Entspannung "Eins, zwei, Luft"

Als frisch gebackene Mutter müssen Sie ganz schön was leisten. Dafür brauchen Sie einen langen Atem und immer wieder Relax-Momente.

Alles dreht sich ums Baby. Das ist in der ersten Zeit nach der Geburt normal und gut so. Aber: Sie dürfen dabei nicht zu kurz kommen. Damit Sie die neue Herausforderung langfristig gut meistern, müssen Sie sich um sich selbst kümmern. Der wichtigste Grundsatz dabei lautet: Nutzen Sie Babys Schlafenszeit für sich. Entweder, indem Sie selbst ein Nickerchen machen oder mit folgenden Übungen:

1. Setzen Sie alles daran, jeden Tag eine halbe Stunde für sich zu haben. Zum Beispiel, um sich ungestört in der Badewanne zu entspannen. Wofür das gut ist: der notwendige Ausgleich für die umfassenden alltäglichen Aufgaben.

2. Einfach mal bewusst ein paar Minuten aus dem Fenster schauen. Wofür das gut ist: den Kopf freimachen und mit Stress besser klarkommen.

3. Zwischendurch innehalten und dreimal tief ein- und ausatmen. Wofür das gut ist: Konzentration auf sich selbst; bei sich selbst bleiben.

4. Bereiten Sie sich ganz bewusst ein warmes Getränk, zum Beispiel einen leckeren Tee. Setzen Sie sich gemütlich hin und trinken Sie den Tee in aller Ruhe, ohne etwas anderes dabei zu tun. Lassen Sie daraus ein Ritual werden, das Sie jeden Tag wiederholen. Wofür das gut ist: sich selbst wichtig nehmen und Ruhe gönnen.

5. Im Vierfüßlerstand langsam vom „Katzenbuckel“ ins Hohlkreuz wechseln und wieder zurück: Beim Hochwölben des Rückens den Kopf nach unten auf die Brust bewegen und dabei ausatmen. Beim Hohlkreuz den Kopf in den Nacken legen und einatmen. Langsame, fließende Bewegungen. Schon etwa zehn Wiederholungen sorgen für neue Energie. Wofür das gut ist: entlastet den Rücken.

6. Die Handflächen vor der Brust flach aufeinander legen, die Fingerspitzen zeigen nach oben. Beim Einatmen die Arme nach oben zur Decke strecken, die Handflächen bleiben die ganze Zeit aufeinander. Dabei den Kopf etwas in den Nacken legen. Oben die Hände öffnen und sie beim Ausatmen mit den Handflächen nach unten seitlich im Bogen runter bewegen. Anschließend treffen sich die Hände wieder vor der Brust. Mindestens drei Wiederholungen. Wofür das gut ist: neue Energie durch frischen Sauerstoff.

7. Gerade wenn Sie stillen, bekommen Sie früher oder später Ihre Brustwirbelsäule zu spüren. Um diese zu entlasten, hilft folgende Übung: Hände falten und die Arme ausgestreckt parallel zum Boden nach vorne strecken. Dabei den Kopf auf die Brust sinken lassen und den oberen Rücken bewusst nach hinten wölben (Buckel). Schultern nach vorne ziehen, um den Rücken noch mehr zu dehnen. Einige Sekunden halten. Anschließend die Gegenbewegung: Falten Sie die Hände hinter dem Rücken und führen Sie die gestreckten Arme langsam ein Stück weit nach oben. Die Schultern nach hinten ziehen und den Rücken gerade lassen. Wofür das gut ist: öffnet den Brustbereich und wirkt ausgleichend. Hilft bei Schmerzen im oberen Rücken.

8. Wenn Sie Ihren Partner mit einbeziehen können, ist diese kleine Übung Luxus pur: Legen Sie sich bequem auf die Seite oder – wenn noch möhlich – auf den Bauch. Ihr Partner legt eine Hand zwischen Ihre Schulterblätter, die andere auf Ihr Steißbein. Einige Minuten so verharren. Wofür das gut ist: Die reine Berührung an diesen sensiblen Körperstellen lässt Sie entspannen. Wenn Sie diese Tipps so oft wie möglich beherzigen, dürfte der neue Alltag ein Stückchen leichter von der Hand gehen. 

 

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