Tinder für Mamas Diese Apps brauchen Eltern wirklich

Unsere Autorin Silke stellt ihre Lieblings-Apps für Eltern vor. In manchen Alltagssituationen sind die kleinen technischen Helfer nämlich durchaus praktisch.

Aus Paaren werden Eltern – und plötzlich ist alles anders. Tagesabläufe, die Nächte (jaaaa vor allem die...), Interessen, Hobbys, sogar ganze Freundschaften verändern sich. Manches auf einen Schlag, manches schleichend. In jedem Fall aber sind die Veränderungen enorm. Da ist ein bisschen technische Hilfe nicht nur erlaubt, sondern absolut sinnvoll.

1. "Barrio" – das Tinder für Eltern

Nein, hier werden keine Romanzen gesucht. Aber um Dates geht es dennoch: Die App vermittelt Playdates, also Spiele-Verabredungen, und ist dadurch so etwas wie ein Freunde-Finder für Mamis und Papis. "Barrio"-Eltern können sich in der App zu gemeinsamen Aktivitäten mit ihren Kindern verabreden: zu zweit oder in einer größeren Gruppe, privat oder auf einer öffentlichen Veranstaltung, drinnen oder draußen – ganz den persönlichen Vorlieben entsprechend. Dafür melden sie sich einfach zu einem der vorgeschlagenen Playdates an oder sie erstellen selbst eine Verabredung.

Mein Fazit: "Barrio" ist perfekt für alle, die ihren Eltern-Freundeskreis schnell und unkompliziert erweitern möchten. Das Schöne dabei: So entstehen ganz automatisch auch neue Freundschaften unter den Kindern.

BARRIO ist kostenfrei für iOS und Android erhältlich.

Barrio ist gut zum Kontakte knüpfen. Foto: Barrio

2. "Mamikreisel" – das "Ebay" für Kindersachen

Schon wieder ein neuer Schneeanzug? Handschuhe zu klein? Ein neuer Schal muss auch her? Gibt es alles für ein paar Euro im "Mamikreisel": Die App ist ein Marktplatz speziell für Baby-, Kinder- und Elternsachen. In der Suchfunktion kann man die Größen seiner Kinder speichern und bekommt so nur passende Kleidung angezeigt. Umgekehrt kann man mit der App auch jederzeit sein Handy zücken, Fotos von nicht mehr gebrauchten Gegenständen und Kleidung schießen und selbst zum Verkäufer werden. Bezahlt wird über PayPal, per Überweisung oder im "Mamikreisel"-Geldbeutel: Hier sammelt man Geld, das man mit verkauften Sachen eingenommen hat, und kann es direkt in neue Einkäufe stecken (wenn man möchte! Man kann es sich auch einfach auszahlen lassen). Auch clever: Die App bietet eine Tauschfunktion ganz ohne Geldfluss an.

Mein Fazit: "Mamikreisel" ist wie "Ebay Kleinanzeigen" mit einem "Eltern-Filter". Die Kommunikation mit den anderen Eltern ist dabei immer sehr freundlich und wertschätzend – ein deutlicher Vorteil gegenüber dem sonstigen Ton in Kleinanzeigen-Apps. Ich kaufe und verkaufe hier regelmäßig.

"Mamikreisel" ist kostenfrei für iOS und Android erhältlich.

3. "Nebenan.de" – die digitale Nachbarschaft

Autositz leihen, Gitterbett verkaufen, Babysitter finden: "Nebenan.de" ist wie ein großes Schwarzes Brett für die eigene Nachbarschaft. Das soziale Netzwerk für den eigenen Stadtteil ist als Webseite und App in allen großen deutschen Städten sowie im ländlichen Raum verfügbar. Auf der Plattform können sich Nachbarn in einem geschützten, lokalen Raum vernetzen. Bei der Anmeldung gibt man das Viertel an, in dem man wohnt, und erhält im Newsfeed so alle Infos aus der direkten Umgebung.

Mein Fazit: Teilen, tauschen, helfen, verschenken, verleihen, verabreden – dafür ist "Nebenan.de" perfekt. Nach zwei Wochen in dem Netzwerk habe ich schon vier meiner echten Nachbarn kennengelernt und mit ihnen Kindersachen getauscht.

"Nebenan.de" ist kostenfrei für iOS und Android erhältlich.

4. "Spielplatz-Treff" – die Stadtkarte für Spielwütige

Wo ist der nächste Spielplatz? Und wie gut ist er? Kann ich dort den ganzen Nachmittag verbringen? Oder wird meinem Kind nach 10 Minuten langweilig? Wie sauber ist er und wo sind die nächsten Toiletten? Seien wir ehrlich: So lange noch kein Kind zur Familie gehört, interessieren solche Frage herrlich wenig. Aber plötzlich muss man zum Experten in Sachen Spielplatz werden. Dabei hilft der "Spielplatz-Treff".

Mein Fazit: Durch die Bewertungen der anderen Eltern bekommt man vorab einen Eindruck des Zustands. Ein bisschen wie Trip Advisor für Spielplätze – genial!

"Spielplatz-Treff" ist kostenfrei für iOS und Android erhältlich.

5. "Flush" – der Toilettenfinder

"Mamaaa, ich muss Pipi!" Jetzt heißt es, keine Zeit verlieren: Eltern wissen, wie schnell es gehen muss, wenn dieser Satz erst einmal gefallen ist. Mit dieser App reicht ein Blick aufs Smartphone, und schon ist die Erlösung nah: "Flush" ist nichts weiter als eine Stadtkarte – ergänzt um alle öffentlichen Toiletten. Eine simple Idee mit genialem Effek.

Mein Fazit: Großartiger Helfer. Jeder, der schon einmal mit einem Kind an der Supermarktkasse stand, das jetzt auf Toilette muss, wird diese App lieben!

"Flush" ist kostenfrei für iOS und Android erhältlich.

Zusätzlich zu meiner App-Top-5 noch ein kleiner YouTube-Tipp: Nach "Meeresrauschen" suchen und das Video in Hörweite zum müden Baby abspielen. Hat bei meinen beiden Kindern wahre Einschlaf-Wunder bewirkt!

Autorin: Silke Schröckert

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