Test Die besten Familienautos

Patchwork-Papa und Blogger Kai Bösel stellt seine Favoriten-Familienkutschen vor.

 

Väter lieben Autos. Aber nur, wenn diese einen großen Kofferraum für das viele Equipment haben, was nun transportiert werden muss. Und genügend Airbags und Sicherheitssysteme für das Kleinkind. Am besten versenkbare Sonnenblenden auf den Rücksitzen, genügend Getränkehalter für die Babyflasche und eine gute Soundanlage für die Rolf-Zuckowski-CD. Und Platz. Viel Platz. Das ist eins der wichtigsten Schlagworte junger Familien. Wenn aus zwei plötzlich drei werden, dann können die 140 x 200 cm im Familienbett schon eng werden. Darum muss es dann auch eine Dreizimmerwohnung sein.

Umziehen ist aber teuer. Ein neues Auto auch. Daher mischen sich zu den Attributen „sicher“, „funktional“ und „groß“ auch noch die Worte „günstig“ oder „sparsam“. Und so macht der benzinbetriebene Jugendtraum, der Zuffenhausener Zweisitzer endgültig Platz in der Wunschgarage für ein ... nennen wir es „Vernunftsauto“. Aber wir können euch beruhigen, es gibt auch verdammt lässige Exemplare in der Kategorie der Familienautos, wenn auch nicht immer zum Schnäppchenpreis. Hier sind unsere Top drei der Pampers-Bomber:

 

"Oh Lord, won't you buy me ... a Mercedes V-Klasse!"

Fangen wir mal mit dem größten Boliden an, den wir auf Familientauglichkeit testen durften: Ab gut 42.000 Euro bekommt ihr bis zu acht Sitzplätze im Sternenkreuzer. So könnt ihr nicht nur euren Nachwuchs komfortabel und sicher transportieren, sondern gleich noch alle Großeltern nach Hause bringen.

Der Verbrauch liegt trotz hohem Gewicht bei unter zehn Litern, der Innenraum ist ziemlich schick und bietet höchstmögliche Flexibilität. Serienmäßig sind im Fond vier Einzelsitze verbaut. Es lassen sich aber auch zwei Dreierbänke nachrüsten, die sich durch ein kostenpflichtiges Extra sogar zum Bett umklappen lassen. Ansonsten glänzt der Innenraum mit vielen Ablagefächern, Getränkehaltern und Steckdosen für echten Reisekomfort. Und auch Individualisten kommen zu ihrem Recht, denn bei der Konfiguration stehen diverse Motoren, Ausstattungslinien und Design-Pakete zur Auswahl. Dafür sollte dann aber noch reichlich zusätzliches Budget eingeplant werden. Natürlich passt auch der Kinderwagen in den Kofferraum. Wenn auch nur knapp. Wer viel Platz zum Parken und eine große Familie hat, der sollte sich die Mercedes V-Klasse mal näher ansehen.

 

Familienauto Lancia Voyager

Wir schalten platzmäßig einen Gang runter. Das heißt aber nicht, dass es weniger luxuriös werden muss. Der Lancia Voyager ist der Privatjet unter den Minivans. Mit 5,21 Meter Länge ist er kein graziler Stadtflitzer mehr, der sich in der überfüllten City schnell parken lässt. Wer aber erst mal in den bequemen Ledersitzen Platz genommen hat, der möchte am liebsten gar nicht mehr aussteigen. Ein dezentes Lichtkonzept sorgt für entspannte Stimmung. Privacy-Verglasung, Leselampen, herunterklappbare Tische, beheizbare Sitze sogar hinten und üppige Ablagen in der Dachkonsole vermitteln VIP-Feeling.

Der Preis für das Einstiegsmodell liegt bei rund 38.000 Euro. Ihr solltet aber etwas mehr Budget einplanen, denn Parksensoren, elektrische Schiebetüren und das Blu-Ray-DVD-Entertainmentsystem mit zwei ausklappbaren, hochauflösenden 9-Zoll-VGA-Bildschirmen in der Dachmittelkonsole sind gerade mit Kindern auf langen Reisen durchaus sinnvoll. Leider verbraucht der Voyager recht viel, bei regelmäßigen Stadtfahrten knackt ihr schnell einen Schnitt von über zehn Litern. Ansonsten fand auch meine Frau den Voyager großartig.

 

Familienauto Volvo XC70

Früher war Volvo meine liebste Automarke. Robust und sicher, mit hoher Wiedererkennung, eine Portion Understatement und trotzdem auf Wunsch ein hohes Maß an Sportlichkeit. Das war genau mein Ding. Mit dem Verkauf an Ford haben die Schweden mich als Kunden verloren. Die Modelle waren kaum von anderen Herstellern zu unterscheiden.

Aber jetzt dreht die Kultmarke wieder auf und schiebt eine Reihe schöner Fahrzeuge in die Showrooms der Händler. Der Volvo XC70 ist so eine Perle. Mit der Offroad-Variante des Kombis V70 bekommt ihr ein dynamisches Design von innen und außen, einen riesigen Kofferraum für die komplette Familienausstattung sowie den Kinderwagen und dazu hilfreiche Sicherheitssysteme und zugstarke Motoren mit akzeptablem Verbrauch um die acht Liter. Der Innenraum ist ein feiner Mix aus dezentem Schwarz und Applikationen aus Chrom. Ein paar Ablagefächer mehr wären schön gewesen. Ansonsten überzeugt der Volvo XC70 als flotter Kombi. Preise starten bei 43.500 Euro.

 

Unser Experte Kai Bösel

Patchwork-Papa Kai Bösel/ Daddylicious

Zusammen mit Kumpel Mark betreibt Kai Bösel seit gut zwei Jahren das Online-Magazin daddylicious.de. Werdende, junge und ältere Väter finden dort täglich neue Inhalte zu sämtlichen Themen, die für ihre neue Rolle als Vater relevant sind. Außerdem spannende Interviews mit Papas, Ratgeber-Texte, die Kolumne eines Anwalts, Produkttests, Beiträge von Gastautoren und einen Shop mit lässiger Daddy-Wear. Von Vätern. Für Väter.

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