Finanzen & Vorsorge

Krankenversicherung Für alle Pflicht

Meistens kann die Mutter ihr Neugeborenes mitversichern. Doch es gibt Sonderfälle, die es zu beachten gilt.

Ist das Baby da, steht der neue Alltag mit dem Kind für die Eltern erst mal im Mittelpunkt. Auch wenn das Neugeborene zunächst quasi über die Mutter versichert ist, darf keinesfalls vergessen werden, das Kind umgehend selbst bei einer Krankenversicherung anzumelden. Denn die Krankenversicherung ist in Deutschland für alle Pflicht.

Sind beide Eltern gesetzlich krankenversichert, kann das Kind dort kostenlos mitversichert werden. Denn für Familien bietet die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) den Vorteil der Familienversicherung. Das heißt: Ist ein Elternteil gesetzlich versichert, sind in der Regel der nicht berufstätige Ehepartner sowie alle Kinder automatisch beitragsfrei mitversichert und erhalten die volle Leistung.

Achtung: Für Paare, die unverheiratet zusammenleben, besteht kein Anspruch auf eine Familienversicherung. Die Mutter kann ihr Kind dann bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse mit anmelden. Im Mutterschutz und während der Elternzeit ist eine Familienversicherung nur möglich, wenn der Ehepartner schon vorher Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, also nicht privat krankenversichert war.

Bei den privaten Versicherungen gibt es keine kostenlose Mitversicherung der Ehefrau und der Kinder! Jedes Familienmitglied muss selbst versichert werden – das kann bei Familien mit mehreren Kindern teuer werden.

Ob ihr Kind privat oder gesetzlich versichert wird, können Sie nicht selbst entscheiden. Vereinfacht gesagt, wird das Kind dem Partner mit dem höheren Einkommen zugeschlagen. Private Krankenversicherungen nehmen das Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt auf – in aller Regel ohne Gesundheitsprüfung.

Voraussetzungen für Mitglieder der kostenfreien Familienversicherung sind:

  • Sie leben in Deutschland
  • Sie haben keine eigene vorrangige Versicherung
  • Sie sind nicht versicherungsfrei (z. B. Beamte) beziehungsweise sie haben sich nicht von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen
  • Sie sind nicht hauptberuflich selbstständig
  • Sie erzielen nur ein geringes Gesamteinkommen. Das heißt, dass ihr Gesamteinkommen die maßgebende monatliche Einkommensgrenze (2011: 365 Euro pro Mitversichertem, bei einer geringfügigen Beschäftigung 400 Euro) nicht übersteigt.

Tipp
Geburtsurkunde: Die Geburt muss innerhalb von einer Woche beim Standesamt des Geburtsortes angezeigt werden. Dort werden auch die Geburtsurkunde sowie die erforderlichen Kopien zum Beispiel für die Krankenversicherung oder den Eltern- und Kindergeldantrag ausgestellt. In vielen Kliniken kann man die Anmeldung direkt vornehmen. Die Urkunden müssen dann nur noch beim Standesamt abgeholt werden.

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