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Bon voyage!

Elsass: romantische Reise zu zweit

Hand in Hand durch die malerischen Gassen Straßburgs spazieren, die weitläufige Vogesenlandschaft erkunden oder französische Gemütlichkeit in einer der zahlreichen Weinstuben genießen: Das Elsass hat viele Facetten – und bietet werdenden Eltern unzählige Möglichkeiten, noch einmal ungestörte Zweisamkeit zu genießen, bevor das Baby kommt.

Langsam, beinahe golden plätschert das Wasser vor sich hin. Simone hat ihre Hände entspannt auf ihren Bauch gelegt – und genießt mit Michael die kleine Pause, bevor die Fahrt auf der Ill weitergeht. Gespannt warten sie darauf, was sich hinter der Schleuse verbirgt. Quietschend und knarrend öffnet sich das schwere Holztor – und gibt den Blick frei auf „Petit France“, das „Kleine Frankreich“: Straßburgs Gerberviertel, wo sich dicht an dicht bunte Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert drängen. Fast zerbrechlich wirken die kleinen Knusperhäuschen mit ihren hohen Spitzdächern, die sich über die offenen Dachböden spannen. Früher hat man dort die gegerbten Tierhäute zum Trocknen aufgehängt. Heute können Simone und Michael nur noch erahnen, wie es zu Zeiten von Fischern, Müllern und Gerbern in Straßburg zuging.

 

Schönes Straßburg

 

Die elsässische Metropole hat jedoch weitaus mehr zu bieten als eine beeindruckende Fachwerkkulisse. Sie versprüht nostalgischen Charme – und verbindet zugleich Tradition und Moderne. Davon können sich Besucher bei der einstündigen Bootstour auf der Ill überzeugen. Eine weitere Station: das Münster – ein herausragendes Element der europäischen Gotik im Herzen der siebtgrößten Stadt Frankreichs. Das einzigartige Kunstwerk aus rotem Vogesensandstein ist Teil der „großen Insel“, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Weiter geht es vorbei am „Musée alsacien“, dem Elsässischen Museum, wo es allerlei Interessantes zu den regionalen Traditionen und Brauchtümern zu bestaunen gibt, dem Henkersturm, bis hin zu den europäischen Institutionen: Das Europäische Parlament, der Europarat und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte haben in Straßburg ihren offiziellen Sitz. Die Gebäude fallen auf und verleihen dem Postkartenidyll eine futuristisch anmutende Perspektive.

Mehr als ein „petit déjeuner“

Eine Bootsfahrt auf der Ill macht hungrig. Vor allem, wenn man – wie in Frankreich üblich – den Tag mit einem „kleinen Frühstück“ („petit déjeuner“) begonnen hat. Das merken auch Simone und Michael und beschließen, in eine traditionelle „Winstub“ einzukehren. Dort kann man die gesamte Palette lokaler Spezialitäten genießen. Wie z. B. „choucroute“. Während man das Sauerkraut hierzulande meist mit Eisbein und Kartoffelpürree serviert, kombiniert man es im Elsass gerne mit Würsten, Bauchfleisch und Fisch.

 

Eine landestypische Gaumenfreude, die auch bei uns immer beliebter wird: Flammkuchen. Der dünne Brotteig mit Rahm, Speck und Zwiebeln schmeckt am besten in speziellen Flammkuchenrestaurants. Was zumindest für Michael beim Essen nicht fehlen darf: der passende Wein. Aber: Er hat die Qual der Wahl. Denn das Elsass ist bekannt für seine große Auswahl an Rebsortenweinen.

 

Natur pur

Simone kann den Wein in anderer Form genießen. Zum Beispiel bei einer wohltuenden „Vitis“-Massage mit Weinblättern. Das Hotel „La Cour du Bailli“ in Bergheim bietet diese einzigartige „Wein-Wellness“ an, bei der sich die Mutter in spe vom Alltag erholen kann. Relaxen lässt es sich aber auch im Sanarium – eine Kombination von Sauna und Dampfbad –, im Wasserbecken oder Whirlpool.

 

Ein atemberaubendes Panorama eröffnet sich Simone und Michael während ihrer Fahrt auf der elsässischen Weinstraße. Die 170 km lange Strecke von der „Porte de Thann“ bis zur „Porte de Marlenheim“ ist eine der ältesten touristischen Routen – und lädt Besucher auf ihren zahlreichen Weinlehrpfaden ein, mehr über das sagenumwobene Getränk zu erfahren.

 

 

Von Bergen und Burgen

 

Einen Ausflug wert ist auch die Hohkönigsburg in Orschwiller. Das Baudenkmal aus dem 12. Jahrhundert diente früher u. a. der Überwachung der Weinstraße. Auch Kaiser Wilhelm II. residierte dort gelegentlich – und baute die Burg nach ihrer vollständigen Zerstörung während des 30-jährigen Krieges wieder auf. Majetätisch thront die berühmteste und meistbesuchte Burg des Elsass in 800 Metern Höhe über den anderen befestigten Anlagen der Region – und versetzt große und kleine Besucher heute zurück in die Zeit ruhmreicher Ritter. Von den imposanten Sandsteinmauern aus kann man den Blick über Rheinebene, Vogesen, Schwarzwald und – bei klarer Sicht – sogar bis zu den Alpen schweifen lassen. Der Sandstein sorgt zudem im Sommer für eine angenehme Kühle.

Tierisch geht es unweit der Hohkönigsburg in Kintzheim zu: Am „Montagne des Singes“, dem Affenberg, leben etwa 300 Berberaffen in einem 24 Hektar großen Waldgebiet – und lassen sich hervorragend beim Lausen, Spielen und Fressen beobachten. Und: Sie fressen den Besuchern sogar aus der Hand. Geduldig warten sie auf Zweibeiner, die ihnen das wohlschmeckende Popcorn reichen. Diese haben wiederum bei einem romantischen Picknick auf der großen, schattigen Terrasse die Möglichkeit, ihren Hunger zu stillen – und ihre Eindrücke Revue passieren zu lassen.

Text: Janine Overmann

Passender Begleiter

Auf Entdeckungstour mit dem „Straßburg-Pass“

Eine Bootstour auf der Ill, ein Museumsbesuch nach Wahl, eine geführte Stadtbesichtigung zu Fuß und, und, und: Inhaber des „Straßburg-Passes“ kommen rundum auf ihre Kosten, wenn es darum geht, die elsässische Metropole kennenzulernen – und schonen dabei gleichzeitig ihre Urlaubskasse. Das Gutscheinbuch ist drei Tage lang gültig und kostet 12,40 Euro für Erwachsene. Kinder zahlen 6,20 Euro. Erhältlich beim Verkehrsamt sowie bei verschiedenen Hotels der Umgebung.


Mehr Infos unter:

www.tourismus-elsass.com

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