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Schlafen
Tipps für entspannte Nächte mit Baby

Durchwachte Nächte kennen alle Eltern. Jedes Baby muss sich erst an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen und das Durchschlafen lernen. Eine gesunde und sichere Schlafumgebung können Eltern von Anfang an schaffen.

 

Eigentlich ist es ganz normal, wenn ein Baby weint. Es ist eine normale Reaktion eines Kindes, auf das, was es am Tag erlebt hat. Und das ist meist ganz viel. Entsprechend unruhig verhält sich das Kleine auch in der Nacht. Deshalb raten Schlafberater zu regelmäßigen Ritualen im Tagesablauf und einen ruhigen Tag. Je mehr Mama und Papa das durchhalten, um besser klappt es auch in der Nacht. Am Anfang müssen die Eltern überhaupt erst mal rauskriegen, wie viel und wann das Kind seinen Schlaf braucht. Manchmal ist das viel weniger als sich das die Eltern wünschen. 

Und oft wird der Säugling viel später müde als die gestressten Eltern.
Dumm gelaufen. Denn eine Nachteule bleibt meist genau das. Dennoch: Ein bisschen lassen sich die Einschlafzeiten schon an die Großen anpassen. So kann man das Kleine einfach schrittweise 15 Minuten früher ins Bett legen. Im wachen Zustand sollte es noch im Arm liegen, am besten in einer Liegeposition. Mama oder Papa dürfen dabei singen, summen, vielleicht flüstern – nur direkt ansprechen und dem Baby direkt ins Gesicht sehen, das ist genauso tabu wie sonstige Action. 

Wenn das Baby dann tiefenentspannt ist, kommt es in das vorgewärmte Bettchen. Dieser kurze Moment vor dem endgültigen Einschlafen kann zeitlich immer etwas ausgedehnt werden. Das muss ausprobiert werden. 

 

Fazit: Es muss einen gewissen Rhythmus geben, der sich jedes Mal beim Zubettgehen wiederholt. Und der Elternteil , der ins Bett bringt, sollte ganz stark Gelassenheit und Ruhe vermitteln. Und kehrt entsprechend bei dem Kleine auch recht schnell Ruhe ein – und es schläft gut ein. Nun gibt es vieles, was dann dafür sorgt, dass das Baby nicht länger durchschläft –z. B. das Schwitzen, die nasse Windel, störendes Spielzeug. Wir haben die Expertin Stephanie Viehofer die am häufigsten gestellten Fragen beantworten lassen.

 

Wie warm ziehe ich die Kleinen zum Schlafen an? 

Babys haben noch keine gute Temperaturregulation. Die Angst vieler Eltern, dass ihr Kind friert und sich erkälten könnte, ist zumeist unbegründet. Ein gesundes Baby hat eher Probleme mit zu großer Wärme, die gerade im Schlaf gefährlich werden kann. Ob ihr Baby sich wohlfühlt, können Eltern im Nacken oder zwischen den Schulterblättern fühlen: diese Stellen sollten warm, aber trocken sein. Füße und Händchen dürfen sich ruhig etwas kühler anfühlen.
Beste Voraussetzung für die Wohlfühltemperatur ist ein Schlafsack. Deshalb hat die Firma Alvi das „Baby-Mäxchen“ entwickelt. Dieses Schlafsystem besteht aus einem langärmeligen Innensack und einem Außensack mit Trägern. So kann sich Babys eigene Körperwärme optimal ausbreiten, es wird auch im Winter keine Zudecke gebraucht und gefährliche Wärmestaus werden vermieden. Größere Kinder, die keinen Schlafsack mehr wollen, sollten einen Schlafanzug tragen. So wird es ihnen auch dann nicht zu kalt, wenn sie sich aufdecken. 

 

Warum ist ein Schlafsack so wichtig?

Damit sich das Baby nicht versehentlich selbst überdeckt, sollte in den ersten 18 Monaten unbedingt auf Bettzeug verzichtet werden. Das Schlafen im Schlafsack – ohne Bettdecke – ist für Babys und Kleinkinder nicht nur die sicherste Methode, sondern bietet auch wesentliche Vorteile: Das Baby kann sich nachts nicht aufdecken oder freistrampeln und friert deshalb nicht. Es kann sich nicht verheddern oder mit dem Köpfchen unter die Decke rutschen. Und es ist immer angenehm weich und trotzdem nicht zu warm eingepackt. Die richtige Größe für den Babyschlafsack kann man übrigens mit der Faustregel: ‘Körperlänge minus Kopflänge + 10 cm’  bestimmen.

