Schöne Schattenseite

Sonnenschutz für Kinder

Sonnenbrand im Kindesalter ist besonders gefährlich. Umso wichtiger ist es, den Nachwuchs zuverlässig vor UV-Strahlung zu schützen. So geht’s.

 

Auf die Tube drücken: Sonnencreme & Co.

Die Zeit zwischen elf und 15 Uhr verbringen Groß und Klein am besten im Schatten. Aber auch dort geht ohne Sonnenschutzmittel nichts! In den ersten Lebensjahren sind wasserfeste Produkte mit physikalischem Lichtschutzfilter ohne Farb- sowie Konservierungsstoffe und Parfums die beste Wahl. Diese enthalten mineralische Pigmente, die auf der Haut einen weißen Schutzfilm bilden, der die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel reflektiert. Kleinkinder benötigen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 25, bei starker Sonneneinstrahlung 30 bis 50. Ein Spray eignet sich gut für Kinder mit normaler Haut: Zunächst in die Hände sprühen, dann großzügig auf den gesamten Körper auftragen. Ohren, Nacken, Lippen und Fußrücken dabei nicht vergessen! Wichtig: Die meisten Lichtschutzpräparate müssen 20 Minuten vor Sonnenkontakt aufgetragen werden. Und: Nach dem Planschen im Meer oder Schwimmbad wiederholt auftragen (gilt auch für wasserfeste Sonnenschutzmittel), da die Wirkung nach dem Kontakt mit Wasser und dem Abtrocknen nachlässt. Leidet ein Kind unter Neurodermitis, sollten Eltern mit dem Kinderarzt Rücksprache halten, welches Präparat geeignet ist. 

 

Alarmstufe Rot: Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Was tun, wenn’s doch passiert ist? Kühlen, kühlen, kühlen lautet die Devise. Am besten mit feuchten Waschlappen, Quarkumschlägen oder kindgerechten Aloe Vera-Gels. Après-Sun-Lotionen für Erwachsene haben auf Kinderhaut nichts verloren, da sie zu Irritationen führen können. Außerdem wichtig: viel trinken! Bilden sich auf der Haut Blasen oder sind großflächige Hautpartien betroffen, sollten Mütter und Väter schnellstmöglich mit ihrem Kind zum Arzt – ebenso, wenn das Kind über Kopfschmerzen und Übelkeit klagt (Sonnenstich!). Wichtig zu wissen: Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb sollte man es erst gar nicht soweit kommen lassen. 

 

Kleiderordnung: textiler Schutz

Das richtige Outfit komplettiert den Sonnenschutz. Am besten sind Hosen und T-Shirts aus dicht gewebten Textilien (zum Beispiel Baumwolle, Seide), die wenig Sonnenlicht durchlassen. Wer mag, kann seinen Sprössling auch in spezielle UV-Schutzkleidung hüllen (ist allerdings recht teuer). Zur den unabdingbaren Accessoires gehören auch ein Sonnenhut mit breiter Krempe und Nackenschutz sowie eine Sonnenbrille. Geht es an den Strand, ins Schwimmbad oder in den Park, dürfen Sonnenschirm oder Strandmuschel nicht fehlen.

 

Unser Experte

Professor Dr. Thomas Dirschka, Facharzt für Dermatologie, Venerologie und Allergologie mit eigener Praxis in Wuppertal, www.dirschka.de

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