Der Sechs-Punkte-Plan

Fahrrad-Check

Platter Reifen, verzogene Bremsen, eingerostete Kette – zum ersten Familienausflug im Frühling zeigen sich viele Drahtesel reparaturbedürftig. Ein Zweirad auf Vordermann zu bringen ist - selbst für Kinder - gar nicht so schwer!

1. Reifendruck

Meist sind Radler mit zu geringem Reifendruck unterwegs - der höchstzulässige steht auf der Reifenflanke. Mit einem Luftdruckmessgerät (häufig in Luftpumpen integriert, ansonsten an Tankstellen) können auch Kinder messen, ob der angegebene Maximaldruck eingehalten wird. Ein Reifen mit Druck läuft leichter und verschleißt nicht so schnell. Abgefahrene oder rissige Reifen austauschen!

2. Bremsen

Berühren die gezogenen Bremsgriffe den Lenker, muss die Bremse vom Fachmann nachgestellt werden! Ansonsten bewirkt Bremsenreiniger Wunder: Denn auf Felge oder Bremsscheibe sammeln sich – für das menschliche Auge unsichtbar – Abrieb und Dieselruß an. Abgenutzte Bremsgummis ersetzen und schwergängige Bremszüge mit Multifunktionsfluid wieder gangbar machen.
Tipp: Für das erste Kinderrad ist zusätzlich eine Rücktrittbremse von Vorteil. Sie trainiert die Koordination von Händen und Füßen und gibt den Kindern Sicherheit.

3. Licht

Auch wenn es jetzt länger hell ist: Licht am Rad ist für alle ein Gebot der Sicherheit. Neben durchgebrannten Birnen kann der Grund für eine defekte Lichtanlage auch ein Wackelkontakt sein. Die Kabel auf Bruchstellen untersuchen. Möglicherweise muss auch der Dynamo vom Händler neu justiert werden. Die Reflektoren überprüfen: Räder, Lenker und Gepäckträger müssen mit den Signalfeldern ausgestattet sein. Häufig sind die bereits in Reifen, Vorder- und Rückleuchte integriert.

4. Schaltung

Die Gangschaltung darauf testen, ob alle Gänge sauber einrasten. Läuft die Kette trocken, muss sie nachgeschmiert werden. Stark verschmutzte Ketten zuvor mit Kettenreiniger behandeln!
Tipp: Schon das erste Kinderfahrrad darf eine Gangschaltung besitzen. Allerdings mit einer kleinen Einheit, einer Drei- oder Sieben-Gang-Schaltung, beginnen und eine Nabenschaltung bevorzugen, da man diese auch im Stand bedienen kann.

5. Verkehrssicherheit

Zunächst die Sattelhöhe auf die Größe des Kindes anpassen! Schließlich legen Kinder von einem Frühjahr zum nächsten gerne an Höhe zu. Die Faustregel: Sitzt das Kind auf dem Sattel, sollte der Fuß auf dem untersten Pedal stehen und das Knie noch leicht gebeugt sein. Auch der Helm - wenn auch nicht Pflicht, aber für Kinder ein großer Sicherheitsaspekt - sollte jetzt und regelmäßig auf Größe und Sitz geprüft werden. Wackelt der Helm, müssen die Gurte neu eingestellt oder sogar ein neuer Helm gekauft werden. Der Kopfschutz sollte TÜV-geprüft sein und etwa alle zwei Jahre oder nach einem Sturz sofort ersetzt werden. Zusätzlich ist eine Signalfahne von Vorteil. Die Kleinen sind mit der gelben Fahne im Straßenverkehr gut sichtbar.

Tipp: Auf der Straße dürfen Kinder ab neun Jahren fahren. Für Kinder ab elf Jahren ist das Pflicht. Bis zum achten Lebensjahr müssen sie ausschließlich auf dem Bürgersteig radeln und können das noch bis zum zehnten Lebensjahr tun.
 

6. Frühjahrsputz

Mit einem sauberen Rad fährt sich´s besser! Das Fahrrad mit einem trockenen Tuch von grobem Schutz befreien und mit einem Fahrradreiniger säubern. Hinterher alle beweglichen Teile, außer die Bremsgummis, mit Fahrradpflegeöl einsprühen und mit Schutzwachs versiegeln. Das Wachs gibt dem Rad Glanz und schützt es vor Verschmutzung und  Rost.

Alles gecheckt? Dann rauf auf´s Rad und gute Fahrt!

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