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Ein Babyfläschchen berichtet

Ich bin eine Flasche - eine Babyflasche! Worauf Eltern im Umgang mit mir achten sollten.

 

Ihr könnt oder möchtet euer Baby nicht stillen? Kein Problem, liebe Mamis: Ihr habt doch mich! Ich werde euch würdig vertreten – und mein Bestes geben! Damit ich das kann, müsst ihr mich aber erst Mal kennen lernen.

Tolle Typen

Zunächst: Mich gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Meine Wenigkeit ist eine Kunststofflasche. Ihr und euer Nachwuchs könnt mich fallen lassen oder gegen die Wand werfen – ich gehe nicht zu Bruch. Außerdem bin ich ein Leichtgewicht – im Gegensatz zu meinen Kollegen aus Glas. Der Vorteil: Eure Muskeln werden beim Füttern nicht überstrapaziert. Ihr müsst euch übrigens nicht sorgen, dass ich gesundheitsgefährdende Stoffe wie Bisphenol A (BPA) enthalte.

Der letzte Test der Zeitschrift Ökto-Test zeigt: Alle Babyfläschchen und dazu passende Sauger sind frei von schädlichen Substanzen. Ich bin in verschiedenen Größen erhältlich. Mein Tipp: Mindestens zwei große und zwei kleine Flaschen anschaffen. Ich gebe es nicht gerne zu, aber ich habe auch eine schlechte Eigenschaft: Ich verkratze rasch. So schwer es mir fällt: Sobald Veränderungen oder Risse sichtbar sind, solltet ihr mich entsorgen und durch einen neuen Kollegen ersetzen.

Multiple Mundstücke

Silikon oder Latex, das ist hier die Frage. Erst der Sauger macht mich komplett. Ich habe einen Silikonsauger. Der ist weicher als Exemplare aus Latex und eignet sich deshalb besonders für Babys, bei denen die Milchzähne noch nicht durchgebrochen sind. Der Nachteil: Sauger aus Silikon verschleißen schneller. Wenn ihr also ein strapazierfähiges Mundstück braucht, weil euer Nachwuchs emsig darauf herumkaut, rate ich euch zu einem Nuckel aus Latex. Den erkennt ihr übrigens an seiner bräunlichen Farbe. Für Silikon- und Latexsauger gilt: Sind Risse oder Verfärbungen erkennbar, weg damit! Es besteht die Gefahr, dass sich Teile lösen, die das Baby verschlucken könnte.

Gute Größe

Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an. Beim Sauger zum Beispiel. Euer Säugling ist jünger als sechs Monate? Dann ist ein Sauger der Größe 1 genau richtig. Für Kinder ab sechs Monaten wird es Zeit, auf ein Modell der Größe 2 umzusteigen. Mit etwa einem Jahr ist der Nachwuchs mit einem Sauger der Größe 3 in der Regel gut bedient.

Wie viele Öffnungen ein Sauger haben sollte und wie groß diese sein sollten, hängt von der Konsistenz der Flüssigkeit ab. Trinkt euer Baby Muttermilch, Ersatzmilch, Wasser und Tee – also Flüssiges – genügt ein kleines Loch (Größe S), Größe M ist geeignet für Milchnahrung, dickflüssige Breie bahnen sich ihren Weg in den Mund am besten durch ein Loch der Größe L. Ein High-Tech-Sauger mit Ventilsystem, das verhindern soll, dass das Baby beim Trinken zuviel Luft schluckt, um so Koliken vorzubeugen, „schmeckt“ nicht jedem Kind. Lasst euren Nachwuchs das Mundstück also unbedingt „probieren“!

Richtiges Reinemachen

Nicht sauber, sondern rein. Klingt wie ein Slogan aus der Waschmittelwerbung? Mag sein. Aber wenn es um Babys Fläschchen geht, hat Hygiene Priorität. Schließlich ist das Immunsystem in den ersten Lebensmonaten noch nicht ausgereift und kann sich gegen manche Bakterien noch nicht zur Wehr setzen. Im ersten Schritt säubert ihr mich inklusive Sauger, Flaschenringe etc. gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel. Besonders gefällt mir die Massage mit einer Flaschenbürste. Damit kommt man auch in meine Ecken. Zu aufwändig, wo es doch die Spülmaschine gibt?

Meine Kunststoffkollegen und ich mögen Vollbäder nicht so gerne, weil uns Spülmaschinen-Tabs & Co. mitunter zu aggressiv sind. Im zweiten Schritt müssen mein Zubehör und ich sterilisiert werden, um Keime abzutöten. Dazu mich und alle Utensilien etwa fünf Minuten in einem Topf mit Wasser auskochen. Bequemer schwitzt es sich allerdings in einem Dampf-Varporisator, der mit Wasserdampf – ganz ohne Chemikalien – desinfiziert.

Exzellentes Equipment

Es gibt noch allerlei Zubehör für mich. Was man auf jeden Fall braucht: einen elektrischen Flaschen- oder Babykostwärmer, der Milch bzw. Brei im Nu auf die gewünschte Temperatur bringt. Zwar verfügen die meisten dieser Geräte über eine Warmhaltefunktion. Jedoch solltet ihr Milchmahlzeiten nur kurz aufbewahren, weil sich Bakterien bei diesem Klima rasant vermehren.

Bye-bye, Babyflasche!

Das Wichtigste zum Schluss: Eine Nuckelflasche funktioniert nicht nach dem SB-Prinzip. Achtet darauf, dass euer Nachwuchs nicht immer und überall Zugang zu mir hat. Und reicht ihm von Anfang Wasser und ungesüßte Tees. Dauernuckeln an einer Flasche mit süßen Getränken führt zu Nuckelflaschenkaries, die die Milchzähne schädigt. Irgendwann ist es an der Zeit, sich von mir zu verabschieden. Zahnärzte empfehlen, Kinder zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat an das Trinken aus der Tasse zu gewöhnen.

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