Mama-REPORTER testen Wintersport in Obertauern

Perfekte Pisten für Anfänger und Fortgeschrittene und Schnee satt:
Mama-REPORTERIN Kerstin hat die Wintersportdestination Obertauern
mit Mann und Kindern auf zwei Brettern erobert

"Mama, wo ist denn nun der Schnee?!", fragt mich Benedikt erwartungsvoll. "Kommt gleich", antworte ich und schaue misstrauisch auf die grünen Wiesen und Wälder. Wir sind in 30 Minuten am Ziel und von Schneelandschaft ist noch nicht wirklich viel zu sehen. Langsam arbeiten wir uns durch das Bergmassiv und plötzlich, eine Biegung um den Fels später, ist alles weiß! Aber nicht nur ein bisschen Schneeverhangen, nein, meterhoher Schnee wohin man blickt – wunderbar! Eine Winterlandschaft wie aus dem Bilderbuch. Gut gelaunt treffen wir in Obertauern ein und haben das kleine verträumte Städtchen mit einem Blick erfasst – an Skischulen, Bekleidung und Restaurants wird es uns hier sicherlich nicht mangeln.

Spaß auf der Piste. Foto: Kerstin Buchholz

Gut durchdachtes Skigebiet

Im "Hotel Petersbühel" angekommen, werden wir sehr freundlich empfangen und erhalten eine Karte mit den wichtigsten Informationen. Auf der Karte kann man sofort erkennen, wie gut durchdacht der Verlauf der Skipisten angelegt ist. Während die rote Tauernrunde im Uhrzeigersinn rund um den Ort herum verläuft, geht die grüne Tauernrunde gegen den Uhrzeigersinn. Von einem beliebigen Ausgangspunkt kann man so die ganze Tauernrunde befahren und wieder an seinen Ausgangspunkt zurückkehren. Wir sind hochmotiviert – aber erst einmal heißt es Koffer auspacken! Bei drei Kindern hoffe ich, dass genügend Schränke vorhanden sind – bei der Anzahl an Wechselwäsche könnte ich glatt zwei Familien einkleiden. Ich werde nicht enttäuscht und schaue mir unsere beiden Zimmer, die durch eine Treppe miteinander verbunden sind, erfreut an. Die obere Etage gehört den Kindern mit Bad und separater Dusche, unten wohnen mein Mann und ich mit derselben Ausstattung und einem umwerfenden Ausblick auf Obertauerns Alpenpanorama!

Gemütlichkeit im Hotel. Foto: Kerstin Buchholz

Alles ist innerhalb weniger Minuten erreichbar

Damit die Kinder auch auf einen Sonntag schon den Schnee genießen können, leihen wir ein paar hoteleigene Tellerschlitten aus und machen uns auf zum nächstgelegenen Berg. Lange muss man hier nicht laufen, da alles innerhalb weniger Minuten erreichbar ist – ein sehr wichtiges Kriterium, wenn man mit Kindern und Ausrüstung unterwegs ist!

Am nächsten Tag geht’s los zur Skischule. Nettes Personal, das nicht nur eine stets gelassene Freundlichkeit zum Neidischwerden an den Tag legt, sondern es auch mit Leichtigkeit schafft, selbst den Kleinsten ruckzuck die ersten Schwünge beizubringen. "Mama, wenn ich morgen die Pizza und Pommes gut mache, kann ich schon mit auf die Piste", sagt meine älteste Tochter (8 Jahre), und meint natürlich die Parallelfahrt und den Pflugbogen. Am dritten Tag fuhr meine Tochter dann auch schon locker mit den Skilehrern die neu eröffnete Kindertauernrunde und nahm an den Skischul-Wettfahrten teil. Die Kindertauernrunde besteht aus zwei Runden: der "Bobby-Runde" und der Runde "My Track". Die Bobby-Runde ist speziell für die Kleinsten konzipiert und benannt nach dem Ortsmaskottchen Bobby, ein Schneehase. Unterwegs warten auf beiden Runden unter anderem eine Wellenbahn, eine Zeitmessstrecke, ein Funpark, eine Geisterbahn, ein Märchenwald und ein Zwischenstopp beim Bibo Bär und seinen vier Freunden, von denen meine Tochter begeistert berichtete. Selbst danach hatte sie nicht genug und kam abends noch mit zum Nachtskilauf. Nachts auf beleuchteten Skipisten unterwegs zu sein, ist auch mal eine ganz besondere Art von Abfahrt.

Zwischendurch haben wir unseren Kindern eine Fahrt mit den

Mini-Ski-Doos ermöglicht, im festen Glauben, von ihnen zu den weltbesten Eltern erkoren zu werden… Tja, mein Sohn ist nicht so begeistert, da die motorisierten Schlitten ziemlich schnell Fahrt aufnehmen, und die Kleinste beschwert sich lauthals, weil sie nicht alleine fahren darf.

Farbtupfer im Schnee. Foto: Kerstin Buchholz

Alles, was ein Familienurlaub braucht!

Bei der Fahrt mit dem Pferdeschlitten sitzen die Kinder in Decken eingehüllt, lauschen gebannt den Geschichten unseres Schlittenführers und genießen die großartige Winterlandschaft. Da wir neben den Langlaufloipen hertraben, habe ich einen guten Blick auf die Langlaufstrecke und nehme mir fest vor,das irgendwann auch mal auszuprobieren.

Dieses Skigebiet hat uns wirklich überzeugt, denn mit (kleinen) Kindern einen entspannten Familienurlaub zu verbringen, ist eine echte Herausforderung. Hier findet man neben fußläufig gut erreichbaren, top-präparierten Pisten auch schöne Wanderwege, sowie zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten für Kleine und Große. Obertauern, wir sehen uns ganz bestimmt wieder!

Ein Klavier auf 2000 Metern Höhe

Später bei der Gondelfahrt sind sich immerhin alle wieder einig. Die Kinder sind von der tollen Landschaft begeistert, – wir auch. Den atemberaubendsten Ausblick haben wir auf 2000 Metern Höhe, die wir mit der Grünwaldkopfbahn erreichen. Etwas surreal wirkt der Nachbau des Beatles-Klaviers, das 1967 für einen Musikvideodreh eigens dort oben aufgestellt wurde.

Tipps zum Trip

  • Informieren: www.obertauern.com
  • Hinkommen: Z. B. mit dem Flugzeug nach Salzburg oder Klagenfurt, dann weiter mit dem Shuttle nach Ober- tauern; "Sparpreis Europa" der Deutschen Bahn, Verbindungen unter www.bahn.de, www.oebb.at/de/
  • Übernachten Hotel Petersbühel, www.petersbuehel.at
  • Skigebiet 100 Pisten-Kilometer (61 Kilometer blaue, 35 Kilometer rote und vier Kilometer schwarze Piste)
Obertauern bei Nacht. Foto: Kerstin Buchholz

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