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Freizeitpark-Test

Ein Wochenende in Efteling

Markus Servaty und sein Schwager Heinz-Josef Klein haben Hollands größten Freizeitpark auf Herz und Nieren getestet. Als Cheftester mit dabei: Neele (3) und Jona (5).

 

Eigentlich wollten meine Frau Claudia, unsere Tochter Neele und ich nach Efteling. Aber: Es kommt alles ganz anders. Leider funkt Claudia ein fieses Magen-Darm-Virus dazwischen. Zum Glück muss ich meinen Schwager Heinz-Josef und Sohn Jona nicht lange bitten. Vor uns liegt also ein echtes Vater-Kind-Wochenende. Samstag gegen 11 Uhr machen wir uns von Euskirchen bei Köln auf den Weg ins rund 200 Kilometer entfernte Kaatsheuvel, um den Freizeitpark Efteling – insbesondere das Spektakel „Winter Efteling“ – zwei Tage genauer unter die Lupe zu nehmen. 

 

Zur Begrüßung gibt’s Gummibärchen

Beim Check-in im „Hotel Efteling“ werden wir sehr freundlich begrüßt. Für die Kinder steht eine Schüssel mit Gummibärchen an der Rezeption bereit, die, na klar, großen Anklang bei den Kleinen findet. Da die Zimmer erst ab 15 Uhr bezogen werden können, deponieren wir unsere Koffer im Abstellraum und schlendern in Richtung Freizeitpark. Hotelgäste genießen sozusagen VIP-Status, denn für sie gibt es einen Extra-Eingang, den wir in etwa fünf Minuten fußläufig vom Hotel erreichen. 

 

Attraktionen: „Carnaval Festival“ und "Monsieur Cannibale"

Die erste Attraktion, die wir testen, ist „Carnaval Festival“, ein Indoor-Fahrgeschäft zum Thema Karneval in aller Welt, was uns Rheinländern natürlich besonders gut gefällt. Die Wartezeit ist mit rund zehn Minuten in Ordnung. Direkt gegenüberliegend wartet das Kaffeetassen-Karussell „Monsieur Cannibale“. Die insbesondere für Kleinkinder recht rasante Fahrt in den übergroßen Kaffeetassen macht auch uns Großen sehr viel Spaß. 

 

In Gondeln und auf Schienen

Im Themenbereich „Volk van Laaf“ fahren wir in Zweiergondeln und mit der Eisenschienenbahn. Von hier oben hat man einen guten Überblick über den gesamten Themenbereich, wo’s auch einige Spielmöglichkeiten für die Kinder gibt. Insbesondere die verschiedenen Rutschbahnen haben es Neele und Jona angetan – wir müssen sie quasi am Ärmel wegziehen („Nochmaaa!!!“, Neele und Jona unisono). Zum Abschluss des ersten Tages fahren wir dann noch mit der Parkeisenbahn, die gemächlich an sämtlichen Attraktionen vorbeituckert. Das Beste daran: die echte Schmalspur-Dampflokomotive. Da wir im ersten Wagon direkt hinter der Lok sitzen, erleben wir zu Beginn der Fahrt mit, wie die Lok befeuert wird – genau das Richtige für uns technikbegeisterte Männer! Technik ist übrigens auch nach der Fahrt gefragt, als es darum geht, Neeles Haare von den schwarzen Rußpartikeln zu befreien. Alles in allem ist die Fahrt ein helles Vergnügen, da der gesamte Park nach Einbruch der Dunkelheit in einem herrlichen Lichtermeer versinkt, der winterliches Flair verströmt. Zudem brennen hier und da Lagerfeuer, an denen man sich wärmen kann.

 

Viele SB-Restaurants

Apropos Kaffeetassen: Höchste Zeit, eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Die Selbstbedienungsrestaurants im Park kommen da wie gerufen. Während sich die Papis an heißem Kaffee laben, schlecken die Kids – trotz eisiger Temperaturen – ein Eis. Die Preise im Schnellrestaurant sind alles in allem mit denen deutscher Freizeitparks vergleichbar. Beim Bestellen fällt mir erstmals auf, dass die Mitarbeiter im Park sehr wenig Deutsch sprechen, was mich verwundert (wir sind des Niederländischen nicht mächtig). Aber mit Händen und Füßen gelingt die Kommunikation dann doch. Punktabzug gibt’s für die Wickelmöglichkeiten: Einen separaten Wickelraum sucht man im SB-Restaurant vergebens. Der Wickelplatz befindet sich im Vorraum der Toiletten, direkt neben den Waschbecken. Dort herrscht reger Personenverkehr und der Platz ist sehr begrenzt. 

