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In guten wie in schlechten Zeiten
Heiraten

Sie wollen heiraten? Herzlichen Glückwunsch! Sie haben Ihren Partner für ein gemeinsames Leben gefunden und wagen nun den nächsten Schritt. Am schönsten Tag in Ihrem Leben erhält ein klitzekleines kurzes Wort eine große Bedeutung: Ihr „Ja“. Sie legen mit diesem gewichtigen Ja-Wort den Grundstein zu Ihrer Ehe. Als Braut und Bräutigam gestehen Sie sich gegenseitig Ihre Liebe ein, schenken sich Ihr Vertrauen und gehen gemeinsam in enger Verbundenheit in die Zukunft – in guten wie in schlechten Zeiten!

Damit Ihre Hochzeit zu einem unvergesslichen feierlichen Erlebnis wird, sollten Sie sich frühzeitig Gedanken machen: Wen laden Sie ein, wer wird Trauzeuge, wollen Sie nur standesamtlich oder auch kirchlich heiraten, welchen Namen nehmen Sie an, ...?
Wir helfen Ihnen mit Tipps und Informationen rund ums Heiraten.

Der schönste Tag im Leben

Sie planen Ihre Hochzeit und sind damit nicht allein. Heiraten ist schön und immer mehr Paare „trauen“ sich: seit drei Jahren ist in Deutschland wieder ein leichter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren zu erkennen. So heirateten im letzten Jahr 395.000 Paare - 12.000 Eheschließungen mehr als 2003. Der Wunsch nach einer glücklichen Ehe steht in Umfragen zur Lebensqualität ganz weit oben – in einer festen Partnerschaft findet der Mensch das, wonach er sich sehnt: Stabilität, Geborgenheit und Vertrauen.
Ob standesamtliche Trauung oder kirchliche Hochzeit - eine Eheschließung ist immer mit einem rauschenden Fest verbunden. Und hier gilt: je besser die Planung, desto schöner das Fest! Einladungskarten müssen verschickt, das Menü geplant, Trauzeugen ausgewählt, Termine abgesprochen werden, ... Wir geben Ihnen Tipps, wie Ihr Hochzeitstag nahezu perfekt und stressfrei wird sowie eine Übersicht, an was Sie alles denken sollten...

 

Möglichst früh:

Die Hochzeitsvorbereitungen

Je näher der Tag der Hochzeit rückt, desto turbulenter und aufregender wird es.
Damit Sie erst gar nicht in Hektik verfallen, sollten Sie rechtzeitig anfangen, Ihren großen Tag zu planen. Unsere Zeitübersicht mit Checkliste hilft Ihnen dabei:

6 Monate vorher:

  • Hochzeitstermin festlegen
  • Papiere für Standesamt und Kirche besorgen
  • beim Standesamt Antrag zur Eheschließung stellen
  • kirchlichen Hochzeitstermin mit dem Pfarrer besprechen und Datum für das Traugespräch festlegen
  • Gästeliste erstellen
  • beim Arbeitgeber Urlaub beantragen
  • Restaurant und/oder Festsaal reservieren
  • Budget erstellen
  • Musik buchen (eventuell auch schon früher nachfragen!)
  • guten Fotografen suchen
  • schon mal nach Festkleidung umschauen
     

4 Monate vorher:

  • Einladungskarten verschicken
  • Brautkleid und Accessoires aussuchen
  • sich für einen Familiennamen entscheiden
  • Hochzeitsreise buchen
     

3 Monate vorher:

  • Bräutigam einkleiden
  • Trauringe auswählen
  • Geschenkliste oder Hochzeitstisch für die Gäste zusammenstellen
  • neuen Personalausweis und Reisepass beantragen (bekommen Sie dann bei der standesamtlichen Hochzeit ausgehändigt)
  • Menü festlegen
     

2 Monate vorher:

  • Übernachtungsmöglichkeiten für anreisende Gäste reservieren
  • Trauzeugen auswählen
  • Hochzeitstorte bestellen
     

