Dein wirEltern-Newsletter

Alles über die Themen Schwangerschaft, Erziehung & Gesundheit

Babys Bedürfnisse
Warum weint mein Baby?

Hunger, müde, Windel voll … Was hat mein Baby nur, warum weint es? Diese Frage stellen sich gerade frischgebackene Eltern häufig. Hebamme Franziska Luck erklärt die gängigsten Gründe, weshalb Babys weinen.

"Warum weint es denn?" Diese Frage hören Hebammen von Eltern wohl am häufigsten. Gerade zu Beginn des Elternseins stellt sich diese Frage, denn man muss sein Baby erst kennenlernen, um zu deuten und he­rauszufinden, was es hat und von einem möchte. Aber keine Sorge, meist sind es ganz harmlose Dinge, die das Baby einfordert und die auch fast immer leicht zu beheben sind.

"Ich möchte essen"

Am häufigsten ist es tatsächlich schlicht und einfach Hunger. Babys haben keinen Rhythmus beim Essen, sie wollen manchmal auch 30 Minuten später wieder essen. Und das ist total in Ordnung. Zum Glück sind die Mythen, dass zu häufiges Füttern Kinder verwöhnt oder sogar zu Bauchweh führt, überholt. Auch das Stillen nach der Uhr wird so gut wie gar nicht mehr praktiziert. Wenn dein Baby weint, kannst du erst mal die Brust oder eine Flasche anbieten, egal wann die letzte Fütterung war. Manchmal bietet das die fehlende Nähe und Geborgenheit. Die Milch, die es dabei gibt, ist nur eine Art Bonus on top.

"Ich werde immer größer"

Es scheint, als ob es bei den meisten Babys einen Rhythmus gibt, in dem sie mehr Milch einfordern. Sie melden sich häufiger, um Milch zu „bestellen“, denn beim Stillen regeln Angebot und Nachfrage die Menge, die zur Verfügung steht: Trinkt das Kind häufiger, produziert die Mutter mehr Milch. Während eines Entwicklungsschubs lernt dein Baby neue Dinge, die es auch verarbeiten muss. Jeder Schub bringt etwas Neues mit sich, wie zum Beispiel das erste Lächeln nach etwa sechs Wochen. Mehr Infos: siehe Buchtipp unten.

"Mein Bauch tut weh"

Fast kein Baby kommt um das Thema Bauchweh herum. Die meisten haben eher unregelmäßig Blähungen, oder wenn die Mama etwas Neues oder „Falsches“ gegessen hat. Leider gibt es auch eine schwere Form vom Bauchweh – die sogenannten Dreimonatskoliken. Diese besonders fiesen und fast permanenten Blähungen quälen einige Babys und damit auch die Eltern. Die gute Nachricht zuerst: Nach drei Monaten ist der Spuk vorbei. Aber drei Monate können sich ganz schön lang anfühlen, wenn das Baby viel weint und man sich hilflos fühlt. Ein bisschen Bauchweh ist normal, da der Darm nach der Geburt noch unreif ist. Es gibt einige Mittel, die gut helfen, zum Beispiel Tropfen aus der Apotheke, die die Luft im Bauch auflösen. Lass dich einfach von deiner Hebamme oder dem Kinderarzt beraten.

Babys kommunizieren über das Weinen

Man sollte sich vergegenwärtigen, dass ein Baby nicht sprechen kann und daher das Weinen die einzige Möglichkeit ist, sich mitzuteilen. Das Baby kann ja nicht sagen „Mama, mir ist kalt“ oder „Ich bin müde“. Manchmal wird das Baby auch unruhig, wenn man zu viel unterwegs war und das Baby viel zu verarbeiten hat. Du solltest also versuchen, so gelassen wie möglich zu bleiben und nach und nach alle Möglichkeiten ausschließen. Meist dauert es nicht lange, bis man weiß, was das Baby von einem möchte. Im Zweifel kann man auch die Hebamme oder den Kinderarzt kontaktieren, wenn man sich Sorgen macht. Gerne unterstützen sie Eltern dabei, das Baby „lesen“ zu lernen.

Buch- und App-Tipp zur Baby-Entwicklung

Viele spannende Infos über Entwicklungsschübe, wann diese etwa auftreten und die neuen Fähigkeiten, die sie mit sich bringen. Oje, ich wachse! als Buch von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij, Mosaik, 22,99 Euro. Auch als App erhältlich.

Hebammentipp: Wenn das Baby Bauchweh hat

Während Bauchwehphasen können sowohl der Fliegergriff als auch ein Tragesystem oder Tragetuch Wunder wirken. Das Baby hat eure Körperwärme am Bauch, zusätzlich beruhigt die kuschelige Nähe.

Dreimonatskoliken: Was helfen kann

  • Bauchmassage mit oder ohne Öl (im Kreis um den Bauchnabel herum, im Uhrzeigersinn)
  • Ein Besuch beim Osteopathen
  • Ein Wärmekissen auf dem Bauch (Achtung: Die Temperatur sollte nur lauwarm sein)
  • Fußmassage beim Baby (unter der Fußsohle im Uhrzeigersinn)

Unsere Baby-Expertin

Franziska Luck
Mutter von zwei Kindern, Bloggerin und Hebamme in Hamburg

Profilbild

Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

Teile diesen Artikel:

]