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Reiseblog
Glamping an der Adria

Die Schneiders aus Sindelfingen, unsere Gewinner der Canvas Holidays-Camping-Reise an die Adria, erzählen dir hier in einem Blog, was sie in diesen Tagen erleben.

Ankunftstag

Nach langer Autofahrt und Serpentinengegurke durch Osttirol und das Veneto erreichten wir am frühen Abend das „gelobte Land“, unseren Campingplatz „Marina di Venezia“, traumhaft gelegen vor den Toren Venedigs, umgeben von der Lagune mit dem Lido und all den anderen vorgelagerten Inseln auf der einen Seite, und der Adria auf der anderen.

Am Eingang erwartete uns direkt freundliches, deutschsprachiges Personal, das uns den Weg zu den Canvas Mobilheimen im Bereich „Marina 2000“, wahrscheinlich so einer Art „Neubaugebiet“ an einem Ende des Platzes erklärte. Die Unterkünfte, die hier stehen, sind alle nagelneu bzw. sehen so aus. Nach der Schlüsselübergabe wurde das Haus erst mal von den Kindern gestürmt und im Schnellverfahren eine erste Zuordnung der vorhandenen Schlafplätze vorgenommen („ Ich schlafe hier!“ - „Ich schlafe hier!“ ...).

Da wir – wie immer – Gepäck für mindestens zehn Wochen statt einer Woche dabei haben und Reisen bei uns meist eher einem Umzug gleicht („Wir würden auch einen 7,5-Tonner befüllen, wenn wir einen hätten...!“ ist an der Stelle unser Lieblingsspruch), interessierte uns Erwachsene im Vergleich weniger die Frage, wie wir die Kinder, sondern wie wir unseren ganzen Krempel verstauen. Das ist wirklich geschickt gelöst mit vielen schmalen, aber hohen Schränken und Schiebeschränken über den Betten, wie man es aus Wohnmobilen kennt.

Nach dem Abendessen in der auf dem Platz gelegenen Pizzeria war im Anschluss noch etwas Zeit für einen ersten, kleinen Orientierungswalk, die „Flaniermeile“ des Platzes mit Geschäften, Bars, Frisör etc. einmal rauf und runter und natürlich einen Blick auf die Poollandschaft werfen. Beim Anblick der vielen Wasserrutschen und Spiel- und Planschbecken wurden die Kinderaugen immer größer und der Wasserdampf, der von den meisten Becken aufstieg, stimmte uns optimistisch, dass die Becken beheizt sind. Auf der Bühne bei den Pools spielte noch eine Western Country Band – langweilig wird es wahrscheinlich nicht. Zurück in unserem Mobilheim noch schnell die letzten Vorbereitungen für den Sonntag treffen und dann ab ins Bett.

 

1. Tag

Bevor die anderen richtig wach sind, schlüpfe ich morgens in Laufschuhe und Laufdress und mache mich joggend auf, den restlichen Campingplatz und seine tatsächliche Größe zu erkunden, natürlich mit dem Ziel auch irgendwo Brötchen für das Familienfrühstück zu ergattern. Jasper, unser Ältester, der noch rechtzeitig wach wird, springt auch aus dem Bett und will mich auf seinem Fahrrad, das er am Tag zuvor zum Geburtstag bekommen hat, begleiten. Am breiten und kilometerlangen Strand ließe es sich noch besser joggen, aber wir belassen es heute mal beim Platz. Im „Centro“ hat dann auch der Supermarkt geöffnet, verfügt über eine ansehnliche Auswahl von Brötchen und auch die befürchteten „Apothekerpreise“ halten sich in Grenzen. Neben dem Supermarkt können wir dann noch schnell ein paar Vitamine für das Frühstück abgreifen und los geht’s zurück.

Nach dem Frühstück schnappen wir die Kinder und begeben uns in Richtung „Leo Park“, dem Spielplatz des Platzes, erkundigen uns nach dem Fahrradverleih und wollen uns am Strand etwas frische Luft um die Nase wehen lassen. An die Zeiten im Park müssen wir uns noch etwas gewöhnen, von 13 bis 15 Uhr ist Mittagsruhe, und alles hat geschlossen, inklusive Pools und Spielplätzen. Ein Eis können wir immerhin noch essen und etwas zum Mittagessen mitnehmen, dann gehen auch wir brav zurück zur Siesta zu unserem Heim. Passt, denn die Kleinen machen ja eh ihren Mittagsschlaf und die übrigen, die „Nicht-Mittagsschläfer“ nutzen die Gelegenheit, sich mit den Nachbarn anzufreunden. Bei einer Tasse Kaffee kommt man sich näher und ins Gespräch, und die Kinder sind dann auch den Rest des Tages mit den Kindern aus der Nachbarschaft unterwegs – so hatten wir das ja auch gebucht, oder ...?! ;-) 

Ein Sprung ins Wasser im „Aqua Marina“ durfte dann natürlich auch nicht fehlen und abends haben wir dann noch alle zusammen gegrillt – ein rundum perfekter Tag! So kann es weitergehen ...

