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Pizzabeet & Kräuterschnecke

Gärtnern mit Kindern: Ab ins Beet!

Gärtnern mit Kindern macht nicht nur Spaß, sondern bringt ihnen auch die Natur näher. Wir zeigen vier tolle Projekte für die ganze Familie.

Endlich ist sie da, die warme Jahreszeit! Garten und Balkon werden jetzt zum Familienerholungsgebiet. Und damit meinen wir nicht nur die Spielecke mit dem Sandkasten und der Schaukel. Im Sommer kann man Kinder perfekt für Gartenarbeit begeistern und sie dabei die Pflanzen- und Tierwelt entdecken lassen. Natürlich sollen die Kleinen keine Schwerstarbeit leisten. Aber Kinder machen ja bekanntlich gerne Dinge nach – und wenn Papa und Mama Gemüse und Kräuter anbauen, Pflanzen säen oder Blumenbeete gießen, wird der Nachwuchs dabei bestimmt liebend gerne helfen. 

5 gute Gründe für gemeinsames Gärtnern mit Kindern

Gesund, lecker und nachhaltig
Traurig, aber wahr: Viele Kinder, besonders die, die in der Stadt aufwachsen, wissen gar nicht, wo unsere Lebensmittel herkommen. Die Milch kennen sie nur im Tetra Pak, die Gurke eingeschweißt in Plastik. Wer mit seinen Kindern selber Obst und Gemüse im Garten anbaut, kann ihnen so ein nachhaltiges Bewusstsein für Nahrung vermitteln. Zudem stärkt es das Interesse für gesunde Lebensmittel. Denn selbst angebaute, geerntete und zubereitete Gurken, Tomaten & Co. schmecken einfach am besten!

Nur Geduld ...
Bei einigen Gartenprojekten ist Geduld gefragt. Etwa, wenn es darum geht, nach dem Aussäen die ersten Früchte ernten zu können. Da können schon mal ein paar Wochen ins Land gehen. Eine gute Lektion für Kinder – schließlich funktioniert nicht alles im Leben von jetzt auf gleich. Wenn die ersten Sprosse dann durch die Erde lugen, ist die Freude dann riesengroß. Kleiner Tipp für die ganz Ungeduldigen: Zucchini, Tomaten, Radieschen, Erbsen und Kürbisse sprießen besonders schnell. Schließlich soll den Kids ja nicht gleich der Spaß am Gärtnern vergehen! Auch toll: Kapuzinerkresse wächst nicht nur super schnell – sie kann auch ganz unkompliziert auf der Fensterbank oder dem Balkon gezogen werden. Für alle, die keinen eigenen Garten haben. 

Verantwortung übernehmen
Sich um etwas zu kümmern, ist eine große Aufgabe – und für Kinder nicht immer leicht zu verstehen.
Auch hier hilft die Arbeit im Garten: Wer seine Pflanzen bei Sonnenschein nicht gießt, wird sie schnell vertrocknet vorfinden. Wer sich regelmäßig kümmert, kann sich an den bunt blühenden Blumen erfreuen. So lernen Kinder, sich um ihre eigenen Dinge zu kümmern, ohne dass dabei ein zu großer Schaden entstehen kann. Kleiner Tipp: Am besten Sonnenblumen pflanzen. Sie sind recht robust, wachsen rasch heran und sind aufgrund ihrer großen, gelben Blüten bei Kindern sehr beliebt. 

Für Groß und Klein
Das Schöne am Gärtnern: Es gibt immer was zu tun und ganz gleich, wie alt die Kinder sind, irgendeine Aufgabe findet sich immer. Die Kleinsten sind bestimmt gerne behilflich, den Wasserschlauch oder die Gießkanne zu halten, älteren Kids kann man schon eigenständige Aufgaben, wie zum Beispiel das Ausstreuen von  Samen übertragen.

"Das kann ich schon alleine!"
Kinder sind Meister im Nachahmen. Und wenn sie Aufgaben erledigen dürfen, die sonst Papa oder Mama machen, macht sie das sehr stolz. So wird nicht nur das Selbstvertrauen gefördert – die gemeinsame Gartenarbeit stärkt zudem die Eltern-Kind-Beziehung. 

4 tolle Ideen für gemeinsame Gartenprojekte

Für alle, die nicht "nur" gärtnern wollen, kommen hier vier Ideen, die sich kinderleicht im Garten oder zum Teil auch auf dem Balkon umsetzen lassen. Das Pizzabeet wird nicht nur pizzaförmig angelegt, in ihm wachsen auch alle Zutaten für die italienische Köstlichkeit. Im Insektenhotel machen es sich nützliche Tiere bequem. Am Mini-Teich können Wasserläufer beobachtet und Seerosen bestaunt werden. Und zum Abendbrot gibt es Kräuteromelette – mit selbst gezüchteten Zutaten. 

