Kindgerecht fördern Lieder, Reime, Fingerspiele

Fingerspiele machen Spaß - und unterstützen nebenbei Babys Feinmotorik und Sprachentwicklung.

 

Was für die Kleinen als eine lustige Ablenkung gedacht ist, trainiert beiläufig unterschiedlichste Fähigkeiten. Denn: Die Bereiche im Gehirn, die für Sprache und Fingerfertigkeit zuständig sind, liegen eng zusammen und sind miteinander vernetzt.

 

Kleine Rituale

Bauen Eltern in alltägliche Handlungen wie wickeln, baden oder zu Bett bringen kleine Spielrituale ein, legen sie die Grundsteine für die Entwicklung der sprachlichen Intelligenz ihres Kindes. Da der Nachwuchs die Muttersprache primär von seinen Bezugspersonen erlernt, tun diese gut daran, dem Baby viele fantasievolle Anregungen zu geben. Ein „sprechender“ Waschlappen mit Gesicht bei der Körperpflege, ein Fingerspiel beim Eincremen oder ein Lied vor dem Schlafengehen: Aktive Kommunikation mit dem Baby stärkt gleichzeitig die Eltern-Kind-Beziehung.

Anfangs sind die Eltern Alleinunterhalter, die das Kind einbeziehen – nach und nach aber schauen sich die Kleinen die Handlungen ab, bewegen die Händchen und imitieren Laute. Es müssen nicht immer Spiele sein – wichtig für die Entwicklung ist, dass die Eltern viel mit ihrem Baby kommunizieren.
Das erreichen Erwachsene auch dadurch, dass sie eigene Handlungen oder die des Babys kommentieren. Es geschieht meist von ganz allein: Ein Satz wie „Ich bringe dich jetzt ins Bett“, dem die entsprechende Handlung folgt, ermöglicht es dem Kind, sprachliche Verknüpfungen mit dem Alltag herzustellen.

 

Auf Entdeckungsreise

Wächst das Baby heran, erkundet es immer mehr seine direkte Umgebung. Unterstütze es dabei, indem du ihm unterschiedliche ungefährliche Materialien anbietest: Rasseln, Knistertücher oder ein Beißring helfen dem Kind, seine Feinmotorik und Sensibilität weiter auszubilden.

 

Spielspaß mit den Fingern

Die meisten Fingerspiele kennen wir noch aus der eigenen Kindheit und das hat seinen Grund. Der Nachwuchs erfreut sich immer wieder daran, egal, aus welcher Generation er stammt. Sehr beliebt sind seit jeher die folgenden Spiele:

„Das ist der Daumen,
(Daumen des Babys bewegen)
der schüttelt die Pflaumen,
(Zeigefinger bewegen)
der sammelt alle auf,
(Mittelfinger bewegen)
der bringt sie nach Haus,
(Ringfinger bewegen)
und der kleine, der isst sie alle alle auf!“
(kleinen Finger bewegen)

„Kommt ein Mann die Treppe rauf,
(mit den Fingern vom Bauch zum Kopf laufen)
klopft an,
(sanft an die Stirn klopfen)
klingelingeling,
(an den Ohrläppchen zupfen)
Guten Tag Herr Nasenmann!“
(die Nasenspitze zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und wackeln)

„Himpelchen und Pimpelchen,
(mit rechtem und linkem Daumen wackeln)
die stiegen auf einen Berg,
(beide Daumen wackeln nach oben)
Himpelchen war ein Heinzelmann
(mit rechtem Daumen wackeln)
und Pimpelchen war ein Zwerg
(mit linkem Daumen wackeln)
So blieben sie lange oben sitzen und wackelten mit ihren Zipfelmützen
(mit beiden Daumen wackeln)
doch nach 37 Wochen sind sie in den Berg gekrochen (beide Daumen verschwinden in der Faust)
Dort schlafen sie in süßer Ruh, höre mal gut zu: dann kannst du ihr lautes Schnarchen hören
(schnarchen)
Bei einem „Kikeriki“ wachen die Däumlinge wieder auf und kommen hervor.

 

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