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Welt-Sepsis-Tag 2019

Am 13. September ist Welt-Sepsis-Tag. Dieser wurde im Jahre 2012 ins Leben gerufen, um für Aufklärung über Sepsis und deren mögliche schwerwiegende Folgen zu sorgen. Ein Experte erläutert hier alle wichtigen Infos rund um das Thema Sepsis.

Allgemeine Infos zu Meningokokken

Meningokokken sind Bakterien, die sich häufig bei Menschen im Nasen-Rachen-Raum befinden. Die meisten Menschen erkranken nicht, obwohl sie den Erreger in sich tragen. Kommt es jedoch zu einer Infektion, führt sie in etwa zwei Dritteln der Krankheitsfälle zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung) und in einem Drittel der Krankheitsfälle zu einer Sepsis (Blutvergiftung). Die Symptome einer Sepsis ähneln denen einer Grippe. Daher ist eine Sepsis oft schwer zu diagnostizieren. Da sie allerdings innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig mit Antibiotika behandelt wird, ist ein frühes Erkennen enorm wichtig.

Interview mit Kinder- und Jugendarzt Dr. Gerhard Kroschke

Zum Glück erkranken nur etwa 300 Deutsche im Jahr an Meningokokken. Wen es aber trifft, der kann – wie eingangs erwähnt – innerhalb weniger Stunden in Lebensgefahr schweben. Was dabei genau passiert und warum es so wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder frühzeitig schützen, erklärt Kinder- und Jugendarzt Dr. Gerhard Kroschke.

Wie kann es zu einer Meningokokken-Erkrankung kommen?

Meningokokken werden über Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen. Es stimmt: Bis zu zehn Prozent der Erwachsenen tragen sie mit sich, ohne selbst daran zu erkranken. Dennoch können sie die Bakterien beispielsweise durch Husten, Niesen oder Küssen an andere weitergeben. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, beziehungsweise Kindern, kann es nach der Ansteckung mit den Bakterien zu einer raschen Entwicklung einer Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

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Was genau passiert bei einer Meningokokken-Sepsis?

Bei einer Meningokokken-Sepsis werden die Bakterien auf dem Blutweg in alle Organe verteilt. Dort kann es rasch zum Organversagen und typischerweise zu einer Störung der Blutgerinnung kommen. Als Folge entstehen flächenartige Einblutungen in der Haut. Dadurch können Gliedmaßen absterben, die in manchen Fällen amputiert werden müssen. Die Sterblichkeitsrate beträgt insgesamt circa 18 Prozent – bei komplizierten Verläufen circa 33 Prozent.

Wie können Eltern ihre Kinder bestmöglich vor einer Meningokokken-Sepsis schützen?

Den bestmöglichen Schutz vor einer Meningokokken-Sepsis bieten Impfungen. Wichtig hierbei ist, dass es verschiedene Meningokokken-Gruppen gibt und demnach auch verschiedene Impfungen. Da Babys und Kleinkinder besonders gefährdet sind, an Meningokokken zu erkranken, sollte frühzeitig geimpft werden. Aber auch ältere Kinder können schwer erkranken und sollten durch Impfungen geschützt sein. Die Sorge mancher Eltern, dass ihre Kinder zu viele Impfungen in den ersten Lebensmonaten oder -jahren erhalten, ist unbegründet. Denn das kindliche Immunsystem ist bestens für diese Aufgabe ausgebildet und setzt sich tagtäglich mit viel mehr Erregern auseinander, als sie in Impfstoffen vorkommen.

Werden die Kosten für alle Meningokokken-Impfungen übernommen?

Die Meningokokken-C-Impfung ist eine allgemein empfohlene Standardimpfung und wird daher von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Mittlerweile erstatten die Kassen auch für über die Hälfte der Versicherten die Meningokokken-B-Impfung auf Anfrage teilweise oder ganz. Gruppe B ist für die meisten Erkrankungsfälle in Deutschland verantwortlich. Die Kosten der Kombinationsimpfung gegen die Gruppen A, C, W und Y werden oft bei Reisen in Risikogebiete erstattet. Nachfragen lohnt sich. Allgemein rate ich allen Eltern, frühzeitig ihren Kinder- und Jugendarzt auf Meningokokken-Impfungen anzusprechen.

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Im folgenden Video erklärt Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Gerhard Kroschke einer Mutter unter anderem, warum der Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen so wichtig für ihr Kind ist und welche unterschiedlichen Impfungen es gegen fünf der häufigsten Meningokokken-Gruppen in Deutschland gibt.Darüber hinaus informiert der Mediziner über mögliche Nebenwirkungen von Impfungen und geht auf das Thema Kostenerstattung durch die Krankenkassen ein.

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Unser Experte

Dr. med. Gerhard Kroschke praktiziert als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Hamburg. Er stand uns mit Blick auf den Welt-Sepsis-Tages 2019 für ein Interview zur Verfügung, in welchem er umfassend über das wichtige Thema informiert.

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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