1 Monat vorher:

  • Helfer einteilen, die zum Beispiel den Sektempfang nach dem Standesamt organisieren oder in der Kirche einen Text vorlesen
  • Tischordnung festlegen
  • Blumenschmuck auswählen
  • Hochzeitsgarderobe nochmals anprobieren und Schuhe einlaufen
  • Tischkärtchen beschriften
     

1 Woche vorher:

  • falls Gäste abgesagt haben: Tischordnung aktualisieren
  • Koffer für die Hochzeitsreise packen
     

1 Tag vorher:

  • Brautbeutel oder kleine Handtasche mit Make-up, Lippenstift, Ersatzstrumpfhose, Taschentüchern, etc. packen
     

Hochzeitstag:

  • Wenn Sie die Tipps befolgt haben, sollte eigentlich alles gut gehen. Deshalb heißt es jetzt: Genießen, entspannen und sich feiern lassen!
     

Nach der Hochzeit:

  • Danksagungen verschicken
  • neuen Personalausweis und Reisepass beantragen (falls nicht            schon 3 Monate vorher gemacht)
  • Versicherungen, Banken, Arbeitgeber, Finanzamt, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, etc. über den neuen Namen informieren
  • neue Steuerklasse in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen
  • Namensschild an Klingel und Briefkasten ändern

Buchtipps

Sarah Manson, Alisa Petchey: Heiraten!
Urania Verlag 2003
Mit 200 opulenten Farbfotos
ISBN: 3-332-01383-1
Preis 25,00 Euro
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„Alles, was Ihren großen Tag noch schöner macht“ – so verspricht es der Untertitel und dieses Versprechen hält das Buch auch. Ein guter Leitfaden, der von Anfang an bei den Hochzeitsvorbereitungen dabei sein sollte. Von der Verlobung bis zur Hochzeitsreise gibt er Rat, Tipps und Anregungen für ein rundum gelungenes Fest. Mit Checkliste , Planungshilfe und Ansprachen. Über 180 Seiten mit vielen Farbfotos.

Irene Fackler: Hochzeit – Von der Einladungskarte bis zur Tischdekoration

Ravensburger 2001
Mit Vorlagenbogen
ISBN 3-332-01224-X
Preis 6,90 Euro Jetzt bei amazon.de anschauen


So gestalten Sie Ihre Hochzeit ganz individuell und persönlich: mit selbst gebastelten Einladungen, Tischschmuck, Namensschildchen und Danksagungskarten. Ob klassisch oder eher ein bisschen bunter, hier bekommen Sie viele Anregungen und kreative Ideen. Mit großem Vorlagenbogen und vielen Farbfotos, 32 Seiten.

Standesamt und Kirche

Wer eine in Deutschland gültige Ehe führen möchte, für den führt kein Weg am Standesamt vorbei. Eine standesamtliche Hochzeit ist zudem die Voraussetzung für eine kirchliche Trauung. Wofür Sie sich auch entscheiden, vor dem Eheglück gilt es, noch ein paar bürokratische Hürden zu nehmen...

Möchten Sie in den Hafen der Ehe einlaufen, sind zur standesamtlichen wie zur kirchlichen Trauung ein paar Behördengänge unerlässlich. Sie benötigen gewisse Dokumente, ohne die eine Eheschließung nicht möglich ist.

 

Auf dem Standesamt...

... bestellen Sie nicht mehr Ihr Aufgebot – seit Sommer 1998 ist an diese Stelle der Begriff „Anmeldung der Eheschließung" getreten. Diese förmliche Anmeldung ist der erste Schritt in Richtung Ehe und muss laut Gesetz vor der Eheschließung bei Ihrem zuständigen Standesamt erfolgen.
Zu diesem Termin müssen beide Partner gemeinsam erscheinen - nur in Ausnahmefällen und mit einem im Vorfeld von der verhinderten Person ausgefüllten Formular, in dem der Grund des Nichterscheinens angegeben ist, kann ein Partner allein die Anmeldung zur Eheschließung stellen.

