Fläschchen statt Stillen Probleme beim Stillen

Wunde Brustwarzen, Milchstau, Schmerzen oder die Einnahme von Medikamenten – das kann Grund genug sein mit dem Stillen aufzuhören gar nicht erst anzufangen. Dann gibt es auch genügend nahrhafte Ersatznahrungen für Säuglinge – von Geburt an.

 

Für Malena war es von Anfang an klar: Sie wird ihr Kind nicht stillen können. Aufgrund einer Erbkrankkeit muss die Zahnärztin aus Hamburg Tabletten nach der Geburt wieder einnehmen, die sie seit 15 Jahren verschrieben bekommt. Die 38Jährige weiß, dass sie ihr Baby nicht mit Muttermilch füttern kann – sondern mit Ersatznahrung

 

In wenigen Minuten ist das Milchfläschchen zubereitet.

So wie Malena geht es auch anderen Frauen, die z.B. wegen wunder Brustwarzen, Spasmen im Brustgewebe oder Entzündungen in den Milchgängen so große Schmerzen beim Stillen empfinden, dass sie damit aufhören. Rund 30 Prozent der stillenden Mütter haben nach neuen Studien (z.b. aktuelle Milupa-Untersuchung) aufgrund von Brustschmerzen aufgehört zu stillen. Kaum einer Mutter fällt diese Entscheidung leicht. Aber es ist die richtige Entscheidung.  

Natürlich ist Stillen das Beste an Nahrung, die eine Mutter ihrem Kind geben kann. Wenn aber das Stillen nichts als Sorgen und Stress, Schmerzen und Schlafmangel bedeutet, ist das Fläschchen die bessere Alternative. Denn die erwünschte Nähe und Innigkeit des Kindes an der Brust ist natürlich auch beim Füttern mit der Milchersatznahrung gegeben – Haut an Haust, Herz an Herz. Denn am wichtigsten für die seelische und körperliche Entwicklung der Kleinen sind nicht die Milch, sondern die Liebe und Einfühlsamkeit der Mama, die die Kinder spüren. 

 

Worauf muss man beim Vorbereiten des Fläschchens achten? 

 

1. Hygiene und Genauigkeit: Bei der Zubereitung der Fläschchen muss man sich konzentrieren. Also: Vorher die Händewaschen. Dann sich exakt an die Vorgaben der Milchhersteller halten – damit der ideale Nährstoffmix im Fläschchen ist. 

 

2. Genaues Abmessen: Dies zahlt sich immer aus. Bei zu viel Pulverwird die Milch zu dickflüssig, verursacht vielleicht Bauchschmerzen. Mit zu wenig Pulver bekommt das Baby sicher zu wenig Kaloreien und Närstoffe.

 

3. Auffüllen: Mit einem sauberen und trockenen Messlöffel das Pulver locker herausnehmen – mit einem Messer abstreichen und in die, natürlich ebenfalls saubere Flasche füllen. Die Verpackung gut verschließen – das Pulver darf nicht feucht werden. 

 

 

4. Verboten: Niemals selbst hergestellte Säuglingsmilch aus Ziegen-, Stuten- oder pflanzlicher Milch benutzen. Es fehlen die lebensnotwendigen Nährstoffe aus der Milchnahrung. 

 

5. Wasserzugabe: Natürlich reicht es, wenn das Leitungswasser so lange abfließt, bis es kalt aus dem Hahn kommt. Noch besser: Im Wasserkocher das Wasser auf gut 40 Grad erwärmen, möglichst mehr als für die eine Flasche nötig ist. Der Rest kommt in eine saubere Thermoskanne. 

 

6. Mischen: Den Wasser-Pulver-Mix nicht schütteln, sondern verrühren. Sonst schäumt die Milch und das Baby bekommt zu viel Luft in den Bauch – und dadurch Schmerzen

 

7. Kontrolle: Bevor serviert wird, noch einmal die Temperatur kontrollieren. Am besten ein paar Tropfen auf den Handrücken träufeln und den Check machen: Fühlt es ich angebehme an, ist es auch gut fürs Kind. 

 

8. Reinigen: Nach der Mahlzeit reicht bald das Fläschchen säubern, sonst kleben Reste innen fest. Glasflschen dürfen in die Spülmaschine, Plastikflaschen reinigt man am besten mit einer Flaschnebürsteu und etwas Spülmittel (es gibt Mittel speziell für Sauger und Babyflaschen). 

 

9. Grunsätzlich keine Reste in der Flasche für später aufheben und einmal abgekühlte Milch nicht wieder erwärmen.

 

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