Wickeln

Wickel-Erstausstattung

„Was kommt, wird gewickelt“, heißt es so schön. Aber was genau braucht man fürs Wickeln des Babys eigentlich? Unsere Autorin Silke Schröckert gibt Tipps für die Wickel-Erstausstattung.

 

Meine Gynäkologin und meine Hebamme waren sich einig: „Das Kind lässt sich Zeit, das kommt deutlich nach Stichtag.“ Mein Sohn sah das anders. Und machte sich mehrere Tage vor dem errechneten Termin auf den Weg.

Gesundheitlich gesehen war das absolut im grünen Bereich. Aber aus organisatorischer Sicht handelte es sich definitiv um Alarmstufe Rot! Die Wärmelampe war noch nicht angeschraubt. Einen Windeleimer hatten wir noch nicht einmal ausgesucht. Und in der Schublade unseres Wickeltisches lag keine einzige Windel bereit!

 

Keine Panik beim Wickeln auf der Gebärstation

Die beruhigende Nachricht: Die Welt um dich herum bleibt nicht stehen, nur weil du im Krankenhaus bist. Tatsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass der stolze Papa und vor allem die frischgebackenen Großeltern richtig glücklich sind, wenn es noch etwas zu tun gibt und sie sich nützlich machen können, zum Beispiel mit Waschen oder Einkaufen

Solltest du es also – wie ich – nicht rechtzeitig schaffen, die Liste weiter unten abzuarbeiten, gerate nicht in Panik. Hab den Mut, Hilfsangebote anzunehmen (oder einzufordern): Bitte deinen Vater, mit der Bohrmaschine in eurer Wohnung vorbeizuschauen. Schick deine Schwiegermutter zum Windelkaufen. Und übertrag dem Vater deines Kindes die Verantwortung, einen Windeleimer auszusuchen. Du wirst sehen: Das klappt alles tatsächlich ganz wunderbar! 

 

Wickeln: Was wirklich wichtig ist

Wickeltisch: Es kursiert der Tipp, man brauche gar keinen Wickeltisch. Gründe dagegen seien der Anschaffungspreis, der Platz und die Unfallgefahr (die häufigsten Unfälle bei Neugeborenen sind tatsächlich Stürze vom Wickeltisch). Dennoch: Hör bitte nicht auf diesen Tipp! Du hast durch das Stillen und das viele Tragen vermutlich ohnehin mit Rückenbeschwerden zu kämpfen, sodass du über den bequemen, aufrechten Stand am Wickeltisch dankbar sein wirst. Gegen das Platzproblem gibt es tolle Wickelaufsätze für Trockner oder Waschmaschinen. Die sparen gleichzeitig Geld. Und zum Thema Unfallgefahr hilft letztlich nur eins: aufpassen! Goldene Regel beim Wickeln: Eine Hand bleibt immer am Kind.

 

Wickelauflage: Die meisten Wickeltische werden ohne Auflage geliefert. Die Größen sind allerdings genormt, sodass es kein Problem ist, eine passende weiche Unterlage zu finden. Aus hygienischen Gründen solltest du abwischbares Material wählen – oder du bestellst direkt zwei bis drei Bezüge mit, die sich bei hohen Temperaturen waschen lassen.

 

Windeln: Übertreib es nicht mit Windeln in der kleinsten Größe: Je nachdem, wie groß dein Schatz bei der Geburt ist, wird er nämlich ganz schnell die nächste Größe brauchen. Wenn du ein bis zwei Päckchen Windeln in Größe 1 und vorsichtshalber eines in Größe 2 zu Hause hast, bist du auf alles vorbereitet.

 

Feuchttücher

Feuchttücher und Wundcreme: Deine Eltern wird es wundern, denn früher war in dieser Hinsicht tatsächlich alles anders: Außer ein wenig Wasser und Waschlappen oder alternativ Feuchttüchern brauchst du zum „normalen“ Windelwechseln nichts weiter. Nur eine Wundcreme solltest du parat haben, falls die Haut deines Babys gereizt ist.

 

Windeleimer

Windeleimer: Zwei Worte: verschließbarer Deckel. Wenn du deinen Windeleimer geruchssicher verschließen kannst, brauchst du keine Unsummen für Hightechgeräte auszugeben, die jede Windel einzeln in Plastikbeutel verschließen.

 

Wärmelampe: Erwartest du ein Herbst- oder Winterkind, ist eine Wärmelampe eine sinnvolle Anschaffung. Nimm am besten ein Modell, das sich nach wenigen Minuten von alleine abstellt – sicher ist sicher. Bei Frühlings- und Sommerkindern scheiden sich die Geister, ob eine Wärmelampe tatsächlich notwendig ist. Mach dich also nicht verrückt, wenn du noch keine zu Hause hast!

 

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