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Guck mal, wer da ist
Babys erste Zähne

Der erste Zahn kündigt sich bei jedem Baby anders an. Manche merken kaum etwas, und Eltern sehen ihn plötzlich schneeweiß aufblitzen, wenn das Kleine das Mündchen aufsperrt.

Andere Kinder sind vor dem Durchbruch quengelig, sabbern und haben schlechte Laune. Sie bekommen dicke rote Backen, reagieren vielleicht sogar mit Durchfall oder leichtem Fieber.

Kinderärzte weisen außerdem darauf hin, dass es nicht immer klar ist, ob hinter den Beschwerden wirklich die ersten Zähnchen stecken. Schließlich machen Babys bereits früh auch Infektionen durch.

Für Eltern bringt diese Zeit nicht selten unterbrochene Nächte, Stress oder Unsicherheit mit sich. Weint unser Baby jetzt, weil es Zähnchen kriegt und Schmerzen hat? Ist es sinnvoll, ein schmerzlinderndes Mittel aufzutragen? Welche Beißringe sind geeignet? Und was wird aus dem Stillen?

Spucken gehört dazu

An sich ist das Durchbrechen der Zähne eine ganz normale, von der Natur optimal gesteuerte Angelegenheit. Es ist lediglich von mehr oder weniger großer Unruhe begleitet, je nachdem was für ein Typ Ihr Kind ist.

Eines haben alle zahnenden Kinder gemeinsam: Sie spucken vermehrt. Im Nu sind Lätzchen und Kleidung im Hals- und Brustbereich durchgeweicht und feucht. Jetzt brauchen Sie stapelweise zusätzlich Mullwindeln oder kleine Hals- und Taschentücher. Dem Baby diese umzulegen und häufig zu wechseln ist die einzige Möglichkeit, Strampelhose und Jäckchen halbwegs trocken zu halten.

Der erste Beißring

Jetzt kommt die Zeit für den ersten Beißring. Denn nun haben Babys das Bedürfnis, auf harten Dingen herumzukauen. Dies wirkt wie eine Massage und hilft beim Durchbruch des Zahnes. Im Handel gibt es ein breites Angebot von Beißringen für die Kleinen.

Hierauf sollten Sie achten: Ein leichter, gut zu greifender Beißring ist sicherer, als wenn Ihr Kind auf irgendeinem Spielzeug oder Gegenstand herumkaut. Schließlich ist nicht alles, was die Kleinen sich so schnappen auch speichelecht, mit ungiftigen Farben bemalt oder schön abgerundet.

Ob harter oder weicher Beißring ist Ihrem Baby vermutlich egal. Wenn Sie sich für ein weiches Exemplar entscheiden, sollten Sie genau hinschauen. Kaufen Sie sicherheitshalber nur Beißringe mit dem Vermerk „ohne Weichmacher“, „ohne Phtalat“ oder „PVC-frei“.

Denn diese sind inzwischen verboten. Oder gleich solche Modelle, die aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) sind. Mit Flüssigkeit gefüllte Ringe sollten Sie nur im Kühlschrank, aber nicht im Eisfach kühlen. Sonst werden sie zu kalt und verletzen die zarte Mundschleimhaut Ihres Babys.

Kalte Karotten tun es auch

Wer es lieber natürlich mag, sollte seinem Kind ein gekühltes Stück geschälte Karotte oder eine harte Brotrinde geben. Beides aber immer nur unter Aufsicht, da Ihr Kind sich an abgebissenen Stücken verschlucken könnte. Zahnfleischmassage hilft bei Zahnungsschmerzen: Falls Ihr Baby das mag und duldet, können Sie seine Zahnleiste zwischendurch sanft mit Ihrem sauberen Finger massieren.

Mittel gegen Schmerzen

Mittel zur lokalen Schmerzdämpfung bei Zahnungsbeschwerden bekommen Sie in der Apotheke. Sie werden einfach aufs Zahnfleisch aufgetragen und leicht einmassiert. Es spricht nichts dagegen, dass Sie ein solches Präparat zwischendurch einsetzen, um Ihrem Kind die Zahnung zu erleichtern. Beispielsweise nachts, damit es besser schläft.

Nach homöopathischen Mitteln sollten Sie Ihren Kinderarzt fragen. Vorübergehend können Sie Ihr Kleines auch für einige Zeit ablenken. Wenn Sie mit Ihrem Baby spielen, spazieren gehen oder schmusen, wird es seine Beschwerden sicher eine Weile vergessen.

Zähne und Stillen

Die ersten Zähne bedeuten übrigens keinesfalls, dass die Stillzeit jetzt vorbei ist. Das Stillen klappt auch bei Kindern mit Zähnen noch ohne Einschränkung.

Wenn Sie merken, dass Ihr Kleines kaum noch saugt und stattdessen mit seinen Zähnchen zwickt, nehmen Sie es von der Brust.

Die Zähnchen sind auch ein Signal dafür, dass Ihr Kleines bald neugierig auf festere Nahrung wird.

Schon der erste Zahn freut sich übrigens über eine Zahnbürste. Bereits ab dem ersten Zähnchen sollte die Zahnpflege einmal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta erfolgen. Am besten verwenden Sie eine Lernzahnbürste mit einem kindgerecht kleinen Borstenkopf und weichen Borsten.

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