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Step by step

Laufen lernen: Kleine Schritte in die große Welt

Mit Aufregung und Aufmerksamkeit erwartet: Die ersten Gehversuche deines Babys! Erfahre hier, wann es laufen lernt, wie du dabei helfen kannst, welche Schuhe passen und was noch wichtig für die ersten Schritte ist.

Es ist wie mit allen Fähigkeiten bei Babys: Jedes Kind ist anders und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Ungefähr ab dem achten bis zehnten Monat beginnen Babys sich an Stühlen, Regalen oder Personen hochzuziehen und schließlich wackelig auf ihren eigenen Füßen das freie Stehen zu üben. In der Zeit rund um den ersten Geburtstag machen die meisten Babys dann ihre ersten Versuche und werden mit jedem Schritt sicherer. 90 Prozent der Kinder können schließlich mit etwa 16 Monaten sicher laufen. Aufmerksam werden solltest du erst, wenn dein Kind mit zwei Jahren noch immer nicht auf zwei Beinen unterwegs ist. Dann solltet ihr den Kinderarzt aufsuchen.

Gehen als komplexe Herausforderung

Das aufrechte Gehen ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Denn dafür sind nicht nur bestimmte körperliche Voraussetzungen in Knochen, Muskulatur und Nervenzellen notwendig, es gehört noch viel mehr dazu: Das Kleine muss Greifen können, um sich hochzuziehen, es muss das Gleichgewicht halten, die Koordination des ganzen Körpers muss stimmen und bei einer Störung wie einem Stolperer ausglichen werden können. Und das alles soll dann auch noch in einem flüssigen Bewegungsablauf stattfinden. Eine echte Herausforderung: Bis zum freien Gehen kann also durchaus etwas Zeit vergehen.

Wie Mama und Papa helfen können

Auch beim Laufenlernen gilt: Übung macht den Meister. Wichtig ist nicht nur, dass die Eltern zum gemeinsamen Üben bereitstehen. Sie sollten den Kleinen auch das Vertrauen vermitteln, dass sie sehr gut selber wissen, ab wann es losgeht. Kinder können unterstützt werden, wenn sie versuchen zu laufen, müssen aber nicht ständig dazu animiert werden. Die Hände reichen, damit sich das Kind daran festhalten kann oder die kleinen Füßchen für ihre neue Herausforderung massieren, sind gute Fördermaßnahmen. Am besten ist, wenn die Kleinen ihre Bewegungen selbst entwickeln. Selbst beim Krabbeln oder bei Mama auf dem Arm, mobilisiert das Baby automatisch seinen ganzen Körper. Jede Aktivität, auch das Festhalten und Ausbalancieren aktiviert die Muskeln und bereitet auf den aufrechten Gang vor. Eltern können also durchaus Anregungen zur Mobilität geben. Deine Motivation, dein Lächeln und Lob wird dein Kind bald zu ersten Schritten animieren. Schließlich merkt es bald selber, dass die Froschperspektive nicht alles sein kann. Dein Kind sitzt am liebsten und hat wenig eigenen Antrieb? Bring es mit anderen Kindern zusammen, die schon erste Schritte wagen. Wenn dein Baby sieht, was die anderen schon können, wird es den Ehrgeiz entwickeln und von selbst anfangen, es ihnen gleichzutun. Ihre Freude an der eigenen Mobilität, die sie die Welt ganz neu entdecken lässt, bringt den Fortschritt in Gang.

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Unterstützung durch Lauflernhilfen und Lauflernwagen

Sogenannte Lauflernhilfen sind Gestelle auf Rädern, in die Babys hineingesetzt werden können, so dass sie mit den Füßen den Boden berühren können. Auf diese Weise soll das Laufen lernen unterstützt werden. Vielen Babys gefällt es, sich alleine fortbewegen und die Wohnung entdecken zu können und auch für Eltern mag es praktisch sein, wenn sie ihr Kleines nicht ständig herumtragen müssen. Experten sehen Lauflernhilfen jedoch kritisch: Wenn Kinder in ihrer körperlichen Entwicklung noch nicht so weit sind, dass sie laufen können, zwängt der Babywalker sie in eine unnatürliche Haltung. Halb sitzend, halb stehend – wenn die Muskulatur diese aufrechte Position noch gar nicht halten kann, kann es zu Fehlbelastungen der Wirbelsäule kommen. Auch Fußfehlstellungen kann eine Lauflernhilfe begünstigen. 