Bringen Sie dem Standesbeamten folgende Unterlagen mit:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • beglaubigte Abschrift des Familienbuchs der Eltern (das Familienbuch ist nicht das im Familienbesitz befindliche Familienstammbuch, sondern ein beim Standesamt des Wohnsitzes der Eltern geführtes Personenstandsregister)
  • Abstammungsurkunde, falls die Eltern vor dem 01.01.1958 geheiratet haben, weil dann kein Familienbuch geführt wird. Heiratet man zum zweiten, dritten oder vermehrten Mal, wird die Abstammungsurkunde manchmal auch zusätzlich zur Familienbuchabschrift gebraucht
  • stimmt der Hauptwohnsitz eines Partners nicht mit dem gewählten Standesamt überein ist, eine Aufenthaltsbescheinigung der zuständigen Meldebehörde "zur Vorlage beim Standesamt" nötig. Diese Bescheinigung soll nicht älter als einen Monat sein
  • verwitwete und geschiedene Eheleute müssen zusätzliche Urkunden vorlegen: aktuelle Abstammungsurkunde und einen Nachweis über die vorausgegangene Ehe mit Auflösungsvermerk, eventuell auch Scheidungs- oder Sterbeurkunde
  • ist ein Partner adoptiert oder sind schon Kinder da, sind oft weitere Unterlagen nötig, ebenso wenn einer der Partner nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Fragen Sie bei Ihrem zuständigen Standesamt nach.

Nach der Anmeldung zur Eheschließung sprechen Sie mit dem Standesbeamten einen Termin ab. Da das Wunschdatum schon ausgebucht sein kann, ist es am besten, wenn Sie im Vorfeld mehrere Termine in Betracht ziehen.

In der Kirche...

... feiern Sie in einem Gottesdienst im kirchlichen Rahmen Ihren Entschluss zu einem gemeinsamen Leben. Sie bitten um den Segen Gottes für Ihre Ehe. Als Voraussetzung gilt jedoch, dass Sie sich zur Kirche zugehörig fühlen und dass es mindestens ein Partner auch ist. Weiterhin müssen Sie standesamtlich verheiratet sein - einem Pfarrer ist es sogar gesetzlich verboten, eine Trauung bei einem Paar vorzunehmen, dass nicht rechtsgültig auf dem Standesamt geheiratet hat. Die evangelische Kirche kennt Ihre standesamtliche Eheschließung auch als kirchliche Eheschließung an und empfiehlt Ihnen im Anschluss ans Standesamt eine kirchliche Trauung mit dem Charakter einer Segnung. Im Gegensatz dazu steht die katholische Kirche, die ein eigenes kirchliches Eheschließungsrecht entwickelt hat. Sind Sie beide katholisch, so erkennt die katholische Kirche Ihre standesamtliche Trauung nur als ein rein formales Rechtsverhältnis an, aber erst durch die kirchliche Trauung wird Ihre Ehe als Treuebindung von Mann und Frau begründet.

Circa ein halbes Jahr vor dem Gang zum Altar sollten Sie mit dem Pfarrer einen Termin verabreden, um Ihre Trauung anzumelden.
Sie benötigen folgende Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Taufurkunde
  • Firmungszeugnis oder Konfirmationsurkunde
  • amtliche Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung oder Heiratsurkunde der standesamtlichen Eheschließung
  • Familienstammbuch

Zu einem weiteren Termin im Vorfeld der Hochzeit führen Sie mit dem Pfarrer das Traugespräch. Er informiert Sie über den Ablauf der Trauzeremonie und den Sinn einer christlichen Ehe. Sie können den Gottesdienst besonders persönlich gestalten, wenn Sie mit dem Pfarrer und Organisten zusammen die Kirchenlieder aussuchen, die Sie besonders mögen.

Mehr als Schall und Rauch: Der Name

Wie möchten Sie nach der Hochzeit heißen? Nehmen Sie den Namen Ihres Partners an, möchten Sie einen Doppelnamen führen oder behalten Sie beide lieber den eigenen? Heutzutage stehen Ihnen bei der Wahl des Familiennamens mehrere Möglichkeiten offen...

