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So viel Schlaf verlieren Mamas

Schlafmangel durchs Baby

Wusstest du, wie wenig Neu-Mütter tatsächlich schlafen? Laut einer neuen Umfrage aus Großbritannien verlieren Eltern im ersten Jahr mit Baby rund 1056 Stunden Schlaf. Wie kannst du mit dem Schlafmangel umgehen, was hilft gegen Schlaflosigkeit? Antworten gibt es hier.

Schlaflosigkeit kommt mit dem Baby

Auch wenn Schlafmangel und Schlaflosigkeit bereits in der Schwangerschaft beginnen kann, wird der Schlafentzug noch einmal deutlich erhöht, sobald das Kind auf der Welt ist. Im ersten Jahr mit Baby verlieren Neu-Eltern laut einer Studie von Ergoflex unter 1800 Britinnen und Briten etwa 1056 Stunden Schlaf – das sind insgesamt 44 Tage, die ihnen an Schlaf fehlen. Die Studie zeigt weiter, dass die Eltern in den ersten zwölf Monaten mit Kind oft nur auf knapp fünf Stunden Schlaf kommen und die auch oft nicht am Stück.

Babys schlafen viel, aber kurz

Neugeborene schlafen etwa 16 Stunden am Tag, allerdings nicht am Stück – wie viele Mütter aus eigener Erfahrung wissen. Die Säuglinge haben viele Bedürfnisse: Die Eltern müssen den Hunger des Kindes stillen, seine Windel wechseln und oft einfach Nähe geben. Alle zwei bis drei Stunden müssen diese Bedürfnisse befriedigt werden und das rund um die Uhr. Das raubt den Schlaf der jungen Eltern. Für Mamas kommt hinzu, dass ihr Schlaf leichter gestört wird als der von ihren Partnern. Frauenschlaf wird durch Geräusche oder Stress viel schneller unterbrochen als der von Männern – eben damit sie ihren Nachwuchs hören. Die Umstellung auf einen leichteren Schlaf mit häufigem Wachwerden stellt sich zumeist schon bei der Schwangerschaft ein. Das Gute: Der weibliche Körper bereitet sich dabei aber auch gleichzeitig auf ein schnelleres Wiedereinschlafen vor.

Mamas brauchen genügend Schlaf

Welche Mutter kennt sie nicht: Die unglaubliche Müdigkeit, die vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt dein ständiger Begleiter zu sein scheint. Zwar ist beim Schlaf nicht unbedingt die Dauer, sondern eher die Qualität entscheidend – allerdings leidet im ersten Jahr mit Kind auch die Schlafqualität. Den Mangel an Schlaf stecken einige Neu-Mamas besser weg als andere. Das ist ganz individuell abhängig von der eigenen Robustheit, der Genetik, der Partnerschaft und von anderen Bedingungen. Wer allerdings unter ständigem Schlafmangel leidet, für den macht sich der Schlafentzug im Alltag bemerkbar. Man wird reizbarer, ungeduldiger, aggressiver und unaufmerksamer. Auch der Stoffwechsel und das Immunsystem leiden, wenn sie sich in der Nacht nicht erholen können. In manchen Fällen bekommen Neu-Eltern Schwierigkeiten bis hin zum Burnout, Depressionen und einer chronischen Schlafstörung. Es ist also sehr wichtig, dass sich Mütter auch um die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden kümmern – und vor allem darum, so viel Schlaf wie möglich zu bekommen. Denn nur eine ausgeruhte Mutter kann sich auch gut um ihr Kind kümmern.

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Tipps, um auch als Neu-Mama genug Schlaf zu bekommen

  1. Schlafen eine hohe Priorität einräumen 
    Versuche deinen Lebensstil den neuen Gegebenheit anzupassen. Auch wenn du vor dem Kind sehr aktiv warst und die Wochenenden mit sozialen Aktivitäten gestaltet hast, solltest du dich im ersten Jahr mit Baby nicht übernehmen. Jede Ruhephase, in der dein Kind dich nicht braucht, ist Gold wert. So kannst du Energie tanken und früher ins Bett gehen. 
  2. Powernapping ist das Stichwort 
    Ein kurzes Schläfchen von 15 Minuten kann wahre Wunder wirken. Also stürze dich nicht in Aktivitäten, sobald dein Kind schläft, sondern nutze die Zeit, um selbst ein bisschen Schlaf nachzuholen. 
  3. Um Hilfe bitten 
    Manchmal hilft es auch schon, wenn du Freunde oder Familie ab und zu um Hilfe bittest. Wenn jemand manchmal vormittags für ein paar Stunden auf dein Kind aufpasst, kannst du ein paar kostbare Stunden Schlaf nachholen. 
  4. Frische Luft schnappen 
    Geht man tagsüber an die frische Luft, kommt nicht nur der Kreislauf in Schwung. Man fühlt sich nach einem Spaziergang auch gleich energiegeladener – und gleichzeitig beruhigt es ein quengeliges Baby. 
  5. Stillzeiten nutzen 
    Beim Stillen wird nicht nur das Baby müde, auch Mama fallen dann ganz leicht die Augen zu. Wenn du dir vorher den Wecker stellst, kannst du nach dem Stillen immer wieder ein kurzes Nickerchen machen. 
  6. Fünfe gerade sein lassen 
    Mütter stehen vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt unter einem gehörigen Druck, alles perfekt und richtig machen zu wollen. Dazu gehört für viele auch, einen sauberen Haushalt zu haben. Sobald man aber gelernt hat, wie wenig sich im Leben mit Kind planen lässt und wie kostbar die ungestörte Zeit für einen selbst und mit dem Partner ist, schraubt man auch die eigenen Ansprüche herunter. Also lieber Entspannen und sich Zeit für sich nehmen, anstatt einer unerreichbaren Idealvorstellung hinterherzujagen.

Anhaltende Schlaflosigkeit

Du hast nach den ersten Wochen der Geburt sogar die Gelegenheit zum Schlafen, kannst aber nicht? Dann bist du nicht alleine. Bei vielen Müttern bleibt die Schlaflosigkeit, auch wenn das Baby inzwischen die Nächte durchschläft. Die anhaltende Schlaflosigkeit kann verschiedene Ursachen haben – die häufigste ist jedoch die Angst, das Kind nicht zu hören. Die Sorge hält dich wach oder lässt dich nur dösen.

Was hilft gegen Schlaflosigkeit?

Sollte deine Schlaflosigkeit über mehrere Monate anhalten und deiner Gesundheit schaden, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Für leichtere Fälle haben wir ein einige bewährte Hausmittel gegen Schlaflosigkeit:

  1. Beruhigungstees mit Lavendel, Baldrian, Hopfen udn Melissenblättern sind ideal vor dem Schlafengehen.
  2. Ein bisschen Lavendelöl auf dem Kopfkissen kann wahre Wunder bewirken.
  3. Vanille als Raumduft kann den Schlaf fördern.
  4. Der Klassiker unter den schlaffördernden Mitteln: Heiße Milch mit Honig.
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Unsere Autorin

Jasmine Barendt

Mit ihrer Leidenschaft für Social Media und ihrem Auge für Ästhetik kann Jasmine Barendt bei wireltern.de genau das machen, was ihr Freude bereitet. Als freie Mitarbeiterin erstellt sie für uns Grafiken und Texte.

Den Themen Familie, Ernährung und Freizeitgestaltung fühlt sie sich dabei besonders nahe.

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