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Abwärts mit Gebrüll
Winterferien

Schlitteln, Rodeln, Schneewandern: Im sonnenverwöhnten Graubünden haben Familien die Qual der Wahl. Die zauberhafte Winterlandschaft lässt sich auf zwei Brettern, zwei Kufen oder in tierischer Begleitung erkunden.

Sitzt der Helm? Schneebrille auf? Alles bereit? „Jaaa!“, bricht es aus Anna (6) und Johannes (10) heraus. Die Geschwister können es kaum erwarten, endlich auf ihre Schlitten zu steigen. In Preda im schweizerischen Graubünden wollen die beiden auf einer sechs Kilometer langen Strecke ins Tal nach Bergün brausen. Und schon geht’s los: Anna ist zusammen mit ihrem Vater unterwegs. „Schnelleeer“, jubelt sie, als Papa das Gefährt schlingernd um die erste Kurve steuert. Da brettert Johannes an dem Duo vorbei: „Tschüühüüs!“, brüllt er feixend und zieht eine feine Schneewolke hinter sich her. Zwanzig Minuten später treffen sich die drei an der Talstation wieder. Von dort transportiert die rote Schlittelbahn alle Rodelwillige im 30-Minuten-Takt wieder nach Preda hinauf. Erlebnishungrige treten ihre letzte Schlittenfahrt nach Sonnenuntergang an. Denn wie viele andere Strecken in Graubünden ist auch die Abfahrt nach Bergün nachts beleuchtet. Eine märchenhafte Kulisse, wenn die Sterne mit den Schneekristallen um die Wette funkeln.

Ab auf die Piste
Wer im Winter nach Graubünden kommt, wird belohnt: Durch die inneralpine Lage inmitten der schützenden Berge sind Niederschläge und graue Nebeltage im östlichsten Kanton der Schweiz selten. Zumeist herrscht strahlend schönes Winterwetter. Spitzenreiter ist St. Moritz mit 322 Sonnentagen im Jahr. Doch Familien müssen nicht in den mondänen Winterskiort reisen. In den 19 kleinen und mittelgroßen Skigebieten Graubündens geht alles ein wenig entspannter zu. Auf den übersichtlichen Hängen haben Eltern ihre Sprösslinge besser im Blick. Auch Anna und Johannes dürfen mal alleine auf die Piste, etwa in Savognin, auf dem Heinzenberg bei Tschappina oder in Arosa. In zahlreichen „Kinderschneeländern“ lernt der Nachwuchs das Skifahren auf spielerische Weise, etwa auf der Erlebnispiste „Flurin“ in Savognin, im „Madrisaland“ in Klosters oder im „Junior-Club Arosa“.

Zottelige Freunde

Langsam, ganz langsam die Winterwunderwelt erobern, auch das ist möglich in Graubünden. Und zwar tierisch langsam: beim Lamatrekking! Zum Beispiel mit den Lamas Pablo, Pepino und Fabio vom Biohof „Las Sorts“ oder mit den wolligen Hengsten der „Pension Alpina“ in Tschappina. Anna und Johannes dürfen die Lamas erst mal streicheln und vor dem Spaziergang selbst bepacken. Dann tragen die Zotteltiere Proviant und Gepäck, während die Kinder auf der Schneewanderung im Wald Verstecken spielen oder einfach nur über die imposante Bergwelt staunen.

Bahn frei!
Ein Erlebnis der anderen Art wartet in Alvaneu: Ein Wanderweg verwandelt sich hier alljährlich in die drei Kilometer lange „Skateline Albulatal“. Wer sich auf der Natur Eisbahn mit leichtem Gefälle austoben möchte, sollte jedoch sicher auf Schlittschuhen unterwegs sein. Johannes und sein Papa wollen sich die Natur-Eisbahn nicht entgehen lassen. Mit Helm, Knie- und Ellenbogenschoner ausgerüstet flitzen sie über den eingefrorenen Wanderweg. Anna bleibt lieber im Warmen und leiht sich in einer „Ludothek“ Brettspiele aus. Bei einer Runde „Murmeli, pass uf“ und einer Tasse warmem Kakao macht sie es sich mit ihrer Mutter vor dem Kamin gemütlich. Und wenn die Männer am Abend mit durchgefrorenen Gliedern und ein paar blauen Flecken vom Eislaufen zurückkehren, fehlt zum Urlaubsglück nur noch eines: ein warmes Käsefondue! Im familienfreundlichen Graubünden bieten viele Gaststätten das Schweizer Nationalgericht auch für Kinder an und mischen statt Weißwein eben Apfelsaft in die Käsemasse. Eine perfekte Stärkung für einen weiteren abenteuerlichen Tag im Winterwunderland.

Graubünden für ...

... Sparfüchse: In Savognin fahren Kinder bis zehn Jahren gratis Ski. Und leihen Mama  und Papa ihre Ausrüstung vor Ort, bekommen auch die Sprösslinge kostenfrei Material: www.savognin.ch. Familien, die in Arosa in bestimmten Unterkünften übernachten, erhalten für Kinder bis Jahrgang 1995 kostenlose Ski und Snowboardkurse: www.arosa.ch
... Bahnfans: Die Züge der rhätischen Bahn fahren oft über Viadukte, durch unendlich weite Schneelandschaften und an steilen Felshängen vorbei: www.rhb.ch. In Bergün im „Bahnmuseum Albula“ dürfen Bahnfans in einer alten „Krokodil“-Lokomotive selbst das Steuer übernehmen und die „Kroki-Loki“ virtuell durch das Albula-Tal lenken.
... Traditionalisten: Am 1. März ziehen Schulkinder mit Glocken, Gesang und knallenden Peitschen durch die Straßen und vertreiben lautstark den Winter. Der „Chalandamarz“ wird in vielen Orten in Graubünden gefeiert.

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