Kein kalter Kaffee Tee für Schwangere

Auf der Rangliste der weltweit beliebtesten Getränke belegt er hinter Wasser Rang zwei. Auch während der Schwangerschaft ist Tee eine Wohltat und ein gesunder Durstlöscher.

Schwarz, weiß, grün. Roibusch, Mate, Oolong... . Beeindruckende 15.000 Teesorten gibt es.  Alleine Duft, Aroma und Wärme einer guten Tasse Tee sorgen für wohltuende Entspannung. Neben Mineralwasser, Frucht- oder Gemüsesäften ist Tee auch ein durchaus empfehlenswertes Getränk für Schwangere. Immerhin sollen sie täglich mindestens 1,5 bis zwei Liter trinken.

In Maßen: schwarzer & grüner Tee

In Sachen Koffein wird Schwangeren zur Zurückhaltung geraten. Teesorten, die Koffein enthalten sind schwarzer, grüner und der südamerikanische Mate-Tee. Untersuchungen belegen, dass ein übermäßiger Koffeinkonsum zu einem erhöhten Fehlgeburtsrisiko führt. Und: Kinder von Frauen, die sehr viel koffeinhaltige Getränke genossen haben, kommen früher und leichter zur Welt. Die Hebamme Kareen Dannhauer fügt hinzu: „Koffein im Übermaß entwickelt Symptome wie Herzklopfen, Rastlosigkeit, Schlaflosigkeit: Also alles das, was für das Gefühl gelassener, freudiger Erwartung nicht gerade förderlich ist.“

Im Vergleich zu Kaffee oder Cola enthält Tee allerdings sehr viel weniger Koffein. Dafür aber Gerbstoffe. Und die behindern die Eisenaufnahme – gerade Schwangere haben aber einen erhöhten Eisenbedarf. Daher gilt für Schwarzen und Grünen Tee: Zwei bis drei Tassen pro Tag müssen in der Schwangerschaft reichen. „Wenn mir eine Schwangere sagt, dass sie morgens immer gerne eine Tasse Schwarzen Tee trinkt, ist dagegen gar nichts einzuwenden. Aber auf kannenweisen Genuss sollte man lieber verzichten“, sagt Kareen Dannhauer.

Reizlos: Roibusch Tee

Roibusch Tee ist eine gute Alternative zu schwarzem Tee, weil er ihm in Farbe und Geschmack ähnelt. Das Nationalgetränk der Südafrikaner enthält kein Koffein oder andere reizende Substanzen und ist deshalb bestens geeignet für Schwangere und Stillende. Auch die Stoffe, die andere Tees nach längerem Ziehen bitter werden lassen, findet man bei ihm nur in geringen Mengen. Ganz nebenbei genießt er auch noch den Ruf, leichte Verdauungsprobleme zu regulieren.
Tipp: Ein Schuss Fruchtsaft macht Roibusch Tee zu einem köstlichen Erfrischungsgetränk.
 

Gesunder Mix: Kräutertee

Kräutertees stammen nicht vom Teestrauch, sondern von getrockneten Früchten und Pflanzenteilen. Mit Ausnahme von Mate Tee enthalten sie kein Koffein. Die Mischungen schmecken nicht nur gut, einige helfen auch, kleinere Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern. Gesunde Kräuterteemischungen gibt es in Apotheken oder über die Hebammen. „Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Zutaten Bio-Qualität besitzen. Immerhin, der Kräuterbereich boomt. Um der weltweit hohen Nachfrage gerecht zu werden, kommen zur Steigerung der Erträge leider auch vielfach Pestizide zum Einsatz. Ich würde als Schwangere davon keinen Tropfen trinken“, unterstreicht Kareen Dannhauer.

Welche Zutaten für Schwangere sinnvoll sind und welches Kraut für welches Stadium der Schwangerschaft gewachsen ist, spricht man am besten mit der Hebamme ab.
Ein Kräuterklassiker für Schwangere ist Frauenmantel. Die Pflanze wirkt regulierend auf die weiblichen Organe und das Hormonsystem. Auch Beschwerden wie Übelkeit, Venenschwäche und Bluthochdruck können mit Frauenmantel positiv beeinflusst werden. Eine Mischung etwa aus Frauenmantel, Zitronenmelisse (wertvoll bei Stress und Anspannung), Sanddornfrüchten, Johanniskraut (nervenstärkend) und Lemongrass ergibt einen wohltuenden, fruchtigen Teegenuss.

Bei Alltagsstress, Lampenfieber angesichts der bevorstehenden Geburt oder Schlaflosigkeit haben sich Tees mit Zitronenmelisse, Lavendelblüten, Johanniskraut und Lemongrass bewährt.

Als „Schwangerschaftskraut“ gelten Himbeerblätter: Sie fördern die Durchblutung im kleinen Becken, kräftigen die Muskulatur und die Gebärorgane und unterstützen mit ihrer entspannenden und beruhigenden Wirkung das Wohlbefinden. „Himbeerblätter lösen nicht – wie vielfach behauptet – Wehen aus“, erläutert Kareen Dannhauer. „Sie wirken tonisierend auf die Gebärmuttermuskulatur und auch weichmachend auf den Muttermund. Deshalb unterstützen sie das, was die Gebärmutter in den letzten Wochen der Schwangerschaft von sich aus tut: sich auf die Geburt vorbereiten. Es ist sicher nicht sinnvoll, puren Himbeerblättertee in Massen vor der 34. Schwangerschaftswoche zu trinken – als Beimischung in den klassischen Schwangerschaftstees entfalten die Blätter aber von Beginn an ihre kräftigende Wirkung.“

Egal, ob Frucht- oder Kräutertrunk, grün, rot oder weiß: Tee bleibt auch in der aufregenden Zeit der Schwangerschaft vor allem eins: ein Genuss für alle Sinne.

Tee und Teerezepte für Schwangere

www.into-life.de
www.stadelmann-verlag.de

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