Portugal Happy End an der Algarve

Mami-REPORTERIN Nina zu Besuch im familienfreundlichen „Martinhal Beach Resort & Hotel“ am „Ende der Welt“.

 

Ein fulminanter Sonnenuntergang begleitet meinen Sohn Friedrich, meinen Mann und mich auf der Fahrt vom Flughafen Faro zum Resort-Hotel in Sagres, unserer Kurzurlaubsoase an der südwestlichen Algarve. Der Duft von Olivenbäumen steigt in die Nase. Was für ein Willkommen! 

Ich zücke mein Smartphone, um diesen Moment festzuhalten, während mein Mann E-Mails beantwortet. Prompt versorgt uns auch schon der Fahrer unseres Hotel-Shuttles mit dem Passwort fürs Taxi-WLAN. Wohl wissend, dass alle gestressten Workaholic-Eltern nicht von ihren Smartphones lassen können. „Was haben wir bloß gemacht, bevor wir smartphone-abhängig wurden?“, frage ich ihn. „Wir haben entspannt“, antwortet er lächelnd.

 

Bei den „Garden Houses” befindet sich ein großer Pool.

Menschenleere Strände, Pools und Spielplätze 

Es hätte nicht angenehmer sein können, in der Nebensaison mit der Familie dem deutschen Winter zu entfliehen und eine kleine Auszeit im Warmen zu genießen. Das „Martinhal“ liegt inmitten des Costa-Vicentina-Nationalparks – direkt am Strand mit unverbautem Blick auf den Atlantik und mit dem Fischerdorf Sagres nebenan. Fernab der Hochsaison sind die Strände, Pools und Spielplätze leer – ein willkommener Luxus gegenüber der Hauptsaison. Aber selbst im Sommer liegen die Gäste hier nicht wie die Ölsardinen in der Büchse oder reservieren die Liegen vor dem Frühstück, wie uns eine Hotelangestellte verrät. 

Ein Urlaub in einem Fünf-Sterne-Luxusresort ist eben kein Standard-Cluburlaub! Das merkt man übrigens auch an unserer Unterkunft: Wir residieren in einem zweistöckigen, geschmackvoll eingerichteten „Garden House“ mit Terrasse, kleinem Garten, zwei Schlafzimmern,
einem Reise-Babybett und voll ausgestatteter Küche. Gegen das Buffet mit Blick aufs Meer hat sie allerdings keine Chance.

Frühstück mit Meerblick – gibt es etwas Schöneres?

Unser tagtägliches Verwöhnprogramm: 20 Grad und Sonne, Frühstück mit Meerblick, leckeres Essen inklusive großer Auswahl auch für die Kleinsten und den schmackhaftesten Oktopus, von dem mein Mann als Seafood-Fan noch heute schwärmt. 

 

Die Babysitter sind tiefenentspannt

Das Beste: Wir können dank Babysitter auch mal in trauter Zweisamkeit essen. Außerdem: Kundalini-Yoga, Spa, Whirlpool, Sauna und ein herzlicher und zuvorkommender Service. Selbst dann, wenn Friedrich die Babysitter auf Trab hält, indem er aus der Restaurant-Spielecke ausbüchst und seine Spielzeugautos mit dem Aufzug auf Reisen schickt (so lange, bis ein Mitarbeiter sie ihm grinsend wiederbringt).

 

Friedrich mit Freundin Lea in der Restaurant-Spielecke ...

Kinder spielen hier die Hauptrolle

Es macht uns viel Spaß zu sehen, wie glücklich Friedrich im Urlaub ist und wie er mit voller Charmeoffensive die immer freundlichen Mitarbeiter beschäftigt, die selbst mitlachen müssen. Seiner deutschen Urlaubsbekanntschaft Lea kann Friedrich nicht nur erfolgreich die Haarspangen entlocken – mit dem Händchenhalten fängt man doch lieber früher als später, oder nicht? 

Auch wenn Kinder die Hauptrolle im „Martinhal“ spielen, können sich Singles oder kinderlose Paare hier wohlfühlen. Kleine Spielecken, die „Kids Corners“, sind diskret zwischen Appartements und Sportplätzen, in Restaurants, am Pool oder Strand untergebracht. Überall gibt es genügend Spielsachen, ohne dass man über sie stolpert.

 

… und hier am Sandstrand direkt am Hotel.

Spieleparadies auf 3.400 Quadratmetern 

Friedrich probiert alles aus, was das über 3.000 Quadratmeter große Spieleparadies zu bieten hat: Indoor-Hüpfparcours, Babypool, Spielplätze mit Trampolins und Riesensandkisten. Den „Kids Club" – einen von insgesamt fünf Kinderclubs – nehmen wir etwas schüchtern nur einmal in Anspruch, als mein Mann und ich uns eine Spa-Auszeit zusammen gönnen. Ansonsten hat Friedrich so brav geschlafen, dass wir ganz ohne Betreuung tief entspannt lesen, dösen oder einfach nur dem Meeresrauschen oder dem Rascheln des Schilfs zuhören können – als Bloggerin auch gerne mit Smartphone in der Hand. „Glückliche Kinder haben entspannte Eltern“, lautet die Philosophie des „Martinhal“. Und genauso war es bei unserem Familienurlaub im „Beach Resort“, den ich vor allem in der Nebensaison empfehlen kann.

 

Zu Gast am südwestlichsten Punkt Europas

 

Information www.martinhal.com/de oder www.visitalgarve.pt

Anreise Direktflüge nach Faro z. B. mit Airberlin von Berlin-Tegel, mit Germanwings von Köln/Bonn oder mit Tap Portugal von Hamburg. Für die 120 Kilometer vom Flughafen Faro zum Hotel nimmt man am besten einen Mietwagen oder den Shuttle-Service (Fahrzeit: etwa eine Stunde und 15 Minuten). 

Unterkünfte Zur Anlage gehören verschiedene Ferienhäuser und Villen („Village Houses”, „Vilas Mimosa”) sowie das „Martinhal Hotel” mit 37 Zimmern.

To-do Unbedingt einen Besuch abstatten müssen Familien dem „Farol do Cabo de São Vicente” – dem lichtstärksten Leuchtturm Europas, der etwa vier Kilometer von Sagres entfernt liegt. Dort gibt’s außerdem „Die letzte Bratwurst vor Amerika” (www.letztebratwurst.com).

Tipp Wer mit gleichem Komfort näher an einer aufregenden Stadt Urlaub machen möchte, sollte im Frühjahr 2016 im neuen „Martinhal Lisbon Cascais Family Hotel” – nur 20 Autominuten von Lissabon-Downtown entfernt – vorbeischauen.

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