Das Namensrecht
Sie können sich mit Ihrem Partner nicht für einen Ihrer Nachnamen entscheiden? Und nun wissen Sie nicht, wie Sie nach der Hochzeit heißen wollen? Bevor das Los entscheiden muss, lesen Sie bitte weiter – heutzutage haben Sie bei der Wahl des Familiennamens mehrere Möglichkeiten.
Das war allerdings nicht immer so: laut Bürgerlichem Gesetzbuch galt ab 1896 in Deutschland automatisch der Name des Mannes als Ehename. Erst seit 1957 durfte die Frau diesem durch eine Erklärung gegenüber dem Standesbeamten per Bindestrich ihren Mädchennamen anhängen. Die Regelung, dass entweder der Name des Mannes oder der der Frau als Familienname bestimmt werden konnte, gab es seit Juli 1976. Und seit 1994 ist auch eine getrennte Namensführung bei Verheirateten gesetzlich erlaubt... Hier Ihre Möglichkeiten im Überblick:

Gemeinsamer Familienname:
Sie entscheiden sich entweder für Ihren Namen oder für den Ihres Partners und bestimmen diesen dann zu Ihrem gemeinsamen Familiennamen. Seit 2004 dürfen Geschiedene auch den angeheirateten Namen aus der früheren Ehe auf den neuen Partner übertragen. Ist die Entscheidung für einen gemeinsamen Familiennamen gefallen, ist eine spätere Änderung leider nicht möglich. Sind Sie zum Zeitpunkt der Hochzeit aber noch unsicher und möchten erstmal beide den eigenen Namen behalten, können Sie später jederzeit durch eine Erklärung beim Standesamt den gemeinsamen Namen eintragen lassen.

Getrennte Namensführung
Sie müssen sich nicht für einen gemeinsamen Familiennamen entscheiden. Es besteht auch nach einer Eheschließung die Möglichkeit, dass Braut und Bräutigam jeweils den eigenen Namen weiterführen. Aber wenn das erste Kind auf die Welt kommt, müssen sich die Eltern festlegen, ob es den Namen des Mutters oder des Vaters tragen soll. Die Entscheidung gilt dann auch für alle Geschwisterkinder.

Doppelname
Als Ehepaar können Sie nicht gemeinsam einen Doppelnamen tragen. Sie einigen sich mit Ihrem Partner auf einen Familiennamen. Der Partner, dessen Name nicht gewählt wurde, darf seinen Geburtsnamen dem Familiennamen entweder vorneweg oder hintenan stellen und diesen Doppelnamen führen. Gemeinsame Kinder aus dieser Ehe erhalten automatisch den Familiennamen, sie dürfen den Doppelnamen nicht tragen. Wenn Sie den Doppelnamen irgendwann einmal nicht mehr führen wollen, sondern nur noch den Familiennamen tragen möchten, können Sie dies bei Ihrem Standesamt mit einer beglaubigten Erklärung ändern lassen.

Falls Sie oder Ihr Partner eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen, gelten für Sie eventuell andere Regelungen. Je nach Gesetzgebung des Heimatlandes haben Sie unterschiedliche oder vielleicht auch gar keine Gestaltungsmöglichkeiten im Namensrecht. Fragen Sie bei Ihrem Standesamt nach.

Hochzeitsbräuche

Alte Traditionen für das junge Glück

 

Manche Bräuche dürfen auf keiner Hochzeit fehlen! Über Generationen weitergegeben, schützen sie das jung vermählte Paar vor Unheil und versprechen Glück, Treue, Wohlstand und Kindersegen...
Ein Brautpaar sollte gewisse alte Traditionen berücksichtigen, damit es in eine freudige gemeinsame Zukunft starten kann.
Deshalb dürfen folgende Bräuche auf keiner Hochzeit fehlen, um das junge Glück nicht zu gefährden:

Brautschuhkauf mit Pfennigen
Da die Menschen früher arm waren, mussten sie für die Aussteuer und Brautschuhe jeden Pfennig sparen und auf die Seite legen. Deshalb gilt auch heutzutage noch: Der Bräutigam bekommt eine sparsame und treue Ehefrau, wenn sie ihre Brautschuhe mit Pfennigstücken (bzw. 1-Cent-Münzen) bezahlt.

Geldstück im Schuh
Legt die Braut am Hochzeitstag ein Geldstück in ihren Brautschuh, geht dem Brautpaar in der Ehe nie das Geld aus.