 

Was trägt das Baby im Bett?

Ein Baby schläft am besten in einem speziellen Babyschlafsack. Bis zu einer Umgebungstemperatur von 21° C ist unser klassisches Baby-Mäxchen mit Innen- und Außensack die beste Wahl. Für wärmere Nächte haben wir den Sommer-Klima-Schlafsack „Sommertraum“ entwickelt – und für hochsommerliche Temperaturen kann der Innensack des Baby-Mäxchens auch einzeln eingesetzt werden. Drunter trägt das Baby nur seine Windel. Wichtig: Das Mützchen sollten für die Nacht und auch für die Schlafstunden am Tag immer abgenommen werden. Denn Babys regulieren ihre Körpertemperatur über den Kopfbereich.

 

Gehört Spielzeug ins Babybett? 

Kuscheltiere, Schmusetücher und alles, was das Baby irgendwie in den Mund stecken könnte, sollten während der Schlafenszeit aus dem Bettchen genommen werden. Zum Spielen dürfen sie morgens aber natürlich wieder hinein.

 

Wie bekommen es Eltern hin, dass das Baby die ganze Nacht trocken liegt? 

Eine Matratze mit mehrschichtig aufgebauten Bezug (z. B. die Dry-Bezüge von Alvi) transportiert entstehende Nässe weg vom Kind in tiefere Schichten – und verhindert durch einen hydrophoben wasserabweisenden, aber luftdurchlässigen Stoff, dass der Matratzenkern angeschmutzt wird. Hochwertige Bezüge sind übrigens auch pflegefreundlich: Der mittige Reißverschluss ermöglicht es, die verschmutzte Seite des Bezugs zu waschen und zwischenzeitlich die andere Seite zu nutzen.

 

Sind Unterlagen gegen Nässe sinnvoll, muss die Matratze oft gewendet werden?

Alles, was die Matratze wasserdicht macht, beeinträchtigt die so wichtige Luftzirkulation im Babybett. Daher sind solche Unterlagen nur im Windelbereich sinnvoll, bei einigen Bezügen braucht man gar keine zusätzliche Unterlage. Das klassische Wenden ist bei einer hochwertigen Kindermatratze nicht notwendig und auch nicht sinnvoll – denn diese Matratzen haben eine weichere Babyseite und eine festere Juniorseite. Stattdessen empfehlen wir, die Matratze hin und wieder zum Lüften senkrecht hochzustellen. 

 

Wie sinnvoll sind Schnuller als Einschlafhilfe?

Die übertriebene Verwendung des Schnullers kann – ebenso wie intensives Fingerlutschen – schädlich für die Gebissentwicklung sein. Das gilt insbesondere dann, wenn das Kind nach dem dritten Geburtstag noch nuckelt. Bewährte und nebenwirkungsfreie Einschlafhilfen für Babys sind z. B. das Abdunkeln des Schlafzimmers. Auch eine Spieluhr, sanftes Streicheln über das Köpfchen, ein gesungenes Gute-Nacht-Lied oder eine mit ruhiger Stimme vorgelesene Geschichte fördern ebenfalls das Einschlafen.

 

Der Babyschlaf ist auch ein angstbesetztes Thema – wegen des plötzlicher Kindstodes.  Wie schützen Eltern ihr Kind am besten?

Stillen senkt die Gefahr deutlich. Aber wichtig sind auch physikalische Faktoren, wie die richtige Temperatur im Babybettchen und das Vermeiden der CO2-Rückatmung. Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kleinen luftig und nicht zu warm liegen. Und so schwer es vielleicht gerade am Anfang fällt, wenn das Bedürfnis nach Nähe besonders groß ist: Babys schlafen am besten in einem Schlafsack – im eigenen Bett Und zwar in Rückenlage. Eine Alternative ist ein Beistellbett, das mit dem Elternbett verbunden wird. So liegt das Kind nahe bei den Eltern und dennoch in seinem eigenen Bereich.  

Die „3Rs“ – Rauchfrei, Rückenlage, Richtig Liegen – in einem Schlafsack auf einer luftdurchlässigen Matratze sind die wichtigsten Voraussetzungen für den gesunden und ungefährlichen Babyschlaf. 

 

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