Babyschlaf Die richtige Babymatratze

Babys verbringen sehr viel Zeit damit zu schlafen. Anfangs ist das ihre Hauptbeschäftigung: im ersten Lebensjahr 13 bis 17 Stunden am Tag. Umso wichtiger ist für sie eine gesunde und angenehme Schlafumgebung.

Kennen Sie das? Sie möchten eine Babymatratze kaufen und werden von der unübersichtlichen Auswahl zur Verzweiflung gebracht. Latex, Schaumstoff, Kokos, Federkern … Ja was denn nun? Jede Matratzenart hat ihre Vorteile. Hier erst einmal eine Übersicht. Jede Kindermatratze sollte generell folgende Kriterien erfüllen:

  • Materialien streng schadstoffgeprüft
  • Bezüge frei von optischen Aufhellern
  • Bezüge auf Haut- und Körperverträglichkeit medizinisch
  • getestet
  • ökologische Unbedenklichkeit


Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Matratzenarten:

  • Kokosmatratzen
  • Latexmatratzen
  • Schaumstoffmatratzen

Kokos ist ein Matratzenrohstoff, der immer beliebter wird, denn Kokosmatratzen sind gleichzeitig sehr flexibel, aber auch fest und stützend. Für die Bedürfnisse von Babys und Kleinkindern sind die stabilen und trotzdem flexiblen Liegeeigenschaften einer Kokosmatratze ideal.

Kokos ist ein reiner Naturstoff, der aus den Fasern der Kokosnuss gewonnen wird. Ursprünglich sind die Fasern sehr borstig, werden dann jedoch gereinigt, in Meerwasser eingelegt und schließlich getrocknet. So werden die Fasern robust und elastisch.

Die Wirbelsäule eines Kleinkindes hat noch keine s-förmige Gestalt. So muss sie zwar gut gestützt werden, die Matratze aber keinen Ausgleich zur gekrümmten Form schaffen.

Latex ist ein sehr beliebtes Material, sowohl bei Matratzen für Erwachsene als auch für Kinder. Viele Eltern schwören auf Latexmatratzen. Gerade bei sensiblen Schläfern kann es helfen, wenn der lange Zeit übliche metallische Federkern durch einen Latexkern ersetzt wird, denn Latex stört das natürliche Erdmagnetfeld nicht. Oft können so Schlafstörungen vermieden werden. Die Liegeeigenschaften von Latex sind für Kinder ab drei Jahren hervorragend. Für Babys darf es weniger weich sein.

Eltern sollten darauf achten, dass das Material tatsächlich auch aus Naturlatex besteht: Zum Beispiel wenn die Matratzen mit dem Siegel „ÖkoControl“ ausgezeichnet sind, ist auf jeden Fall mindestens 95 Prozent Naturlatex enthalten.

In Schaumstoffmatratzen siedeln sich nicht so viele Hausstaubmilben an wie in anderen Materialien. Außerdem ist gerade bei Schaumstoffmatratzen das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut. Früher waren Schaumstoffmatratzen sehr warm, doch daran hat die Forschung mittlerweile gearbeitet. Durch bestimmte Liegezonen und Luftkammersysteme ist heute auch das Material Schaumstoff sehr luftdurchlässig, und man liegt angenehm temperiert und bequem.

Schaumstoffmatratzen können sich dem Körper sehr gut anpassen, und man sinkt nicht zu tief ein. Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder-Schaumstoffmatratze kleine Hohlräume hat, damit die Feuchtigkeit besser abtransportiert werden kann.

Als Faustregel gilt: Kinder im Gitterbettchen dürfen ruhig etwas härter liegen. Bei kleineren Kindern ist es noch nicht erforderlich, dass die Matratze nachgibt, im Gegensatz zu größeren Kindern.

Zu weiche Matratzen sind nicht zu empfehlen, da sie die Wirbelsäule nicht genug stützen und so langfristig schädigen können. Die Einsinktiefe sollte nicht mehr als etwa zwei Zentimeter betragen. Das Kind kann so gut gestützt und trotzdem bequem liegen.

Ihr Kind sollte nach oben und unten zehn Zentimeter Platz haben. Ist die 1,20-Meter-Marke überschritten, wird es auf der 1,40-Meter-Matratze also eng. Aus ­hygienischen Gründen sollte die Matratze dann aber nicht an andere Kinder „weitergereicht“ werden.

Schlafsack

Mama und ihr Baby schlafen gemeinsam
Mama und ihr Baby schlafen gemeinsam
© Thinkstock

Bei der Babyausstattung sollte auf keinen Fall der Schlafsack fehlen. Bei einem Kinder Oberbett oder einer Decke besteht immer die Gefahr, dass das Baby durch sein Strampeln unter die Zudecke gerät. Es kann sich ein Wärmestau entwickeln, der dazu führen kann, dass das Baby die Atmung einstellt.

Der Babyschlafsack ist funktional und gut durchdacht. Schon, weil er dem Baby genügend Bewegungsfreiheit zum Strampeln lässt, dabei nicht einengt und Geborgenheit und Wärme vermittelt. Er wird in der Regel ohne störende Nähte hergestellt. Sehr praktisch ist der Reißverschluss in L-Form, der das Hineinlegen und Herausholen des Babys erleichtert. Der Babyschlafsack kann in verschiedenen Größen gekauft werden, sodass er dem Baby genau passt. Allerdings darf der Babyschlafsack nicht zu groß sein, da das zu einem unerwünschten Wärmeverlust führen kann. Ein zu knapp bemessener Schlafsack engt das Baby ein.

Es gibt Schlafsäcke für den Sommer und den Winter. Für die Sommerzeit bietet sich ein Sack aus leichter Baumwolle oder aus angenehmem, klimatisierenden Satin an. Im Winter empfiehlt sich ein wärmendes Nicki- oder Wollfleece-Material. Auch ein mit feinen Daunen gefüllter Schlafsack tut in der kalten Jahreszeit gut. Der Schlafsack für Ihr Baby sollte bei 60 Grad in der Maschine waschbar und möglichst auch trocknergeeignet sein.

Darauf sollten Sie achten

Luft an die Matratze: Keine durchgehende Platte, sondern einen stabilen Lattenrost als Unterlage. Keine Gummiauflagen oder Kunststoffschutzbezüge: Wenn ein Bezug als „wasserdampfdurchlässig“ ausgezeichnet ist, heißt das nicht, dass er auch Atemluft gut durchlässt. Lassen Sie die Matratze jeden Tag auslüften.

Schlafsack statt Decke: Decken sind ein Risikofaktor, weil Babys sich darunter verkriechen können und dann zu wenig frische Luft bekommen. Besser ist ein gut sitzender Schlafsack (nicht zu lang und nicht zu weit). Besonders ungünstig ist es, über einen Schlafsack noch eine Decke zu legen. Dann kann das Baby schwerer wieder unter der Decke hervorkommen.

Keine warme Höhle bauen: Kein Kopfkissen, kein Nestchen, keine Mütze, keine weichen Unterlagen wie Schaffelle. Wenn Babys zu kalt ist, melden sie sich eher, als wenn ihnen zu warm ist. Die Temperatur im Schlafraum nicht über 16 bis 18 Grad Celsius steigen lassen!

Schnuller anbieten: Ein Schnuller im Mund macht weniger Lust, sich auf den Bauch zu drehen. Babys sollten nämlich möglichst auf dem Rücken schlafen.

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