Reis werfen
Die Hochzeitsgäste werfen nach der Trauung Reiskörner über das Brautpaar. Sie symbolisieren nach alter Tradition Fruchtbarkeit und sollen dem jungen Ehepaar viel Nachwuchs bescheren. Statt Reis als Nahrungsmittel zu verschwenden, bietet sich mit Konfetti eine bunte Alternative.

Dosen am Auto
Freunde oder Hochzeitsgäste binden oft leere Blechdosen mit einer Schnur an das Hochzeitsauto. Das Scheppern teilt der ganzen Stadt mit, dass hier ein frisch vermähltes Paar fährt! Zusätzlich vertreibt der Krach die bösen Geister.

Etwas Altes, Neues, Geliehenes und Blaues
Die folgenden vier Dinge sollte die Braut an ihrem Hochzeitstag bei sich tragen: Etwas Altes, das für den Lebensabschnitt als ledige Frau steht, etwas Neues, das die Zukunft als verheiratete Frau symbolisiert, etwas Geliehenes als ein Zeichen der Freundschaft und etwas Blaues als ein Sinnbild für Treue.

Brautentführung
Während der Hochzeitsfeier entführen Freunde und Hochzeitsgäste die Braut. Der Bräutigam muss sie dann suchen. Hat er sie gefunden, zahlt er den Entführern ein Lösegeld, um seine Frau zurückzubekommen. Meistens übernimmt er die Zeche in der Gaststätte, in die die Braut verschleppt wurde und mit der sich die Entführer die Zeit vertrieben haben.

Hochzeitstorte anschneiden
Beim gemeinsamen Anschneiden der Hochzeitsorte lässt sich die „Machtverteilung“ der Ehe ablesen: Derjenige, der hier die Hand oben hält, hat auch in der Ehe das Sagen. Nach dem Anschneiden füttern sich die Brautleute gegenseitig mit einem Stück, so bleibt das Eheglück erhalten!

Brautstrauß werfen
Die Braut wirft ihren Brautstrauß rückwärts über ihre Schulter zu den unverheirateten Frauen, die sich dort aufgestellt haben. Diejenige, die den Strauß fängt, heiratet angeblich als nächste.

Über die Schwelle tragen
Unter der Türschwelle hausen böse Geister, die der jungen Braut ihr Glück missgönnen. Deshalb sollte der Ehemann seine Frau über die Schwelle tragen, damit sie nicht mit den bösen Geistern in Berührung kommt. 

Ganz in Weiß?

Am Aufregendsten, Schwierigsten und doch am Schönsten ist es, dass passende Brautkleid zu finden. Jede Braut steht irgendwann vor der Frage „Was ziehe ich an?“. Bevor Sie nun aber kopflos in den ersten Laden stürmen, sollten Sie sich vorher ein paar Gedanken gemacht haben...

Ganz in Weiß?

Kleiderzwänge beim Heiraten gehören heutzutage zum Glück der Vergangenheit an. Die Braut darf tragen, was ihr gefällt: Ob Sommerkleid, Jeans oder Kostüm ist ganz allein ihre individuelle Entscheidung.
Doch die meisten Frauen entscheiden sich für diesen großen Tag für etwas Besonderes – ein Brautkleid! Dabei muss es nicht immer weiß sein. Pastelltöne, Champagnerfarben, Knallrot oder Bordeauxfarben, die Auswahl ist riesengroß.
Planen Sie ausreichend Zeit ein, bis Sie das perfekte Kleid gefunden haben:

 