 

2. Tag

Wir erwachen bei strahlendem Sonnenschein und können die Kinder, mal eben angezogen, gleich draußen „springen“ lassen. In der Zwischenzeit holen wir in Ruhe Brötchen und decken den Frühstückstisch auf unserer großen Veranda. Nach dem Frühstück geht es zum platzeigenen Fahrradverleih, wo wir uns zwei Räder inklusive Kindersitzen leihen. Jasper hat sein Fahrrad ja dabei, so dass wir nicht extra noch ein Kinderfahrrad leihen müssen, und er freut sich schon auf die erste richtige Radtour. Vom Platz aus geht es auf befestigten Radwegen am Canale di Treporti entlang Richtung Punta Sabbioni, von wo aus man verschiedene Vaporetti in Richtung Venedig oder Murano, Burano etc. nehmen kann. Am Hafen haben die Kinder natürlich gleich einmal Hunger und wir packen das mitgebrachte Picknick aus. Während wir es uns schmecken lassen, können wir die ein- und abfahrenden Schiffe beobachten.

Zurück auf dem Platz ist dann erst einmal „Siesta“ angesagt. Die Kinder spielen oder schlafen und auch wir Eltern können es uns auf unserer Terrasse in der Sonne gemütlich machen. Zum Glück gehören komfortable Liegen auch zur Grundausstattung unseres Mobilheims.

Am Nachmittag radeln wir dann noch mit Sandspielzeug bewaffnet erst zum großen Spielplatz, dem „Leo Park“ und dann weiter zum Strand, wo unsere Kleinen – begeistert vom feinen Sand – unablässig Eimerchen für Eimerchen vollschaufeln. Unser Großer befüllt seinen Eimer hingegen lieber mit Muscheln, von denen es reichlich gibt. „Zu Hause“ gibt es dann schnell noch ein paar Nudeln mit Soße und ordentlich Parmesan, und dann ist bei unserer kleinen Gesellschaft nach dem ganzen Tag an der frischen Luft auch bald Schicht im Schacht.

 

3. und 4. Tag

Den 3. und 4. Tag unseres Urlaubs verbringen wir mit weiteren Aktivitäten auf und um den Campingplatz, denn die Anlage bietet genügend Programm für Familien mit kleineren und größeren Kindern, so dass man nicht unbedingt woanders hinfahren muss. Auf dem Campingplatz gibt es eine sehr schön angelegte und gepflegte Minigolf-Anlage, die natürlich auch von unseren Kids bespielt werden will. Leni, unsere Jüngste, hat mit ihren knapp zwei Jahren dabei verständlicherweise weniger Interesse am Minigolf an sich, aber dafür einen Heidenspaß, die Bälle in den verschiedenen Löchern verschwinden zu lassen und zu schauen, wo sie wieder herauskommen.

Auch am Pool mit seinen verschiedenen Becken sowie Rutschen in allen Größen und Varianten kommen alle auf ihre Kosten. Besonders toll finden unsere Kinder das riesige Kletter- und Spielgerüst in einem der Pools, über dem ein „wasserspeiendes“ Seepferdchen thront und in dem sich alle paar Minuten ein Wasserfall über die Badenden ergießt. Wer es sportlicher mag, kann seine Bahnen im Schwimmbecken mit olympischen Ausmaßen ziehen.Am vierten Tag gehen wir nachmittags mit dem Bollerwagen an den Strand, wo die Kinder nach Herzenslust buddeln können. Und wie sollte es anders sein, am Ende machen es sich die Kinder auf unseren Liegen gemütlich und nicht wir! 

 

5. und 6. Tag

Ein Ausflug in die nähere Umgebung darf natürlich nicht fehlen und den haben wir uns für Donnerstag vorgenommen. Nach dem Frühstück geht es zum ca. 2 Kilometer entfernten Schiffsanleger von „Punta Sabbioni“. Da uns Venedig allein mit den Kids zu stressig ist, nehmen wir erst einmal das Vaporetto nach Burano, das uns mit seinen bunten Häusern, Kanälen und hübschen kleinen Läden sehr gut gefällt. Danach geht es dann über Murano, das bekannt für sein Glasbläserhandwerk ist, weiter nach Venedig. Wir begnügen uns, mit den Kindern den „Canale Grande“ entlang zu schippern anstatt uns in die engen Gassen und Menschenmengen zu stürzen. Die Kinder werden dann gegen Abend auch etwas unruhig von so viel Kultur und wollten zurück zu „ihren Freunden“ auf den Campingplatz. Das ist auch völlig O. K. für uns und wir lassen den Tag dann gemütlich mit unseren Nachbarn beim gemeinsamen Abendessen auf der Terrasse ausklingen.

Für den letzten Tag unseres Urlaubs nehmen wir uns bewusst kein Programm vor. Und genießen nochmal alle Vorzüge des Campingplatzes. Am Strand und am Pool können wir relaxen und die Kinder spielen. So langsam schleicht sich bei uns der eine oder andere Wehmutsgedanke ein, dass unser Urlaub morgen schon vorbei sein soll. Wir haben uns gut eingelebt und finden es so schön hier, dass wir uns sehr gut vorstellen können, noch länger zu bleiben. Am Abend bei der letzten „Pizza-Party“ mit unseren Nachbarn ist es dann auch Zeit ein Fazit zu ziehen und wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir eine rundum tolle Woche hier erlebt haben. Das Mobilheim und der Campingplatz haben einen super Standard, es hat uns an nichts gefehlt, und die Mischung aus Komfort und Freiheit war für uns einfach perfekt. Wir haben neue Freundschaften geschlossen und der Abschied fällt schwer – aber ein Wiedersehen ist schon geplant! Und auch „Marina di Venezia“ wird uns wiedersehen - promised!

Übrigens: Wer sich über den Campingplatz und weitere Angebote informieren will, findet Infos unter: www.canvasholidays.de

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