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Anzeige - Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Ariel entstanden

Gefahren vermeiden

Kindersicherheit im Haushalt

Ob Stürze, Vergiftungen oder andere Verletzungen – 85% der Unfälle mit Babys und Kleinkindern passieren im eigenen Zuhause. Unsere Empfehlungen, wie du dein Kind schützt.

Laut einer aktuellen Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. hatte vergangenes Jahr jedes fünfte Kind (23 Prozent) im Alter von bis zu sechs Jahren einen Unfall.* Die meisten Unfälle passieren laut Robert-Koch-Institut zu Hause – im Kinderzimmer oder auf der Treppe, aber auch in Küche und Bad.**

61 Prozent der von der BAG befragten Eltern gaben an, dass ihr Kind (zwischen null und drei Jahren) in der eigenen Wohnung nicht gefährdet sei.* Die Gefahren im Haushalt werden dabei aber leider häufig falsch eingeschätzt. Das liegt nicht daran, dass sie sich nicht mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen. Nur unterschätzen sie leider die Neugierde und Abenteuerlust ihrer Kinder. Je mobiler die Kleinen werden, desto vorsichtiger muss man deswegen natürlich sein und gefährliche Gegenstände an unerreichbaren Orten der Wohnung aufbewahren.

Checkliste für ein kindersicheres Zuhause

In den ersten Lebensjahren macht dein Kleines viele verschiedene Entwicklungsphasen durch, deswegen ist es wichtig, die Sicherheit in eurem Haushalt regelmäßig anzupassen. Damit du schnell und einfach weißt, wann welche Änderungen nötig sind, haben Ariel und Lenor gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. eine Checkliste erstellt. Zusammen setzen sie sich nämlich für sicheren Gebrauch von Waschmitteln ein und fordern dazu auf, Waschmittel stets außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. 

Hier findest du die wichtigsten Sicherheits-To Dos auf einen Blick zum Download.

Wie vermeidet man also Unfälle?

Ursache für Unfälle ist meist das kindliche Naturell: Ablenkung, Hast, Übermut und Unkenntnis, aber auch einfach nur Wissbegierde bringen Kinder in gefährliche Situationen. Das herunterhängende Kabel des Wasserkochers sieht  interessant aus und lässt sie unwillkürlich daran ziehen. War das Gerät gerade noch in Betrieb, drohen schwerste Verbrennungen. 

Tatsächlich kontrolliert nur knapp die Hälfte aller Eltern regelmäßig ihre Wohnung auf Kindersicherheit und mögliche Gefahrenquellen. Dabei können viele Unglücke durch simple Vorsichtsmaßnahmen vermieden werden. Orientierung hierbei bietet dir die Checkliste. Aber Vorsicht: Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich individuell in seinem eigenen Tempo.

Putzmittel und Waschmittel wegschließen

Eine große Gefahrenquelle stellen vor allem Reinigungsmittel, Chemikalien und Medikamente dar. Bad- und WC-Reiniger gehören nicht neben die Toilette oder in den Unterschrank. Sie sollten für deine Kinder nicht erreichbar sein, auch wenn die Verschlüsse kindersicher sind. Denn: Gerade kleine Kinder stecken viele Dinge in den Mund. Da können selbst kleine Rückstände auf den Verschlusskappen schon für eine leichte Vergiftung ausreichen. 

Erschreckend: Ob aus Platzmangel oder praktischen Gründen – laut einer Umfrage bewahren ungefähr 45 Prozent der befragten Eltern Waschmittel ungewollt in der Reichweite ihrer Kinder auf.***

Kinderzimmer kindersicher machen

Gerade das Kinderzimmer, in dem sich die Kleinen viel aufhalten, birgt Gefahren, an die die wenigsten denken. Zum Schutz solltest du Schränke und Regale zum Beispiel lieber in den Wänden verdübeln oder anderweitig befestigen. In der Vergangenheit gab es viele Horrornachrichten über Kinder, die auf offene Schubladen von Kommoden geklettert und damit umgestürzt sind. Außerdem ist es wichtig, dass die Ecken und Kanten der Kindermöbel abgerundet sind, damit dein Kind sich nicht daran stoßen kann. Das Spielzeug sollte auf jeden Fall das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen und was seltsam riecht, sollte gar nicht erst gekauft werden.

Schutz durch Kindersicherungen

Auch im übrigen Haus lassen sich mit einfachen Mitteln Unfälle verhindern. So beugen kindersichere Steckdosen und Verlängerungsleitungen Stromschlägen vor. Allerdings solltest du beachten, dass nachinstallierte Kindersicherungen nicht immer unbedingt geprüft sind. Die bessere Wahl sind werkseitig mit Kindersicherungen ausgerüstete und geprüfte Steckdosen. In der Küche birgt unter anderem der Herd das größte Risiko. Versenkbare oder für Kinder unzugängliche Bedienelemente und ein stabiles Herdschutzgitter leisten bereits guten Schutz. Auch Feuerzeuge sollten für Kinder unerreichbar abgelegt werden. 

Noch ein paar Eselsbrücken zur Kindersicherheit in der Wohnung

  • Durch die Augen eines Kindes: Versetze dich in die Sichtweise deines Kindes – welche Gegenstände in der Wohnung ziehen dein Interesse magisch an, die aber gar nicht für dich gedacht sind?
  • Gegen den Strom: Nicht nur Steckdosen sollten gesichert sein, auch jegliche Kabel verstaust du lieber zur Sicherheit an schwer erreichbaren Orten.
  • Stichwort Faustregel: Alles, was kleiner als die Faust deines Babys oder Kindes ist, solltest du wegräumen und sicher verwahren – sonst droht Verschlucken und Erstickungsgefahr.
  • Hoch hinaus: Bringe an jeglichen Treppen eine Kindersicherung an – ebenso sind Herdschutzgitter zu empfehlen.
     

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Mehr Infos

 

* BAG-Elternstudie zu Kinderunfallgefahren, online durchgeführt von YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der BAG, 9. - 16. Mai 2019, mit 1052 Personen und repräsentativ für Familien mit Kindern unter 18 Jahren nach Bundesland und Anzahl der Kinder.

** KIGGS Studie des Robert Koch-Instituts (Hrsg.): Das Unfallgeschehen im Kindes- und Jugendalter - Aktuelle Prävalenzen, Determinanten und Zeitvergleich, Berlin, 2014.

*** Verbraucherdaten einer Studie mit 1.946 Eltern von Kindern unter 5 Jahren aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik, 2016.

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