  • Blättern Sie in Hochzeitszeitschriften und informieren Sie sich über die verschiedenen Kleiderstile und Schnitte.
  • Gehen Sie in möglichst viele Fachgeschäfte und vergleichen Sie: Welche Hersteller werden geführt, wo werden Sie gut beraten, wo fühlen Sie sich wohl, wo gefällt Ihnen die Auswahl, wie liegen die Preise?
  • Möchten Sie Kleider anprobieren, rufen Sie vorher im Fachgeschäft an und vereinbaren Sie einen Termin. Dann werden Sie auf jeden Fall individuell und mit viel Zeit beraten.
  • Tragen Sie bei der Anprobe Ihre beste Unterwäsche, am besten in weiß oder hautfarben.
  • Probieren Sie von jeder Stilrichtung, die Ihnen gefällt, ein Kleid an und gucken Sie, wie es an Ihnen wirkt. So können Sie die in Betracht kommenden Kleider allmählich einschränken.
  • Nehmen Sie nicht zu viele Berater mit – ein oder zwei Gutachter reichen.
  • Oft muss das Brautkleid bestellt werden, was insbesondere bei Modellen aus ausländischen Kollektionen ein paar Wochen dauern kann. Also genügend Zeit vor dem Hochzeitstermin einplanen! Eventuell sind bei der zweiten Anprobe auch noch einige Änderungen nötig.
  • Haben Sie Ihr Traumkleid gefunden, denken Sie an passende Accessoires wie Schuhe, Schleier, Haarschmuck, Handtasche.

Ab in die Flitterwochen!

Nach den anstrengenden Hochzeitsvorbereitungen, der Aufregung am Hochzeitstag und dem rauschenden Hochzeitsfest haben Sie sich vor allem eins verdient: Ruhe und Erholung. Und wo entspannen Sie am besten? Im Urlaub - also ab in die Flitterwochen!

Nach der Hochzeitsfeier, der damit verbundenen Aufregung und all dem Trubel ist es Zeit für Zweisamkeit. Und die genießen Sie am besten in den Flitterwochen...

Auch wenn die Hochzeitsreise sicher nicht mehr die erste gemeinsame Reise ist, bleibt sie doch etwas Besonderes und Unwiederbringliches. Deshalb sollten Sie die Reise liebevoll und detailliert planen. Drei Viertel aller frisch verheirateten Pärchen buchen eine Hochzeitsreise, so dass es mittlerweile viele spezielle Honeymoon-Angebote gibt. Fragen Sie in Ihrem Reisebüro nach, dort berät man Sie gern. Und beginnen Sie rechtzeitig mit der Planung, so dass Sie circa vier Monate vor dem Hochzeitstermin fest buchen können!

Traumziele auf dieser Welt gibt es genügend – ob nah oder fern, welches Land oder welcher Ort zu Ihrem eigenen Paradies zählt, müssen Sie schon selbst entscheiden. Möchten Sie in die Ferne schweifen, informieren Sie sich vorher, ob Sie für Ihr Reiseland bestimmte Impfungen benötigen. Auch sollten Sie Ihre Reiseapotheke dem Urlaubsziel anpassen. Geht es in die Sonne, ist eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ein Muss!

Wichtig ist auch, dass Sie an Ihren Reisepass und Personalausweis denken – wenn sich bei einem Partner der Nachname ändert, sollten Sie frühzeitig die neuen Ausweise beantragen. Der Name vom Reisepass muss mit den Buchungsunterlagen übereinstimmen. Dann können Sie in Ihre Flitterwochen durchstarten und den schönsten Tag in Ihrem Leben zusammen mit Ihrem Liebsten noch mal in Ruhe Revue passieren lassen!

Übrigens... Wissenswertes rund um den schönsten Tag im Leben.

Kuss über der Hochzeitstorte
Einst stapelten die Hochzeitsgäste die mitgebrachten Torten zu einem Turm auf. Gelang es dem Brautpaar, sich darüber hinweg zu küssen, ohne den Turm zu kippen, bedeutete dies eine glückliche gemeinsame Zukunft.
Bei Hochzeitstorten, die aus fünf Etagen bestehen, steht jede Stufe für einen Lebensabschnitt: sie symbolisieren Geburt, Konfirmation bzw. Kommunion, Heirat, Kinderreichtum und Tod.
Marzipan sollte in der Hochzeitstorte auf keinen Fall fehlen, es verspricht Glück und Liebe.

Die Sprache der Blumen
Auf Hochzeiten gilt nicht „Sag es durch die Blume“, sondern die Blumen sprechen zu uns! Rosen stehen für die Liebe, Lavendel für die Hingabe, Veilchen und Vergissmeinnicht für eine ewige Verbundenheit, Efeu für die Unsterblichkeit der Liebe und Schleierkraut für eine fruchtbare Ehe.

