Bräuche „Ich gehe mit meiner Laterne“

Zum Martinstag an einem Laternenumzug teilzunehmen macht besonders kleinen Kindern großen Spaß. Oft gibt es von der Kita oder der Schule organisierte Laternenumzüge, aber auch Kirchen, politische Parteien oder Vereine führen sie mitunter durch. Angemeldete, größere Umzüge werden von der Polizei begleitet, die die jeweiligen Straßen kurzzeitig sperrt. Häufig begleitet auch ein Spielmannszug diese großen Laternenumzüge.

Das Laternelaufen – auch Sankt-Martins-Umzug genannt – hat eine lange Tradition und erinnert an den Heiligen Sankt Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben soll. Diese Geschichte, die es auch in Liedform gibt, will uns vermitteln, wie wichtig es ist, für andere da zu sein und ihnen selbstlos zu helfen. Aber auch, wie schön es ist zu teilen.

Laternen basteln und Lieder singen

Im Vorfeld des Laternenumzugs lernen Kinder typische Laternenlieder wie „Ich gehe mit meiner Laterne“, „Kommt, wir woll’n Laterne laufen“, „Durch die Straßen“, „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ und „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“. Singen schult die Körperwahrnehmung und fördert Gemeinschaft. Es ist eine schöne Form der Kommunikation, schafft Akzeptanz und Vertrauen und fördert Intelligenz und den respektvollen Umgang miteinander.

Ein weiterer schöner Brauch ist das gemeinsame Basteln von Laternen, zum Beispiel in der Kita. Ob Pappmaché, Pappteller, durchscheinendes Buntpapier – die Fantasie kennt keine Grenzen.

Echte oder elektrische Kerzen für die Laterne?

Brennende Kerzen sorgen zwar für eine tolle Atmosphäre, doch hat es schon unzählige Kindertränen gegeben, wenn die geliebte Laterne plötzlich in Flammen aufging. Und so ganz ungefährlich ist das auch nicht. Daher erfreuen sich elektrische Laternenstäbe mit Glühlampe und Batterie in den letzten Jahren großer Beliebtheit.

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