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Der erste Zahnarztbesuch

Wann mit dem Baby zum Zahnarzt?

Spätestens, wenn das erste Zähnchen durchkommt, sollten Eltern mit dem Baby zum Zahnarzt. Dabei geht es zunächst nur darum, das sich die Kleinen an die Umgebung gewöhnen.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt sollten schon für die Kleinsten selbstverständlich dazugehören. So erkennt man auftauchende Probleme wie Karies oder Fehlstellungen früh und kann sie rechtzeitig behandeln, ehe es zu größeren Schäden kommt. Denn auch wenn die Milchzähne nach wenigen Jahren wieder ausfallen, erfüllen sie doch wichtige Funktionen – nicht zuletzt als Platzhalter für die bleibenden Zähne.

Beim Zahnarzt geht es viel um Beratung

Schon nach dem Durchbruch der ersten Milchzähne – also mit etwa einem halben Jahr – ist es daher ratsam, das Kind zu einem Zahnarztbesuch mitzunehmen. "Wichtig ist hier nur die Kontaktaufnahme und weniger die Untersuchung an sich. Wir beantworten den Eltern Fragen zu Mundhygiene und Ernährung“, erklärt Zahnärztin Dr. Sarab Schäfer von der Hamburger Zahnarztpraxis am Alsterlauf. Die kleine Hauptperson kriegt davon noch nicht allzu viel mit. Erst im Alter von etwa zweieinhalb Jahren beginnen die "echten" Vorsorgeuntersuchungen, bei denen das Kind auch aktiv beteiligt ist.

Beim ersten Zahnarztbesuch sind Kinder eher neugierig als ängstlich

Vorteilhaft ist es dann, sich in einer Praxis anzumelden, die besonders auf die Bedürfnisse kleiner Patienten eingeht. Einfühlsames Personal, ein kindgerecht ausgestattetes Wartezimmer sowie viel Zeit und Geduld gehören dazu. Aber auch Eltern können ihren Teil beitragen, dass der Besuch entspannt und angstfrei verläuft. "Wichtig ist, dass sie positiv sind und unverkrampft und sorglos ein Kennenlernen ermöglichen“, betont Schäfer. In der Regel hätten die Kinder nämlich von sich aus keine Angst, sondern stünden der neuen Erfahrung neugierig und positiv gegenüber. Die Zahnärztin nutzt diese natürliche Neugier, um die kleinen Patienten mit der Umgebung vertraut zu machen: "Wir lassen die Kinder das Behandlungszimmer erkunden und zum Beispiel mit dem Zahnarztstuhl 'Fahrstuhl fahren‘, erklären spielerisch die Geräte, und sie dürfen mit einem Spiegel zugucken, wenn wir in ihren Mund schauen“, erläutert sie den Verlauf einer Erstuntersuchung. Auch das begleitende Elternteil kann hier ein gutes Vorbild sein, wenn es sich zuerst untersuchen lässt. Will das Kind trotzdem partout den Mund nicht öffnen, ist das auch kein Drama. Dann versucht man es bei einem weiteren Termin erneut.

Wenn eine Zahnbehandlung sein muss

Eine größere Behandlung wird bei diesem ersten Zahnarztbesuch möglichst vermieden, damit das Kind ihn in guter Erinnerung behält und Vertrauen aufbauen kann. Wird später doch ein Eingriff nötig, versucht Schäfer, das Kind miteinzubeziehen, damit es alles versteht und keine Angst bekommt. "Wir erklären jeden Behandlungsschritt und bezeichnen unsere Geräte und Instrumente mit kindgerechten Namen“, erklärt sie. Ist eine örtliche Betäubung nötig, betäubt sie die Stelle mit einem wohlschmeckenden Oberflächengel, so dass der Piks kaum zu spüren ist. 

Große Eingriffe bei kleinen Kindern führen die Ärzte heutzutage häufig unter Vollnarkose durch. Das erspart nicht nur schlechte Erfahrungen, sondern erleichtert auch die Arbeit, da die Mini-Patienten kaum längere Zeit geduldig sitzen bleiben können. Damit so etwas gar nicht nötig wird, sollten Eltern rechtzeitig auf die Zahngesundheit achten und regelmäßige Vorsorgetermine einhalten.

Unsere Zahnexpertin:

Dr. Sarab Schäfer 

Zahnärztin, Zahnarztpraxis am Alsterlauf, Hamburg

 

 

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