Medikamente in der Schwangerschaft Beratungsangebot des Gesundheitsministeriums

Auch Schwangere müssen bei Erkrankungen mit Arzneimitteln versorgt werden. Doch welche Medikamente können ohne Risiko für das Baby eingenommen werden? Bei der Beantwortung dieser Frage herrscht oft große Unsicherheit, nicht nur bei den Patientinnen, sondern vielfach auch bei Ärzten und Apothekern.

Deshalb hat das Bundesgesundheitsministerium im Internet eine Datenbank zur Therapiesicherheit von Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit öffentlich zugänglich gemacht. Unter www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de können sich Patientinnen wie auch Ärzte über 400 Wirkstoffe und Medikamente informieren. Die Internetseite bietet Schwangeren auch wichtige Hinweise über nicht verschreibungspflichtige Medikamente zum Beispiel zur Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Allerdings sollten Erkältungssymptome gerade in der Schwangerschaft nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der Grund: Hinter diesen Symptomen kann auch eine Infektion mit dem weit verbreiteten Cytomegalie-Virus (CMV) stecken. Und dieser Virus ist für das Baby äußerst gefährlich.
Deshalb rät Prof. Klaus Friese (Direktor der Frauenklinik der Universität München) Schwangeren zu einem speziellen Bluttest, mit dem festgestellt werden kann, ob eine akute CMV-Infektion vorliegt oder eben nur eine Erkältung. Wird eine CMV-Infektion festgestellt, kann die Ansteckungsgefahr für das Baby durch eine passive Immunisierung der Mutter mit Immunglobulinen vermieden werden.

Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft und CMV gibt es unter www.icon-cmv.de sowie unter www.dgk.de.

Bildzeile: Erkältungssymptome sollten in der Schwangerschaft unbedingt abgeklärt werden, dahinter kann sich eine gefährliche Virus-Infektion verbergen.

Quelle: Supress

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