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Beikost

Endlich gibt's Brei

In den ersten Lebensmonaten steht für dein Kind nur Flüssiges auf dem Speiseplan. Doch was kommt nach der Muttermilch? Was folgt, ist das Einführen der Beikost – hier das Wichtigste dazu und ein paar hilfreiche Tipps.

Die Alleskönnerin Muttermilch

Muttermilch ist die beste und natürlichste Nahrung für Säuglinge – genau
auf ihre Bedürfnisse ab­gestimmt. Sie enthält wichtige Nährstoffe, bietet Schutz vor Erkrankungen wie Diabetes und Allergien sowie späterem Übergewicht. Außerdem ist Muttermilch für dein Baby immer verfügbar, spart Zeit und Geld, was man für Fertig­nahrung aufwenden müsste. Für dein Kind heißt es also: trinken!

Nach sechs Monaten reicht Milch nicht mehr

Doch ein Baby wächst, wird größer, und dann reicht die Milch allein nicht mehr aus. Sie liefert nicht mehr die nötige Menge an Eisen und Zink, sodass dein Baby zusätzlich Beikost benötigt. Auch für seine atemberaubende Entwicklung im ersten Jahr braucht es jetzt mehr Nährstoffe

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt immer noch sechs Monate ausschließliches Stillen, und ab dem siebten Monat mit der Zufütterung von Brei über einen entsprechenden Beikostplan zu beginnen. In Deutschland hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gemeinsam mit Experten in seinem „Netzwerk Junge Familie“ folgende Empfehlung zum Thema Beikost ausgearbeitet: Eltern sollten frühestens mit dem Beginn des fünften und spätestens mit Beginn des siebten Lebensmonats mit Beikost, also dem ersten Brei, starten – sprich Milchmahlzeiten nach und nach durch Breimahlzeiten ersetzen.

Beginnt mit dem Zufüttern jedoch nicht vor der 17. Woche: Nieren und Verdauungstrakt eures Babys sind noch nicht in der Lage, feste Nahrung richtig zu verarbeiten. Wenn ihr stillt, macht weiter damit, während ihr euer Baby an die neue Nahrung gewöhnt. Das erleichtert die Umstellung und schützt gleichzeitig vor Allergien.

Doch woran erkennt ihr als Mutter, wann es so weit ist? Jedes Kind hat dort seinen individuellen Rhythmus – zwischen dem fünften und sechsten Monat sendet es folgende Signale aus: Dein Baby will häufiger gestillt werden, weil es hungrig ist, kaut auf seinen Fäustchen herum, führt Dinge zum Mund und zeigt zum ersten Mal Interesse an Essen, greift nach Speisen auf eurem Teller. Jetzt ist die Zeit gekommen, die nächste Stufe der Ernährung in Angriff zu nehmen.

Gewöhnlich wird mit einzelnen Gemüsesorten und Obst begonnen. Die süß schmeckende Möhre ist ein dabei idealer Ein- für den Umstieg auf feste Nahrung. Da das Baby immer nur ein Nahrungsmittel erhält, lernt es so, die einzelnen Aromen sowie einen neuen Geschmack von ihm bekannten zu unterscheiden. Beobachtet, wie es das neue Lebens­mittel verträgt und wie es auf das Essen mit dem Löffel reagiert. Und habt Geduld. Es braucht eine Weile, um sich an das neue Essen zu gewöhnen und die Verdauung umzustellen. Bis zu zehn Versuche können notwendig sein, bis das Baby ein neues Lebensmittel akzeptiert. Daher ist es wichtig, schon früh immer wieder Gemüse anzubieten. Am einfachsten ist die Einführung neuer Aromen vor dem siebten Monat. Der erhöhte Bedarf an Nährstoffen wie beispielsweise Vitamin C lässt dein Kind meist früh eine positive Verbindung zu Obst und Gemüse herstellen.

Gemüse-Kartoffelbrei

Später wird der Gemüsebrei mit Kartoffeln als Mahlzeit in den Speiseplan eingeführt. Anschließend kommt als dritte Komponente dann eisenreiches Fleisch oder auch Geflügel hinzu. Auch bei Babys mit erhöhtem Allergierisiko ist diese Art der Eingewöhnung an feste Nahrung ge­eignet. Dabei sollten auch häufige Allergieauslöser wie Weizen oder Fisch miteinbezogen. Zum Beispiel in Kombination mit Vitamin-C-reichen Obstsorten. So kann ein Obst-Getreide-Brei eine tolle Alternative sein.

Früher galt es, diese Lebensmittel in den ersten Monaten, beziehungsweise dem gesamten ersten Lebensjahr zu meiden. Es wurde behauptet, dies sei nicht gesund für das Kind. Doch mittlerweile weiß man, dass der Verzicht nicht zum Schutz vor Allergien beiträgt. Das Gegenteil ist der Fall: Es ist gut, wenn Babys Immun­system schon im Rahmen der Beikost beansprucht wird. Kuhmilch sollte jedoch im ersten Lebensjahr nur in kleinen Mengen gegeben werden. Größere Mengen können die Nieren belasten. Experten raten auch davon ab, zusätzlich Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder Milchpudding zu füttern.

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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