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Cremen & Co.

Pflegetipps für Babyhaut

Babys zarte Haut benötigt besondere Aufmerksamkeit. Schließlich ist sie fünfmal dünner als Erwachsenenhaut. Tipps rund ums Cremen und Pflegen.

Planschspaß

Auch wenn Babys mit Begeisterung in der Wanne planschen: ein bis zwei kurze Vollbäder pro Woche sind ausreichend. Dabei sollte das Thermometer angemessene 36 bis 37 Grad Wassertemperatur anzeigen.

An badefreien Tagen reicht eine sanfte Reinigung mit dem Waschlappen. Schaumbäder und normale Seifen aus dem Elternrepertoire sind für die Kleinsten noch tabu. Besser sind pH-neutrale und rückfettende Badeöle speziell für Babyhaut. Nach dem vorsichtigen Abtrocknen braucht Babys Schutzhülle eine leichte, Feuchtigkeit spendende Pflege.

Sensible Zone

Er muss viel aushalten: der Babypopo. Frischluft ist Mangelware, die Windel schrubbt und das feuchtwarme Klima setzt der Haut zu. Daher freut sich jedes Baby, wenn es so oft wie möglich ohne Windeln strampeln darf.

Um diesen strapazierten Bereich zu schonen, ist häufiges Windelwechseln angesagt, begleitet von einer möglichst sanften Reinigung, am besten mit klarem, lauwarmem Wasser. Unterwegs darf es auch mal ein Feuchttuch sein. Wundcreme benötigt der Po nur, wenn die Haut gerötet ist oder sich Krusten und Pusteln bilden.

Winterfreuden

Babyhaut ist dünn und gegenüber Kälte besonders empfindlich. Doch das ist kein Grund, im Winter auf den täglichen Spaziergang zu verzichten. Eltern sollten ihren Nachwuchs mit einer fetthaltigen Pflege auf die winterlichen Temperaturen vorbereiten – am besten zirka eine halbe Stunde bevor es raus geht, damit die Creme gut einzieht. „Cremen Sie aber mit gesundem Menschenverstand“, warnt Dr.  Matthias Buchner aus der Universitätshautklinik Kiel. Zuviel des Guten sei es etwa, wenn die Haut speckig glänzt.

Qual der Wahl

Badezusätze, Babyshampoos, Pflegecremes: Das Angebot an Produkten für die Säuglingspflege ist riesig. Da fällt es nicht leicht, sich zu entscheiden. Dr. Matthias Buchner rät: „Weniger ist mehr. Benutzen Sie nicht zu viele Produkte und beschränken Sie sich auf wenige Marken.“ Babytaugliche Cremes & Co. beinhalten möglichst wenig Duft- und Konservierungsstoffe. Fühlt sich die Haut gesund und geschmeidig an, benötigt sie neben der Feuchtigkeitscreme nach dem Baden keine zusätzliche Pflege.

Streicheleinheiten

Eine Wohltat für Körper und Seele: die Babymassage. Sie hilft dem Säugling zu entspannen und stärkt das Vertrauen zwischen Eltern und Nachwuchs. Zudem werden durch die sanften Berührungen Wohlfühl-Hormone ausgeschüttet, die das Immunsystem stärken und für einen ruhigen Schlaf sorgen.

Ob Eltern lieber mit oder ohne Öl massieren, ist nicht entscheidend, Hauptsache Masseur und Baby fühlen sich wohl. In jedem Fall sollten die Hände angenehm warm sein – also vorher unter warmem Wasser wärmen oder die Handinnenflächen kräftig aneinander reiben!

Wunder Punkt

Der Bauchnabel ist eine besonders sensible Stelle an Babys kleinem Körper. Bis der Nabelschurrest nach etwa zwei Wochen von selbst abfällt und die Wunde verheilt ist, gilt deshalb die höchste Hygienestufe.

Den Bereich am besten täglich vorsichtig mit einem weichen Tuch reinigen, damit sich in den Fältchen keine Bakterien absetzen. Die Windel sollte unter dem Bauchnabel ansitzen, so kann sie den Nabelschnurrest nicht abschrubben und das Baby verletzen. Entzündet sich der Nabel, hilft eine Wundcreme – sowie kompetente Unterstützung von Hebamme, Kinder- oder Hautarzt.

Unsere Experten

Prof. Dr. med. Regina Fölster-Holst, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Dr. med. univ. Matthias Buchner, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

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