar, dass ihr nicht mit  Blitzlicht arbeitet – nutzt stattdessen Tageslicht, zum Beispiel an einem Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wenn die Bilder zu blau werden, könnt ihr den Farbabgleich von 'Automatik' auf 'Schatten' stellen. Noch ein praktischer Tipp: Setzt den Knuddel im Hochstuhl auf Holz-, Laminat- oder Fliesenboden, dann kann ruhig was runterkleckern. Und ihr könnt euch aufs Shooting konzentrieren. Die besten Fotos nehmt ihr dann für ein selbst gestaltetes Fotobuch von CEWE, eine echt persönliche Geschenkidee für die Großeltern oder Paten."

 
Schöne Gestaltungstipps findet ihr unter: cewe.de

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