Zu Oma? Cool Kein bisschen alt: Großeltern

Man nennt sie immer noch Oma und Opa. Aber im herkömmlichen Sinne scheinen diese Bezeichnungen nicht mehr zu passen. Eigentlich müsste man ein neues Wort für sie erfinden. Großeltern sind dynamisch, beweglich und unternehmungslustig. Oft kann man nicht unterscheiden, sind es Oma und Opa oder Mutter und Vater? Denn manche Frauen bekommen in einem Alter ihr erstes Kind, in dem andere bereits Enkel haben.

Sie sind jung und flexibel
Keine Frage, gebrechlich sind Großeltern heute noch nicht. Im Gegenteil, viele sind voller, Elan. Sie treiben Sport und halten sich mit Yoga und Pilates fit. Sie ernähren sich gesund und sind für die Enkel ein starkes Gegenüber. Weil die Lebenserwartung gestiegen ist, erleben über 90 Prozent aller Großeltern den 15. Geburtstag ihrer Enkel. 70 Prozent noch den 25. Frauen werden im Schnitt mit 51 Großmutter, Männer mit 55 Großvater.

Meist ähneln sich die Erziehungswerte
Die Zeiten, wo Oma „Hü“ und Mutter „Hott“ sagte, scheinen vorbei. Meist sind sich Eltern und Großeltern einig, wann es „Nein“ heißt und halten sich daran, so Professor Harald Uhlendorf vom Institut für Erziehungswissenschaft der Uni Potsdam: „Die Erziehungswerte ähneln sich.“ Das bestätigt auch die Autorin Adelheid Müller-Lissner, die ein Buch über Enkelkinder geschrieben hat: „Dies ist die erste Generation, in der Junge und Alte im Wesentlichen die gleiche Vorstellung von Erziehung haben.“

Sie sind spendabel
Großeltern sind oft sehr großzügig und unterstützen die Enkel auch materiell. Viele können das. Häufig schießen sie der Familie bei größeren Anschaffungen wie Haus oder Auto etwas hinzu. Viele arbeiten selbst noch und verdienen Geld, das sie gern für ihr Enkelkind ausgeben.

Sie übernehmen Verantwortung
Die meisten Mütter wollen heute zurück in ihren Beruf. Da sind Großeltern oft eine super Unterstützung, wenn es darum geht, für das Enkelkind da zu sein. Nach einer Studie des Deutschen Jugendinstitutes übernehmen ein Drittel aller Großeltern mindestens einmal pro Woche ihr Enkelkind unter sechs Jahren. Meist öfter.
 

Foto: Thinkstock

Sie sind oft Retter in letzter Not
Manch einer von ihnen hat schon Sohn oder Tochter vor Hartz IV gerettet. Denn wenn die Kernfamilie auseinandergeht und der Job Zeit kostet, die Mutter ansonsten alleinerziehend wäre, springen sie ein und helfen zu überbrücken. „Die Leistung der Großeltern ist eine unterschätzte“, sagt Heribert Engstler vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). „Eine im Stillen wirkende Ressource.“ Und nicht selten eine Feuerwehr.

Sie sind absolut zuverlässig
Mit Sicherheit melden sich Großeltern nicht krank oder fühlen sich plötzlich unpässlich. Sie lieben ihre Enkel und würden ihnen das nicht antun. Außerdem spielen sie, ohne zwischendurch Anrufe entgegenzunehmen oder E-Mails zu checken.

Sie haben den größeren Überblick
Großeltern haben nicht vergessen, wie ihre eigenen Kids als Kinder waren. Deshalb sind sie viel weniger ängstlich. Sie verfügen über einen großen Erfahrungsschatz, und das macht sie ausgeglichen.

Sie müssen nichts und dürfen viel
Das macht sie oft gelassen, geduldig und humorvoll und sie tun mit diesen Eigenschaften
ihren Enkelkindern gut. Die bedingungslose Liebe, die zu den eigenen Kindern oft von Zeitmangel, Verpflichtungen und Stress belastet war, können sie jetzt ohne Störungen ausleben. Und das tun sie freiwillig und gern.

Sie sind unabhängig
Viele Großeltern pflegen auch noch ihr Eigenleben, haben Interessen, erfüllen sich Träume und Wünsche, die sie bis jetzt verschoben haben. Das macht sie eigenständig. Viele von
ihnen wissen, wie wichtig Loslassen ist. Sie müssen nicht klammern und das tut beiden Seiten gut.

Sie können sich besser auseinandersetzen
Viele Großeltern sind in der Lage, eine vernünftige Streitkultur zu pflegen und gegensätzliche Auffassungen zu diskutieren. Sie wissen: Keine Beziehung ist immer konfliktfrei.

Sie gleichen aus
Großeltern tragen zur Harmonie in der Familie bei. Sie sind oft durch ihre  Lebenserfahrung ausgleichendes Element und in der Lage, Streit zu schlichten.

Großeltern werden auch bereichert
Enkel geben Großeltern häufig noch einen tieferen Sinn im Leben. Sie lassen sie am Weltgeschehen teilhaben. Durch Enkel lernen Oma und Opa in der schnelllebigen Welt Veränderungen kennen, bleiben flexibel und auf dem Laufenden. Beide profitieren voneinander. Übrigens wohnen 95 Prozent der Großeltern weniger als eine Autostunde von
ihren Enkelkindern entfernt.

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