Eine andere häufig von Eltern genutzte Lauflernhilfe ist der sogenannte Lauflernwagen. Er ist eigentlich nichts anderes als ein Wagen auf Rädern mit einer waagerechten Stange, an der das Kind sich festhalten kann. Es kann sich also an dem Lauflernwagen hochziehen und/oder damit durch die Gegend schieben. Kleine Laufanfänger strecken dabei jedoch gerne die Arme durch und verlagern ihr Gewicht sehr weit nach vorne. So sind nicht nur Stürze vorprogrammiert – das Kind nimmt anders als beim freien Gehen auch eine falsche Haltung ein. Aus diesem Grund sollten Lauflernwagen erst eingesetzt werden, wenn Kinder schon einigermaßen sicher laufen können. Dann ist nichts dagegen einzuwenden, wenn sie spielerisch mit dem Wagen die Welt erkunden. 

Sicher in die Welt gehen

Das beste Gefühl fürs Gehen entwickeln Kinder barfuß. Zudem entwickeln sich die Füße am besten "unten ohne".  Im Winter bieten sich Anti-Rutsch-Socken oder Lauflernschuhe aus weichem Leder an. Erste Schuhe – am besten mit flexibler Sohle – kommen erst ins Spiel, wenn das Kind alleine richtig läuft und auch nach draußen geht. Wichtig ist aber, dass die Bahn frei ist und den Kindern eine barrierefreie Lauffläche zur Verfügung steht. Alles, was stört oder gefährlich werden könnte, am besten vorher aus dem Weg räumen und mit speziellen Kindersicherungen versehen: das gilt für schwere Gegenstände, Steckdosen, Herd und andere Dinge.

Die richtigen Schuhe für die Kleinsten

Gerade für die ganz Kleinen sollten Schuhe möglichst leicht und flexibel sein und eine rutschfeste Sohle haben. Experten empfehlen generell: So viel Schutz wie nötig, soviel Freiheit wie möglich! Klettverschlüsse oder Schnürbänder bieten den Vorteil, dass sich die Schuhe auch in der Breite individuell anpassen lassen. Da Kinderfüße viel schwitzen unbedingt auf atmungsaktive Materialien wie Leder achten. Weiches Material und Nähte sorgen für angenehmen Tragekomfort. Gerade, wenn die Schühchen im Sommer barfuß getragen werden, darf nichts scheuern. Schuhe müssen von klein auf immer gut passen, damit sie dem Fuß entsprechenden Halt geben. Schuhe auf Zuwachs sind keine Option: Kinderfüße wachsen in den ersten Jahren bis zu drei Größen pro Jahr. Um die richtige Größe zu ermitteln, am besten in ein Schuhfachgeschäft gehen.

Deutschlands bekannteste Kinderschuhmarke Elefanten erfüllt die strengen Richtlinien hinsichtlich Qualität und Schadstofffreiheit. Eine große Auswahl von Schuhmodellen der beliebten Marke sowie das von Elefanten mit entwickelte zuverlässige "Fußmaßsystem WMS" findest du in Deichmann- und Roland-Filialen. Und noch ein Tipp: Da sich selbst kleine Füße im Laufe des Tages noch ausdehnen, Kinderschuhe am besten nachmittags kaufen.

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Unsere Autorin

Jana Kalla

Jana Kalla ist freiberufliche Journalistin und war viele Jahre lang hauptsächlich im Beauty-Kosmos unterwegs.

Seit sie einen eigenen kleinen Sohn hat, ist ihr Leben nicht nur um einiges turbulenter geworden, es hat auch dazu geführt, dass sie ihr Themenspektrum erweitert hat. Und was könnte es Schöneres geben, als über Windeln und Wimperntusche zu schreiben?

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