So klappt er reibungslos

Umzug mit Kindern

Neue Umgebung, neue Schule, neue Freunde: Ein Umzug bedeutet vor allem für Kinder einen großen Einschnitt – und manchmal auch viele Tränen. So gewöhnen sich die Kleinen stressfrei ein.

Von einem Dorf ins andere, vom Dorf in die Stadt oder umgekehrt, oder gar in ein anderes (Bundes-) Land: Durchschnittlich 4,5-mal ziehen die Deutschen in ihrem Leben um. Die Gründe dafür sind vielfältig: ein neuer Job, mehr Platz für ein Geschwisterchen oder finanzielle Engpässe. Aber egal, warum ein Umzug nötig ist: Er ist immer traurig und der Abschied schmerzt Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Man verlässt schließlich seine vertraute Umgebung, seine Freunde, das geliebte Zuhause mit dem gemütlichen Wohnzimmer, in dem man aneinander gekuschelt die Lieblingsserie geguckt hat, das Heim mit dem tollen Garten, wo man mit Mama und Papa im Sommer gegrillt und Sterne geguckt hat ... Kurzum: Man muss von vorne anfangen.  

Die kinder rechtzeitig in die Umzugspläne einweihen

Wichtig ist, dass Väter und Mütter mit ihren Kindern offen darüber sprechen. Entsprechende Medien (siehe Kasten Seite 25) leisten hier wertvolle Unterstützung. Denn wenn die Kleinen wissen, was vor sich geht, nimmt das die Angst, und Stress entsteht gar nicht erst. Ebenfalls hilfreich ist es, der neuen Bleibe mit dem Nachwuchs vorab einen Besuch abzustatten. „Wohin mit dem Bett? Welcher Platz ist der Beste für das Kuscheltier-Regal? Und welche Farbe bekommt das Kinderzimmer?“ All das sind Fragen, die man mit den Kids gut vor Ort erörtern kann. Auch die neue Kita oder Schule, Erzieher oder Lehrer sollte man bereits vor dem Umzug kennenlernen. Sind alle Vorbereitungen getroffen, heißt es Abschied nehmen. Eine kleine Party mit allen Freunden, Nachbarn und Bekannten im Noch-Zuhause kann ihn erleichtern. Bei der Gelegenheit können die Kinder ihren Freunden dann auch gleich ihre neue Anschrift, Telefonnummer etc. mitteilen, um in Zukunft Kontakt zu halten.

Schneller geht’s ohne Kinder

Ein Umzug bedeutet Stress – für alle Beteiligten. Am schnellsten und stressfreisten geht er zweifelsohne über die Bühne, wenn nicht ständig ein kleiner Steppke zwischen den Kisten hin- und her rennt und nach Mama oder Papa schreit. Schöner ist es allerdings für das Kind, wenn es dabei sein und die Veränderung live miterleben darf. Auch wenn’s Zeit und Nerven kostet: In diesem Fall sollten die Erwachsenen ihr Kind einbeziehen. Es kann beispielsweise die Kiste mit seinem Spielzeug zum Umzugswagen tragen, die es idealer Weise vorher mit Hilfe der Eltern auch selbst gepackt hat. Oder es pinselt unter Aufsicht eine Wand des Kinderzimmers in seiner Lieblingsfarbe an. Apropos Kinderzimmer: Es empfiehlt sich, diesen Raum im neuen Heim zuerst einzurichten. So kann sich der Nachwuchs gleich in sein Reich zurückziehen, während die Großen die übrigen Räume bezugsfertig machen oder Kartons auspacken. Tipp: Die gewohnten Kindermöbel schaffen ein Stück Vertrautheit im neuen Zuhause. Den Kauf von neuen Schränken, Kommoden & Co. lieber auf später vertagen.

Eingewöhnung braucht Zeit

Hat sich der Umzugsstress gelegt, heißt es Zeit lassen. Eingewöhnung funktioniert nicht von heute auf morgen. Während sich vor allem kleinere Kinder in der Regel recht schnell mit der neuen Umgebung und  ihrem neuen Alltag anfreunden, brauchen Kindergarten- und Schulkinder oft länger, um die Trennung von Freunden und dem Zuhause zu verkraften. Rituale wie die Gutenachtgeschichte geben jetzt Halt und vermitteln Sicherheit. Aber selbst nach einigen Monaten kann es noch vorkommen, dass das Kind traurig ist, weil es seinen Sandkastenfreund oder den schönen Garten vermisst – solche Rückschläge sollten Eltern einkalkulieren und vor allem: Ernst nehmen.

Hilfreich ist es, das Kind auf andere Gedanken zu bringen, indem man die neue Heimat gemeinsam erkundet. Vielleicht gibt es dort einen Abenteuerspielplatz oder einen Wald, in dem man sich auf tierische Spurensuche begeben kann? So kann man auch gleich neue Kontakte knüpfen. Die Mitgliedschaft in einem Verein ist übrigens ebenfalls eine gute Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen. Manche Kommunen bieten außerdem ein Treffen für Neubürger an. So schwierig und tränenreich ein Umzug für die Kleinen manchmal ist, am Ende haben sie etwas Wichtiges fürs Leben gelernt: Liebgewonnenes los- und sich auf Neues einzulassen. 

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