1. Pizzabeet

Ein eigenes Beet zu gestalten, schafft Verbundenheit zur Natur und fördert das Verantwortungsbewusstsein der Kinder. Vor allem, wenn die Ernte auch noch als Zutat für eine leckere Pizza dient. Das Pizzabeet wird in der Sonne angelegt – so, wie es sich für einen richtigen Italiener gehört! Denn all seine Zutaten wie Tomaten, Zucchini oder Oregano lieben Wärme. Die Tomatenzucht ist sogar an einem sonnigen Plätzchen auf dem Balkon möglich und bedarf lediglich einer Tüte Tomatensamen.

  • Im Abstand von ca. 10 cm werden die Keime in die Erde gesät und jeden zweiten bis dritten Tag gegossen.
  • Die Pflanzen vor Hagel und Regen schützen und nach der Blüte düngen.
  • Zucchini großzügig in der Mitte des Pizzabeets anlegen – jede Pflanze benötigt etwa einen Quadratmeter.
  • Zwei Kilo Kompost und 50 bis 80 Gramm Hornspäne auf die Fläche geben und alles in den Boden einarbeiten.
  • Die Saatgut in die Erde geben.
  • Große Pflegearbeiten sind nicht nötig: Bewässern, wenn es heiß und trocken ist.

Ansonsten wachsen lassen und regelmäßig abernten – die kleinsten Früchte sind die schmackhaftesten!

2. Kräuterschnecke

Die meisten Kräuter lieben Sonne und trockene Standorte, einige jedoch leichten Schatten und feuchte Erde. Deshalb kann man einen Kräutergarten am besten in Form einer Spirale oder Schnecke gestalten – sie gibt jedem Kraut den passenden Lebensraum.

  • An einem sonnigen Platz im Garten oder in einem Bottich auf dem Balkon den inneren Bereich der Spirale mit Kieseln oder Bauschutt aufschütten und mit Steinen umlegen.
  • Eine dünne Erdschicht für anspruchslose und wärmebedürftige Kräuter wie zum Beispiel Thymian oder Lavendel ausstreuen.
  • Die weitere Rundung der Spirale sollte im Schatten liegen und ebenfalls mit Steinen umlegt werden.
  • Diesen Teil mit Gartenerde und Kompost auffüllen für schattenverträgliche Kräuter mit höherem Nährstoffbedarf, zum Beispiel Petersilie und Basilikum.
  • Am Fuße der Spirale, umringt von einer Steinlage, eine Kuhle ausheben und einen kleinen Teich anlegen, als Standort für Brunnenkresse oder Minze.

3. Mini-Teich

Für viele Kinder ist die Begegnung mit einem plätschernden Bach oder das Spiel am Fluss keine Selbstverständlichkeit. Ein Spielteich oder Wasserlauf ist daher für Kinder ein schöner Erfahrungsraum. Wer dafür keinen Platz hat, muss dennoch nicht auf Seerosen & Co. verzichten: Ein Teich kann schon in einer simplen Zinkwanne entstehen.

  • Es gibt Sumpfpflanzen, die sich mit recht wenig Wasser begnügen: Zwergseerose, Rohrkolben, Dotterblume, Wasserminze oder ähnliche Pflanzen mit einer Wuchshöhe bis maximal 40 Zentimetern in lehmige Erde und spezielle Pflanzenkörbe setzen.
  • Etwas Kies auf die Topferde geben, damit das Teichwasser die Erde später nicht herausschwemmt.
  • Als Bodengrund eine Sand-Kies-Mischung aufschütten und die Pflanzen (drei bis vier) mit Kies und Steinen in verschiedenen Ebenen anlegen.
  • Dann die Wanne vorsichtig mit Wasser befüllen. Schwimmpflanzenarten wie die Seerose zuletzt ins Wasser geben und den Wassergarten möglichst windgeschützt und sonnig platzieren.

4. Insektenhotel

Nähert sich eine Biene oder Wespe dem sommerlichen Kaffeetisch, nur die Ruhe bewahren! Insekten stechen nicht freiwillig – schon gar nicht, wenn sie in einer windgeschützten, sonnigen Lage einen Besucherplatz gestellt bekommen. Damit verhindert man häufig auch ihren Nestbau im Gartenreich.

  • Die meisten Insekten halten sich liebend gerne in Holzbohrungen auf. Daher ist ein Holzklotz oder der Rest einer Bohle aus Buche oder Eiche genau das richtige Material für ein Insektenhotel.
  • Mit Bohrern unterschiedlicher Größe (2 bis 10 mm) werden unzählige Löcher in den "Hotelklotz" gebohrt. Am besten, man verwendet einen Bohrständer. Und vor allem eine Schutzbrille – denn nicht nur Insekten, auch Holzsplitter können in die Augen fliegen!
  • Mit einem Aufhänger aus Metall, der in den Holzblock geschraubt wird, kann der Nistplatz an einer sonnigen Stelle der Hauswand oder an einem Schuppen – in ausreichender Entfernung zum Ess- und Sitzplatz – aufgehängt und in seinem Treiben beobachtet werden.

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