 

Zimmer & Ausstattung

So viele Eindrücke machen müde, und zwar nicht nur Jona und Neele! Also noch ein kurzer Abstecher in unser Domizil vor dem Abendessen (der Magen knurrt unüberhörbar). Das Familienzimmer im "Efteling Hotel" bietet für vier Personen ausreichend Platz; die Ausstattung für ein Hotel dieser Klasse ist angemessen. Dann endlich: Abendessen! Und zwar im Hotel-Restaurant „De Hoffelijke Heraut“. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt (wir bezahlen für uns vier rund 60 Euro) und die Bedienung ist sehr freundlich. In der – wenn auch übersichtlichen – Speisekarte ist für Groß und Klein etwas dabei. Und natürlich gibt’s auch Kindergerichte.

 

 

Schiffschaukel „Halve Maen“

Der nächste Tag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Gestärkt starten wir in die zweite Testphase. Hotelgästen wird der Eintritt bereits eine halbe Stunde vor der offiziellen Park-Öffnung gewährt - es ist also schön leer. Heinz-Josef und Jona wollen sich zum Auftakt erstmal ordentlich durchschaukeln lassen – auf der Schiffschaukel „Halve Maen“. Zwei weitere Fahrten lassen zweifelsfrei erkennen: Die Begeisterung ist grenzenlos. Neele und ich ziehen es vor, uns das Spektakel von unten anzusehen. Dabei machen wir Bekanntschaft mit ein paar äußerst zahmen Enten.

 

Holzachterbahn & Märchenwald

Wegen der Witterung (Temperaturen knapp über null Grad bei schönstem Sonnenschein) ist die imposante Holzachterbahn „Joris en de Draak“, die auch für Kinder mit einer Größe unter 1,10 Meter zugelassen ist, leider aus Sicherheitsgründen geschlossen. Daher beschließen wir, den Märchenwald zu besuchen. Hier werden über 20 Märchen toll dargestellt. Unsere Kleinen haben einen riesigen Spaß. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Märchen auf Holländisch sind. Neele macht uns mit ihrem Gähnen unmissverständlich klar, dass es an der Zeit ist, zu gehen. Immerhin haben wir noch eine rund zweistündige Heimreise vor uns.

 

 

Eine schöne Zeit in Efteling

Unser Fazit: Es waren es zwei tolle, abwechslungsreiche Tage in Efteling. Besonders anzumerken ist, dass der ganze Freizeitpark sehr sauber ist, was auch an den sprechenden Mülleimern, die an jeder Ecke zu finden sind, liegt. Wenn man sie füttert, bedanken sie sich artig für die Mahlzeit. Für diejenigen, die von weiter herkommen, lohnt sich eine Übernachtung. So hat man genügend Zeit, die Attraktionen in aller Ruhe mit dem Nachwuchs auszuprobieren. Apropos Attraktionen: Neele hat das Kaffeetassen-Karussell "Monsieur Cannibale" am besten gefallen und meinem Schwager und Jona die Schiffschaukel "Halve-Maen";  mein persönliches Highlight war die Fahrt mit der Parkeisenbahn.

 

Das Testergebnis auf einen Blick

 

Anfahrt Am besten mit dem Auto. Um Stress zu vermeiden,  empfiehlt sich für alle, die von weiter anreisen und mit kleinen Kindern unterwegs sind, eine Übernachtung. +

Preise

Ein Schnäppchen ist ein Familienausflug in den Freizeitpark nie; die Preise sind aber vergleichbar mit denen in Deutschland. +

Unterkunft Zwei Hotels befinden sich direkt am Park. Hotelgäste genießen einen gewissen VIP-Status. ++
Verpflegung vor Ort Zahlreiche SB-Restaurants. ++
Service Das Personal ist freundlich und hilfsbereit, spricht aber oft kein Deutsch. +
Sauberkeit Die gesamte Anlage ist u. a. dank zahlreicher Abfallbehälter sehr sauber. ++
Wickelmöglichkeiten In den SB-Restaurants gibt es keinen separaten Wickelraum. Der Wickeltisch befindet sich direkt neben dem Waschbecken des WCs. Der Platz ist begrenzt. - 
Attraktionen Ob ruhig oder rasant: Die Attraktionen sind sehr abwechslungsreich; auch für kleine Kinder ist etwas dabei. Kurze Wartezeiten. ++

++: sehr gut / +: gut / -: unzureichend

 

Tipps und Infos

Information www.efteling.de

Anreise Am besten per Pkw: Europalaan 1, 5170 AA Kaatsheuvel, Niederlande

Übernachtung Es stehen zwei Hotels zur Auswahl: das „Efteling-Hotel“ oder das „Efteling-Village Bosrijk“

Tickets Bis 1. März 2015: 35 Euro (Tagesticket) bzw. 32 Euro (Online-Ticket); 2. März bis 30. Juni: 36 Euro (Tagesticket) bzw. 34 Euro (Online-Ticket); 1. Juli bis 31. August: 38 Euro (Tagesticket) bzw. 34 Euro (Online-Ticket); 1. September bis 6. März 2016: 36 Euro (Tagesticket) bzw. 34 Euro (Online-Ticket); alle Preise gelten für Erwachsene und Kinder ab 4 Jahre.

 

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