Creme & Co.

10 Fakten zum Sonnenschutz

Sonnencreme? Na klar! Um den Nachwuchs vor gefährlichen UV-Strahlen  zu schützen, braucht es aber noch mehr. 

 

​1. Kinderhaut ist besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung.

Der Schutzmechanismus der Kinderhaut ist noch nicht vollständig ausgereift: Sie produziert noch nicht ausreichend Melanin, ein Schutzpigment, das unsere Haut bräunt und sie vor zellschädigener UV-Strahlung bewahrt.

 

2. Die Haut vergisst nichts.

Fakt ist: Häufige Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Umso wichtiger ist es, den Nachwuchs ganzheitlich vor UV-Strahlung zu schützen.

 

3. Zwischen 11 und 15 Uhr raus aus der Sonne.

Groß und Klein sollten die Sonne während der Mittagszeit meiden – dann ist die UV-Strahlung nämlich am intensivsten. Übrigens: In den ersten drei Lebensjahren dürfen die Kleinen überhaupt nicht in die Sonne. Danach sind kurze Aufenthalte mit geeignetem Schutz erlaubt.

 

4. Kindgerechte Sonnenschutzmittel benutzen.

Und zwar auch im Schatten! In den ersten Lebensjahren sind Produkte mit physikalischem Lichtschutzfilter und einem Lichtschutzfaktor von mindestens 25, bei starker Sonneneinstrahlung 30 bis 50, am besten geeignet. Ab dem Vorschulalter auch Produkte mit chemischen Filtern. Darauf achten, dass die Produkte vor UVA- und UVB-Strahlung schützen und keine Farb- und Konservierungsstoffe und Parfum enthalten. Ob Creme, Spray oder Lotion richtet sich in erster Line nach dem Hauttyp. Eltern, die ein Sonnenschutzspray verwenden, sollten dieses zunächst in die Hände sprühen, bevor sie ihr Kind eincremen.

 

5. Rechtzeitig eincremen.

Mit Ausnahme von Produkten mit rein physikalischen Lichtschutzfiltern muss man die meisten Sonnenschutzpräparate 20 Minuten vor dem Sonnenkontakt auftragen, damit sie ihre Wirkung voll entfalten können. 

 

6. Klotzen statt Kleckern.

Bitte nicht mit der Sonnencreme geizen! Um alle Körperstellen wirksam zu schützen, braucht es eine gute handvoll Creme. Wichtig: Sorgfältig auftragen und Nase, Ohren, Lippen und Fußrücken nicht vergessen!

 

7. Das Eincremen als Ritual gestalten.

Wenn die Kids beim Cremen mithelfen, Mama und Papa eincremen oder lustige Mondgesichter auf den Bauch malen dürfen, lassen sie Prozedur in der Regel eher über sich ergehen.

 

8. Auch bei wasserfesten Produkten regelmäßig nachcremen.

Einmal cremen, fertig? Schön wär’s! Von dem Begriff „wasserfest“ sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Weil auch die Wirkung von wasserfesten Sonnenschutzmitteln nach einem Bad im Meer oder Schwimmbad nachlässt, muss man sie wiederholt auftragen.

 

 

9. Hut auf!

Auch Textilien schützen. Am besten ist spezielle UV-Schutzkleidung, aber auch dicht gewebte, lichtundurchlässige T-Shirts und Hosen bewahren den Nachwuchs vor UV-Strahlung. Darüber hinaus sind ein Sonnenhut mit breiter Krempe und Nackenschutz sowie eine Sonnenbrille ein Muss.

 

10. Bei Sonnenbrand cool bleiben.

Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut, die in erster Linie durch UVB-Strahlung ausgelöst wird. Diese schädigen die DNA in den Zellen. Der Körper repariert diese Schäden und schüttet Entzündungsbotenstoffe aus – sie sind auch für die Rötung und die unangenehmen Schmerzen verantwortlich. Wenn die Haut Rot sieht, ist erst einmal Kühlen angesagt – am besten mit feuchten Waschlappen. Zink- oder gerbstoffhaltige Lotionen (gibt es rezeptfrei in der Apotheke) lindern die Entzündung. Wenn das nicht hilft oder sich auf der Haut Blasen bilden, sollten Eltern mit ihrem Sprössling den Kinderarzt aufsuchen – ebenso, wenn das Kind über Übelkeit und Kopfschmerzen klagt (Sonnenstich!).

 

Unsere Expertin

Dr. Barbara Kunz leitet die Sprechstunde für Kinderdermatologie am Dermatologikum Hamburg, www.dermatologikum.de

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