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Städtetour mit Kind

Ein Tag in Dublin

Dublin an einem Tag? Ist eigentlich zu wenig! Was sich Familien beim Besuch der irischen Hauptstadt auf keinen Fall entgehen lassen dürfen.

8:35 Uhr: Breakfast time
Gesalzen ist in Dublin nicht nur die Butter, die sich die Iren auf ihr „Sodabread“ schmieren. Gesalzen sind auch die Preise fürs Essen. Aber: Um für Sightseeing, Shopping & Co. gerüstet zu sein, führt an einem ausgiebigen Frühstück kein Weg vorbei.

Neben Sodabrot finden Familien auf der Speisekarte das klassische irische Frühstück mit Würstchen, Spiegeleiern, Bratkartoffeln und Bohnen. Weil das jedoch für den Gaumen kontinentaleuropäischer Kinder gewöhnungsbedürftig ist, gibt es auch Weißbrot mit Nussnugatcreme.  

10:15 Uhr: Wasser & Wikinger
Gut gestärkt kann man sich Dublins Sehenswürdigkeiten zuwenden. Wäre da nicht das Problem, dass der Nachwuchs mitunter allein auf das Wort „Sightseeing“ allergisch reagiert. Dublin ist jedoch ein Beispiel dafür, dass Sightseeing alles andere als langweilig sein kann. Jedenfalls, wenn sich Familien dafür entscheiden, die Stadt bei einer „Viking Splash Tour“ zu  erkunden.

Man nehme ein generalüberholtes Amphibienfahrzeug aus dem zweiten Weltkrieg und einen stimmgewaltigen Guide, der es schafft, die Kinder mitzureißen. Mit Wikingerhelm und „Uuuaahh“-Gebrüll geht es zunächst auf Asphalt (Achtung: Linksverkehr!) vorbei an bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Trinity College, der St. Patrick’s Cathedral und der Ha’penny Bridge, die so heißt, weil man bis 1919 noch einen halben Penny bezahlen musste, um sie zu überqueren.

Anschließend tuckert man mit dem röhrenden Blechboliden durch die Docks des Grand Canal, vorbei an den „U2“-Tonstudios und an futuristischen Bürokomplexen.  

11:45 Uhr: Kitsch & Karneval
Nach etwa einer Stunde und 15 Minuten ist die Stadtrundfahrt der besonderen Art vorbei. Es geht zu Fuß weiter. Durch die Grafton Street, Dublins größter Einkaufsstraße. Hier findet man „Carroll’s Irish Gifts“, einen Souvenirladen, dem man nicht ausweichen kann, weil er einfach hinter jeder Ecke lauert.

Dort gibt es das dreiblättrige Kleeblatt – Irlands Nationalsymbol – in allen erdenklichen Ausführungen: als Hut, Brille, Ohrring und Ganzkörperkostüm. Karnevalsjecken und Souvenirsammler werden hier sicher fündig.   

12.31 Uhr: Ab ins Pub
Von der Grafton Street sind es nur ein paar Schritte bis Temple Bar, dem Kneipenviertel Dublins am Südufer des Flusses Liffey. Kind und Kneipe – das passt eigentlich nicht zusammen.

Warum Eltern aber nicht umhin kommen, mit ihrem Sprössling in einem Pub einzukehren? Weil die Kneipenkultur zu Dublin gehört wie „Fish“ zu „Chips“ und die Familie unmöglich abreisen kann, ohne dass Papa und Mama ein Pint (0,586 Liter) des dunklen Nationalgebräus „Guinness“ gekostet haben.

Ein Abstecher in die Seitenstraßen abseits der Kneipenmeile lohnt sich – dort sind die Pubs leerer und die Preise günstiger. Tipp: Im „O’Sullivans“ in der Westmoreland Street bekommt man Riesensandwiches für rund fünf Euro (aus selbst gebackenem Brot, lecker!). In der Zeit von 17 bis 19 Uhr bieten viele Restaurants Sparmenüs an, die sogenannten „Early Bird Menus“.

13.43 Uhr: Affentheater
Es ist nicht empfehlenswert, den Weg von Temple Bar zum Dublin Zoo zu Fuß zurückzulegen (das sind nämlich rund vier Kilometer). Den Bus zu nehmen, ist allerdings auch nicht empfehlenswert. Busfahren in Dublin ist nämlich eine besondere Attraktion. Auf den Fahrplan gucken? Überflüssig, weil die dort angegebenen Zeiten nur eine grobe Orientierung bieten. Genauso grob: die Routenangabe.

Und wer in den Bus einsteigen will, sollte rechtzeitig Handzeichen geben, ansonsten sieht er nur seine Rücklichter. Mit Haltestellenschildern ist es nicht weit her und Stationen werden auf der Fahrt auch nicht angesagt. Und dann wäre da noch das Wechselgeld, das es nicht gibt. Statt Wechselgeld erhält man einen Papierwisch, mit dem man sich den Betrag bei der Busgesellschaft erstatten lassen kann.

Mit ein bisschen Glück und der Hilfsbereitschaft der Iren erreichen Familien aber doch den Dublin Zoo. Der liegt inmitten des Phoenix-Parks, einer der größten innerstädtischen Parkanlagen der Welt, und beherbergt die üblichen, aber immer wieder gern gesehenen Verdächtigen wie Gorillas, Pinguine, Elefanten etc. Für den Fall, dass dem Nachwuchs nach diesem Mammutprogramm noch nicht die Augen zufallen, gibt es einen Spielplatz.

Und falls ihm die Augen plötzlich ganz schnell zufallen und es nicht regnet, was – entgegen des Klischees – in Dublin häufig vorkommt, hilft ein Nickerchen im Grünen.

Reisetipps

Informieren: www.visitdublin.com
Hinkommen: z. B. mit „Aer Lingus“ von Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München
Übernachten: z. B. „Castle Hotel“, www.castle-hotel.ie oder „Charleville Lodge“, www.charlevillelodge.ie
Sparen: Mit dem „Dublin Pass“ haben Familien u. a. freien Eintritt zu den Hauptsehenswürdigkeiten, www.dublinpass.ie

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