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„Tervetuloa Suomeen!“

Familienferien auf Finnisch

"Willkommen in Finnland", wo Schlittschuhlaufen und Schneemänner bauen eher zu den unspektakulären Aktivitäten gehören.

Dick eingepackt sitzt der kleine Ben auf dem Schoß seiner Mutter. Nur noch die Augen des Dreijährigen lugen zwischen Mütze und Schal hervor. Ungläubig blickt der Junge auf die sechs Vierbeiner, die vor den Schlitten gespannt sind. Dröhnendes Gebell durchbricht die Stille. Die sibirischen Huskys trippeln im glitzernden Schnee nervös auf und ab. Sie wissen, dass es gleich losgeht. Das wissen auch Bens Mutter Astrid und sein Vater Jochen. Beide sind gespannt wie es wohl sein wird, sich von Schlittenhunden durch die atemberaubende Schneelandschaft ziehen zu lassen. Die Familie geht zum ersten Mal auf Husky-Safari. „Aya“ ertönt es plötzlich von hinten. Schlittenführer Yrjö hat das Kommando zum Start gegeben – die Hunde laufen los. Sicher lenkt er das Gefährt durch den Tiefschnee. Vorbei an Bäumen, die wie Wesen von einem anderen Stern erscheinen, weil sie der Schnee in ein sonderbares Gewand gehüllt hat. „Ich bin nun schon seit einigen Jahren Schlittenhundeführer. Aber es freut mich immer wieder, die glänzenden Augen der Kinder zu sehen, wenn sie auf dem Schlitten durch die Gegend sausen. Bei den Großen glänzen die Augen übrigens nicht weniger“, resümiert Yrjö.

Für Schneekönige und Eisprinzessinnen


Eine Husky-Safari ist ein unbedingtes Muss, wenn man Finnland im Winter einen Besuch abstattet. Manche dauern sogar mehrere Tage. Denn: Die Hunde mit den blauen Augen können erstaunliche Strecken zurücklegen – und sind dabei in der Lage, das Neunfache ihres eigenen Körpergewichts zu ziehen. Für Familien mit Kindern empfehlen sich allerdings kürzere Touren. Aber egal, ob zehn oder 100 Kilometer: Frieren muss niemand. Denn: Die Safariorganisationen stellen wärmende Thermobekleidung bereit. Und nicht nur das: Sie zeigen einem auch, wie man selbst einen Hundeschlitten fährt. Jochen, Astrid und Ben haben es allerdings genossen, die Zügel aus der Hand zu geben – und klettern nach ihrer Fahrt freudestrahlend aus dem Schlitten: „Das war einfach unglaublich“, schwärmt Jochen. „Hier gibt es so viele spannende Möglichkeiten. Nicht nur Skifahren und auf der Hütte sitzen, sondern auch Außergewöhnliches wie eine Husky-Safari. Das ist vor allem für unseren Sohn toll.“

Natur-Tour


Finnlands unberührte Wildnis kann man aber nicht nur per Husky-Schlitten erkunden. Wer ein paar PS mehr mag, sollte die motorisierte Variante versuchen. Aber: gut festhalten! Das gilt vor allem für kleine Passagiere. Denn so ein Schneemobil erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 80 bis 100 km/h. Unterwegs können sich Groß und Klein bei einer Pause am Lagerfeuer mit Kaffee und Kakao stärken. Auch sportlich lässt Finnland keine Wünsche offen. Ob Piste, Loipe oder Eisbahn: Aktive Familien kommen ganz und gar auf ihre Kosten – und haben zudem die Möglichkeit, ausgefallene Sportarten zu testen. Wie z. B. Eisangeln oder Eisschwimmen. Aber auch Entspannen lässt es sich in Finnland bestens. Schließlich gibt es dort etwa 1,8 Millionen Saunen. Danach schläft es sich im Eisiglu bei Minus sechs Grad gleich noch mal so gut.

Fröhliche Weihnachten!


Weihnachten ist im Dezember? Von wegen! In Rovaniemi kann man den besinnlichen Zauber 365 Tage im Jahr erleben – und seinen Wunschzettel persönlich überbringen. Der Weihnachtsmann ist nämlich in der Stadt der lappländischen Provinz zuhause. Und: Der Mann in rot hat viel zu tun. Tagtäglich empfängt er große und kleine Besucher – Tausende jedes Jahr – und muss zudem Unmengen von Briefen beantworten. In unmittelbarer Nähe des „Weihnachtsdorfes“ liegt der „Santa Park“. Er hält für die Kleinen viele Überraschungen bereit – z. B. die Lebkuchenbäckerei. Dort kann der Nachwuchs seiner Phantasie freien Lauf lassen und das weihnachtliche Naschwerk nach Herzenslust selbst verzieren. Etwas kühler ist es in der Eisgalerie. Dort gibt es aus Eis gefertigte Figuren zu bestaunen.

Magische Lichtspiele


Kleine Nebelschwaden steigen auf, als Hanna in die klirrend-kalte Winterluft pustet. Gebannt starrt die Neunjährige zusammen mit ihrem Bruder Daniel auf den pechschwarzen Nachthimmel, der gespickt ist mit unzähligen funkelnden Sternen. Da passiert es: Ein rotes Licht huscht am Horizont vorüber. Und ein gelbes. Die Lichter tanzen regelrecht über das Himmelszelt. Sie bilden einen beeindruckenden Kontrast zur weißen Eiswüste und tauchen sie in ein mystisches Ambiente. Aber: So schnell, wie die Lichtreflexe auftauchen, verschwinden sie auch wieder. Es sind Polarlichter, die Hanna und Daniel sehen. Sie sind ganz typisch für Skandinavien. In Nordfinnland kann man das Naturschauspiel in klaren Nächten bis zu 200mal im Jahr beobachten. In Rovaniemi übrigens besonders gut. Glaubt man der Legende, entstehen die Lichtspiele, wenn ein Polarfuchs mit dem Schwanz über die verschneiten Fjällhänge fegt. Wissenschaftlich sind sie durch das Zusammenspiel von Solarstürmen und dem Magnetfeld der Erde zu erklären. Erklärungen sind Hanna und Daniel allerdings gerade schnuppe. Sie sind einfach nur fasziniert von dem magischen Lichtzauber. „Der Himmel ist hier so schön bunt, wenn es nachts dunkel ist. Bei uns zuhause ist er immer nur blau. Wenn das Licht nächstes Jahr auch noch da ist, will ich auf jeden Fall wiederkommen“, sagt der Fünfjährige.

 

INFOS:

www.fintouring.de

www.visitfinland.de

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