Von Flitterwochen und Honeymoon
Woher kommt der Begriff Flitterwochen? Seit dem 16. Jahrhundert ist die Bezeichnung Flitterwochen für die ersten Ehewochen belegt. Auf mittelhochdeutsch sagten die Menschen damals vlittern für lachen, flüstern, liebkosen oder schmeicheln. Und genau das machen frisch Verheiratete in ihrem Urlaub...
Der englische Ausdruck Honeymoon, Honigmond, geht auf einen alten Brauch zurück: das frisch verheiratete Paar sollte einen Mondzyklus lang jeden Abend ein Gläschen Honigwein trinken. Das süße, betäubende Getränk in Verbindung mit dem Alkohol entfachte wilde Leidenschaft, unterstützt vom Honig, dem eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird. So sollte der Honeymoon seinen Teil dazu beitragen, dass die Braut schwanger werde... Honig als Aphrodisiakum ist auch heute noch bekannt, besonders wenn er mit den richtigen Zutaten vermengt ist. So soll er mit Pfeffer und Ingwer gemischt (schmeckt gut zu Obst!) die Fruchtbarkeit der Frauen und die Potenz der Männer positiv beeinflussen.

Der Ehe-Ring: Symbol für die Ewigkeit
Ein Ring ist durch seine Kreisform ohne Anfang und Ende. Aus diesem Grund steht er als Zeichen der unendlichen Liebe, Treue und Zusammengehörigkeit eines Paares. Während der Trauung steckt sich das Brautpaar gegenseitig den Ehering an die rechte Hand. Eine schöne Erinnerung an den schönsten Tag im Leben ist es, wenn innen der Name des Partners und das Hochzeitsdatum eingraviert sind.

Veilchen, Petersilie und Kronjuwelen

Ehe-Jubiläen
 

Alle Jahre wieder kommt der Hochzeitstag – und alle paar Jahre wieder hat sich dieser Tag eine besondere Bezeichnung verdient:



grüne Hochzeit                                                 =    Tag der Hochzeit
papierne Hochzeit, Baumwollhochzeit             =    1 Jahr
lederne Hochzeit                                              =    3 Jahre
seidene Hochzeit                                             =    4 Jahre
Veilchenhochzeit, hölzerne Hochzeit              =    5 Jahre
zinnerne Hochzeit                                           =    6,5 Jahre
kupferne Hochzeit                                           =    7 Jahre
blecherne Hochzeit                                         =    8 Jahre
Rosenhochzeit, hölzerne Hochzeit                 =    10 Jahre
Petersilienhochzeit, Nickelhochzeit                =    12,5 Jahre
gläserne Hochzeit, Kristallhochzeit                =    15 Jahre
Chrysanthemen-, Porzellanhochzeit              =    20 Jahre
silberne Hochzeit                                            =    25 Jahre
Perlenhochzeit                                                =    30 Jahre
Leinwandhochzeit                                           =    35 Jahre
Aluminiumhochzeit                                          =    37,5 Jahre
Rubinhochzeit                                                 =    40 Jahre
goldene Hochzeit                                            =    50 Jahre
diamantene Hochzeit                                      =    60 Jahre
eiserne Hochzeit                                             =    65 Jahre
steinerne Hochzeit                                          =    67,5 Jahre
Kronjuwelenhochzeit                                       =    75 Jahre

Von „hohe Zeit“ zur „Hochzeit“

Nicht auf jeder Hochzeit wurde auch geheiratet: bis ins späte Mittelalter war der Begriff eng mit den wichtigsten geistlichen Festen im Kirchenjahr verbunden. So beging man eine „hohe Zeit“ ausschließlich zu Ostern, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten. Im Lauf der Zeit verengte sich der Begriff zu „Hochzeit“ und wer ihn heutzutage verwendet, meint fast immer eine Eheschließung. Ausnahmen finden sich in der Automobilfertigung (der Zeitpunkt, an dem die Karosserie mit der Antriebswelle verbunden wird), in der Druckersprache (ein doppelt gesetztes Wort oder Zeile) oder beim Doppelkopf (Spielart).

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