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Heiter bis kränklich
Winterzeit ist Erkältungszeit. Acht Tipps gegen Schnupfen & Co.

Husten, Schniefnase, Quengellaune: Bis zu zehn Infekte mit und ohne Fieber müssen Säuglinge und Kleinkinder innerhalb eines Jahres über sich ergehen lassen. Kein Wunder: Ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift und entwickelt sich erst noch. Wie die Kleinen den Winter und unangenehme Erkältungen gut überstehen.

1. Rausgehen.

Wenn Schnee und klirrende Kälte das Wetter beherrschen, bleiben Säuglinge in den ersten vier Wochen besser im Warmen. Danach sollte eine halbe Stunde an der frischen Luft auf dem Tagesplan stehen, ab dem vierten Monat auch mehr. Denn regelmäßige Spaziergänge kurbeln das Immunsystem an. Und selbst an trüben Tagen bringt Tageslicht die körpereigene Vitamin D-Produktion in Gang – und damit das Knochenwachstum. Bei besonders dichtem Nebel lieber zu Hause bleiben, denn dann kriecht die Feuchtigkeit schnell bis in den Kinderwagen und das Baby kühlt aus.

2. Passend anziehen.

Für Spaziergänge braucht das Baby Kleidung, in der es nicht schwitzt, die es aber dennoch vor Nässe und Kälte bewahrt. Ideal sind atmungsaktive Materialien wie Baumwolle. Sie sind besonders sanft zur Haut und kratzen nicht. Die Kleinen beim Ausflug am besten in Zwiebeltechnik kleiden. Denn wenn die Wintersonne scheint, kann es im Kinderwagen schnell zu warm werden. Fäustlinge und eine Mütze, die die Ohren abdeckt, runden das Winteroutfit ab.

3. Cremen.

Babyhaut ist bis zu fünfmal dünner als die von Erwachsenen. Sie verliert schneller Feuchtigkeit, trocknet aus und Krankheitserreger sowie Keime können leichter eindringen. Bei Kälte braucht die Haut besondere Pflege, um widerstandsfähig zu bleiben. Eltern cremen ihren Sprössling besser vor dem Spaziergang im Gesicht mit einer speziellen Wind- und Wettercreme für Babys ein. Sie hat geringe Wasseranteile und gefriert bei Minusgraden nicht auf der Haut.

4. Gutes Raumklima schaffen.

Heizungsluft entzieht der Haut Feuchtigkeit, auch die Schleimhäute trocknen im Winter schneller aus – das macht anfällig für Infektionen. Gegen das „Wüstenklima“ hilft ein feuchtes Tuch oder eine Schale mit Wasser auf der Heizung, und vor allem regelmäßiges Lüften. An Babys Schlafplatz sind 18 Grad ausreichend, die Heizung sollte keinesfalls glühen. Generell ist eine etwas kühlere Umgebung gesünder: Auch wenn das Baby krank ist, genügen beim Schlafen Windel, Unterwäsche, Schlafanzug sowie ein Schlafsack.

5. Getränke anbieten.

Die Schleimhäute funktionieren am besten als Barriere gegen Viren und Bakterien, wenn sie feucht sind. Babys sollten also so oft wie möglich trinken, damit sich Erreger nicht so leicht dort einnisten können. Hat sich der Sprössling eine Erkältung zugezogen, hilft z. B. ein warmer Baby-Fencheltee beim Abhusten und spült die Krankheitserreger schneller aus dem Körper.

6. Atmen erleichtern.

Schlafen und Trinken wird zum Geduldsspiel, wenn der Nachwuchs wegen verstopfter Nase nur schwerlich Luft bekommt. Damit der Schleim schneller abfließt, hilft es, die Nasenschleimhaut mit physiologischer Kochsalzlösung feucht zu halten. Auch ein Nasensauger aus der Apotheke kann manchmal Abhilfe schaffen.

Vorsicht dagegen bei abschwellenden Nasensprays: Sie schädigen bei Gebrauch über mehrere Tage die Schleimhaut des kleinen Kranken. Kurzfristig und behutsam eingesetzt, sind sie jedoch eine Hilfe, wenn das verschnupfte Baby gar nicht einschlafen kann. Jedes eingesetzte Produkt sollte tatsächlich für Säuglinge geeignet sein, ätherische Öle beispielsweise können Allergien auslösen.

7. Fieber beobachten.

Erhöhte Temperatur signalisiert, dass das Immunsystem auf vollen Touren läuft und der kleine Körper gerade Krankheitserreger bekämpft. Gemäßigtes Fieber muss also nicht gesenkt werden. Steigt die Körpertemperatur jedoch auf über 39 Grad und das Baby leidet gar unter Fieberkrämpfen, muss der kranke Zwerg zum Arzt. Erst auf ärztlichen Rat hin sollten die Eltern fiebersenkende Mittel geben.

8. Schmusen.

Liebevolle Streicheleinheiten schaffen eine wohlige Atmosphäre für den kränkelnden Nachwuchs, damit er schnell wieder gesund wird. Und sie helfen nebenbei über Quengelphasen hinweg.

Unser Experte:

Dr. med. Klaus Rodens, Kinder- und Jugendarzt Langenau

 

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